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Das Buch vom Verkehr Die faszinierende Welt von Mobilität und Logistik von Ammoser, Hendrick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2014
  • Verlag: WBG Academic
eBook (ePUB)
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Das Buch vom Verkehr

Logistik, Transport, Mobilität - ohne diese Dinge wären weder technischer Fortschritt noch Industrialisierung und Globalisierung möglich gewesen. Doch Mobilität ist auch aus dem privaten Leben nicht wegzudenken, bedeutet sie Unabhängigkeit, Individualität und Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Und gerade heute in einer globalisierten Welt werden die Bewegung und der Austausch von Personen, Gütern und in zunehmenden Maße auch von Informationen und Daten immer wichtiger. Das vorliegende Buch vermittelt leicht lesbar und anschaulich illustriert einen Einblick in die unterschiedlichsten Aspekte des Verkehrs: Von der Geschichte und der Entwicklung der unterschiedlichen Verkehrsmittel über Probleme und Herausforderungen der gegenwärtigen Verkehrspolitik bis hin zu möglichen Zukunftsszenarien werden alle Themenkreise umfassend erörtert.

Hendrik Ammoser, geb. 1976, studierte Verkehrsingenieurwesen. Nach Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaft und Verkehr der Fakultät Verkehrswissenschaften in Dresden arbeitet er jetzt als Sachverständiger im Bereich Verkehrstelematik, -beratung und Logistik beim TÜV Rheinland. Seit dem Jahr 2001 führt er jährlich das Seminar ?Einführung in die Verkehrsgeschichte? an der TU Dresden durch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 344
    Erscheinungsdatum: 01.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783534264216
    Verlag: WBG Academic
    Größe: 38736 kBytes
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Das Buch vom Verkehr

2

Ein Rückblick in die Geschichte des Verkehrswesens

2.1 Ein Einblick in die Frühgeschichte und die Entstehung des Verkehrswesens

An den Wurzeln menschlicher Mobilität

Die "Frühgeschichte der menschlichen Verkehrskultur" sei in diesem Buch mit der Zeit zwischen etwa 6000 v. Chr. bis etwa 3500 v. Chr. eingegrenzt. Die Grenzziehung um 6000 v. Chr. soll mit den archäologischen Nachweisen aus dieser Zeit gerechtfertigt werden, die auf den zunehmenden Gebrauch von Instrumenten und auf menschliche Verhaltensweisen hinweisen, die bereits die ersten Konturen des späteren "Verkehrswesens" bzw. des "Transportwesens" darstellen. Jene Epoche umfasst die jüngere Phase der Mittelsteinzeit (Mesolithikum) sowie die Jungsteinzeit (Neolithikum).

Es sei jedoch betont, dass wesentliche Merkmale menschlicher Mobilität bereits Jahrtausende vorher herausgebildet wurden. Erwähnt sei der aufrechte Gang, der das Laufen, Rennen und das Tragen von Lasten über zunehmend lange Distanzen erlaubte. Man geht davon aus, dass Australopithecus an fester Heimstatt lebte, die Nahrung in der Umgebung suchte und sie an den Wohnplatz schaffte. Die Nutzung natürlicher Schutzräume, aber auch die Errichtung eigener Behausungen wie Nester oder Höhlen ist ein bewährtes Verhalten in der Tierwelt, wie zahlreiche Insekten, Vögel oder Säugetiere zeigen. Aus heutiger Sicht stellt dieses Verhalten jedoch eine frühe Weichenstellung für die Herausbildung des menschlichen Mobilitätsverhaltens der nachfolgenden Menschenspezies dar.

Der Gebrauch von einfachen Werkzeugen, die nicht an ihrem Fundort genutzt wurden und somit "vorsätzlich" transportiert wurden, scheint bereits von den Vertretern der Art Homo habilis praktiziert worden zu sein. Dem Homo erectus wird die Herstellung von Behausungen (Hütten aus Zweigen), die Holzbearbeitung (Speere, Gefäße) und die Nutzung des Feuers zugeschrieben.

Die Vertreter des modernen Menschen, des Homo sapiens , waren seit ihrem ersten Auftreten vor etwa 200.000 Jahren auf Wanderschaft - in Kombination des Prinzips der Nutzung fester Wohnorte mit dem Prinzip der Mobilität. Dabei unterlagen die Menschen dieser Zeit ähnlichen natürlichen Mechanismen wie wir es heute noch von Wölfen, Delfinen, Affen und anderen hoch entwickelten Tierarten kennen, die in sozialen Verbänden leben. Es handelte sich um stetig wandernde Stämme, die gemäß der sie umgebenden Lebensbedingungen wie Nahrungsverfügbarkeit oder Witterung in der Landschaft verteilt waren. Wurden Früchte, Wasser oder Jagdbeute knapp oder wechselten die Jahreszeiten, machten sich die Menschen auf den Weg und suchten sich neue Reviere. Jahre der Nahrungsknappheit und klimatischer Widrigkeiten wie Dürre, Kälte oder Hitze reduzierten die Population und sorgten dafür, dass bestimmte Landschaften zum Lebensraum des Homo sapiens gehörten und phasenweise auch nicht. Obengenannte Gründe zwangen die Menschen also manchmal, sich neue Reviere zu suchen. Die Dynamik der sich ständig ändernden Umweltbedingungen erzeugte einen ständigen Anpassungsdruck zwischen der Spezies und ihrer Umwelt. Sie verbreiteten sich auf diese Weise über die Kontinente der Erde, koexistierten mit anderen Hominiden und verdrängten diese schließlich. Das Gesetz gilt bis auf den heutigen Tag, auch wenn unsere zivilisatorischen Errungenschaften - auch und insbesondere das Verkehrswesen - uns diesen Sachverhalt oft vergessen lassen.

2.1.1 Jäger und Sammler der Mittelsteinzeit. Heimkehr von der Jagd. Farbdruck nach Gouache, undat., von Franz Jung-Ilsenheim.

Die Mittelsteinzeit (Mesolithikum) dauerte etwa von 8000 bis 5000 v. Chr. an. In dieser Epoche lebten die Menschen in einer Jagd- und Sammelwirtschaft. Sie praktizierten Fischfang und nutzten dafür bereits Fellboote und Einbäume. Sie errichteten schon Hütten aus Schilf und Astwerk und nutz

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