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Deutschland digital Unsere Antwort auf das Silicon Valley von Beise, Marc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2016
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
16,99 €
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Deutschland digital

Ein Buch am Puls der Industrie 4.0 Wir sind mitten in einer Revolution, die unsere Wirtschaft so radikal verändert wie nie zuvor. Alles, worauf der Wirtschaftsstandort Deutschland bisher zu Recht stolz war - Erfindergeist, Ingenieurskunst, Industrieunternehmen, Ausbildungssystem -, droht von den digitalen Angreifern aus dem Silicon Valley zerstört, ausgeweidet und dominiert zu werden. Bedroht das Silicon Valley unseren Wohlstand? Noch ist nichts verloren, sagen die Wirtschaftsexperten Marc Beise und Ulrich Schäfer. Bei der digitalen Fabrik, beim vernetzten Auto, bei Robotik, Sensorik oder Künstlicher Intelligenz wird Deutschland sogar selbst zum Angreifer und kann den Prozess der digitalen Revolution selbst mitgestalten. München gegen Mountain View, Berlin-Mitte gegen Palo Alto: Dieses Buch zeigt, was auf die digitale Agenda der nächsten Jahre gehört. Und was sich ändern muss, damit wir uns unseren Wohlstand erhalten können und das digitale Deutschland Wirklichkeit wird. Marc Beise (links) und Ulrich Schäfer leiten die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung in München. Beide sind erfolgreiche Buchautoren und beschäftigen sich seit Jahren mit der Digitalisierung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 01.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593434537
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 3176 kBytes
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Deutschland digital

DAS NEUE DEUTSCHE WIRTSCHAFTSWUNDER

Die erste Runde verloren - und jetzt?
Wir bekennen: So wie viele andere Deutsche sind auch wir ins Silicon Valley gereist und haben gehofft, dort die Erleuchtung zu finden. Tausende pilgern jedes Jahr in dieses gelobte Land, weil sie die Zukunft sehen wollen. Ehrfurchtsvoll schauen sie sich an, was die Tech-Pioniere in Kalifornien an Innovationen entwickeln und in milliardenschwere Geschäfte umsetzen; fast schon unterwürfig bestaunen die Gäste aus 'Good Old Germany', was die Menschen in diesem von mildem Klima, viel Geld und großartigen Unternehmen gesegneten Landstrich anders machen, besser, schneller.
Im Grunde scheint die Sache ja klar zu sein: Wir Deutsche sind hoffnungslos hinterher, haben verloren, haben keine Zukunft mehr, jedenfalls keine selbstbestimmte. Denn dort drüben arbeiten sie - so die allgemeine Einschätzung - an nicht weniger als an der neuen Weltherrschaft. Die Internetriesen und Start-ups von der amerikanischen Westküste wollen nicht nur unser Leben und Denken verändern, ihnen geht es auch darum, die Macht in der Wirtschaft und den Wohlstand neu aufzuteilen. Die Angreifer aus dem Silicon Valley zielen dabei mehr denn je auch auf das Herz der deutschen Wirtschaft: auf die Autohersteller, den Maschinenbau, die großen Banken und Versicherungen. Und, ja, auch auf die Pharmaindustrie. Für ein Land, das seit Jahrzehnten gewohnt ist, die besten Autos der Welt zu bauen, die zuverlässigsten Maschinen, und das mal als die 'Apotheke der Welt' bekannt war, ist das eine bedrohliche Vorstellung.
Die Revolution, die da auf uns zurollt, wird unsere Wirtschaft und Gesellschaft noch gewaltiger verändern als die Erfindung der Dampfmaschine, die Einführung des Fließbands oder die millionenfache Verbreitung des Autos. Denn das Internet, dieses allgegenwärtige Medium, erklimmt gerade die nächste, die höchste Stufe. Wir kommen in ein Zeitalter, in dem alles, wirklich alles miteinander vernetzt sein wird: das Smartphone mit dem Kühlschrank, das Haus mit dem Auto, die Maschine mit der Maschine, das intelligente Pflaster auf unserer Brust mit unserem Arzt, die eine Fabrik mit der anderen - und der Mensch mit allem: mit seiner Uhr, dem Fitness-Armband, dem Supermarkt, mit seinen Freunden, die künftig ständig wissen können, wo man sich aufhält und was man macht. Und alles geschieht wie von selbst, ist die Software erst einmal ans Laufen gebracht. Es ist das Ende der rein mechanischen Welt.
Ob wir es wollen oder nicht: Wir sind bald auf irgendeine Weise immer online. Nicht bloß ein paar Stunden am Tag, sondern wirklich immer. Schon in wenigen Jahren wird in dieser 'Always-on'-Gesellschaft fast jeder und jede Dutzende von Geräten besitzen, die über das Internet miteinander kommunizieren und Daten austauschen: Zahnbürste und Auto, Heizungen und Lampen, Kameras und Bewegungsmelder. Das wird unser Leben erleichtern - und es zugleich schwerer, komplexer und undurchschaubarer machen.
Die Angreifer aus dem Silicon Valley nennen das überall verfügbare Netz kurz und prägnant: das Internet der Dinge. Oder auch: Internet of everything - das Internet für alles. In Deutschland spricht man von der Industrie 4.0, was aber nicht treffend ist, nicht umfassend genug. Weil es nicht bloß darum geht, Maschinen und Fabriken zu vernetzen - sondern unser ganzes Leben, das ganze Sein. Und es geht auch nicht darum, dass unsere Wirtschaft ein Update erhält, von 3.0 auf 4.0, sondern darum, dass sich die Regeln unseres Wirtschaftens, das Tempo des Fortschritts und die Art und Weise, wie Innovationen entstehen, von Grund auf verändern.
Altes verschwindet, Neues entsteht: Disruption nennen die US-Amerikaner diesen Prozess. Das bedeutet, dass die Zerstörung nicht langsam kommt, nicht allmählich, sondern plötzlich und abrupt. Es bedeutet, dass die alten, fest gefügten Strukturen in der Wirtschaft durch andere, sehr viel flexiblere Strukturen ersetzt werden und Unternehmen, die heute

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