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Das Geld der Anderen Wie die Banker uns ausnehmen von Brandeis, Louis D. (eBook)

  • Verlag: FinanzBuch Verlag
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Das Geld der Anderen

Louis Brandeis, war Anfang des Jahrhunderts einer der angesehensten Verfassungsrichter Amerikas. Er war der Erste, der die Macht der Banken anprangerte und ihnen eine einzigartige Stellung im weltweiten Wirtschaftsgefüge zuordnete. Die Theorie der sogenannten Finanzoligarchie sollte die nächsten 50 Jahre prägen, ohne entscheidende Veränderungen hervorzurufen. In dieser Sammlung von Essays greift Brandeis die Art und Weise an, wie die Banken mit dem Geld der anderen Leute umgegangen sind und auf welche Weise sie investieren.

Louis Dembitz Brandeis war Rechtswissenschaftler und von 1916 bis 1939 der erste jüdische Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Brandeis war einer der Wortführer des amerikanischen Zionismus sowie Unterstützer des progressiven Flügels der Demokratischen Partei. Einer seiner wichtigsten Verdienste ist die Entwicklung des 'Right to Privacy' innerhalb der US-Gesetzgebung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 192
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862482559
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 2582kBytes
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Das Geld der Anderen

Vorwort
von Max Otte 1

Nach der Finanzkrise, die im Jahr 2008 in voller Wucht ausgebracht, dämmerte bei vielen Menschen die Erkenntnis, dass etwas grundlegend faul ist an unserer Finanzordnung, dass ein System, welches solch massive Krisen produziert, bei Investmentbankern leistungsfreie Einkommen anhäuft, die Spekulation fördert, den Mittelstand und echtes Unternehmertum gängelt sowie die Realwirtschaft unter Schuldenbergen ersticken lässt, ein falsches System ist.

Die Mehrzahl der Ökonomen erklärt uns, dass das Wirtschaftssystem eigentlich in Ordnung sei und nur kleinerer Korrekturen bedürfe. Die Politiker nehmen diese Erklärungen dankbar auf, weil es sie von der Pflicht zu grundlegenden Reformen entbindet. Aber die Menschen spüren, dass das nicht stimmt. Das es schlimmer um unsere Wirtschaft, vielleicht sogar um unsere Demokratie steht, als unsere herrschenden Eliten, es wahrnehmen wollen.

Diese Gedanken werden gerne von offizieller Seite als "Verschwörungstheorie" abgetan. 2 Die herrschende Finanzoligarchie als derzeit dominierende Zivilmacht wird zudem alles tun, solche Gedanken als "absurd" darzustellen. 3 Dabei ist es eine völlig legitime Aufgabe der Sozialwissenschaft, über die Mechanismen von Macht und Herrschaft nachzudenken. Umso wohltuender ist es, wenn der wohl bekannteste Verfassungsrichter der Vereinigten Staaten, Louis Brandeis, in seinem Buch Das Geld der Anderen von "der Finanzoligarchie, die sich die Wirtschaft unterworfen hat" spricht und mit glasklarer Präzision die Herrschaftsmechanismen dieser von Investmentbankern angeführten Machtstruktur beschreibt.

Viele Einzelheiten aus Brandeis' Buch - der volle 23 Jahre von 1916 bis 1939 dem amerikanischen Supreme Court angehörte - mögen zeitgebunden sein. Doch die Kernaussagen seines Buches sind so erschreckend relevant, dass wir es fast 100 Jahre nach seinem Erscheinen neu herausgeben. Brandeis spricht davon,

dass das große Monopol des Landes das Finanzmonopol ist, das von einer kleinen Gruppe von Investmentbankern ausgeübt wird, sich die Industriekonzerne untertan macht und nach und nach echte wirtschaftliche Freiheit unterdrückt;
dass Investmentbanker zu den eigentlichen Herren der Geschäftswelt aufgestiegen seien, und als "universelle Steuereintreiber in eigener Sache agierten", obwohl sie doch eigentlich eine dienende Rolle für Industrieunternehmen haben sollten;
dass wenige Männer Kartelle bilden würden, welche den Wettbewerb und die Eiffzienz des Wirtschaftssystems unterdrücken.
Brandeis untermauerte seine Argumente mit Fakten - umfangreichen Fakten, die er bei seinen Gefechten gegen J. P. Morgan und Charles Mellen im Rahmen der Fusionsschlacht um die New Haven Railroad sowie über den Pujo-Ausschuss zusammengetragen hatte (einem Ausschuss des Repräsentantenhauses, der die Verstöße des sogenannten "Geldkartells" untersuchte).

1912 bewarb sich Woodrow Wilson um das Präsidentenamt und führte viele fortschrittliche Ideen hinsichtlich der Stärkung der Wirtschaft ins Feld: eine Reform des Bankwesens, Steuersenkungen und die Zerschlagung von Kartellen und Monopolen. Dieses Bündel an Ideen wurde später unter dem Begriff "Neue Freiheit" bekannt. 4 Louis Brandeis war einer der einflussreichsten Berater Woodrow Wilsons. Zunächst war er als Finanzminister im Kabinett vorgesehen, konnte aber nicht durchgesetzt werden, da er sich konsequent gegen die wirtschaftlich Mächtigen und für die Menschen eingesetzte und absolut geradlinig bei seiner Linie blieb. Das Buch Das Geld der Anderen ist die Zusammenstellung einer Reihe von Artikeln, die Brandeis für Harper's Weekly schrieb und die umrissen, warum die Neue Freiheit notwendig war und wie man sie am besten umsetzte.

Louis Brandeis war ein beeindruckender

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