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Formale Modellierung von Authentifizierungs- und Autorisierungsinfrastrukturen Authentizität von deskriptiven Attributen und Privilegien auf der Basis digitaler Zertifikate von Wölfl, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.11.2007
  • Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
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Formale Modellierung von Authentifizierungs- und Autorisierungsinfrastrukturen

Thomas Wölfls Modell erlaubt erstmals neben der Herleitung von Schlüsselauthentizität auch die Ableitung von Attributauthentizität und umfasst Gültigkeitsdauer und Rückruf von digitalen Zertifikaten. So kann die Echtheit von Zugriffsprivilegien und deskriptiven Attributen für einen bestimmten Zeitpunkt formal bewiesen werden. Das vom Autor entwickelte PROLOG-Programm ermöglicht eine automatisierte Ableitung, liefert nachweislich korrekte Ergebnisse und terminiert.

Dr. Thomas Wölfl arbeitet am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Regensburg.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 139
    Erscheinungsdatum: 20.11.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783835093386
    Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
    Größe: 7776 kBytes
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Formale Modellierung von Authentifizierungs- und Autorisierungsinfrastrukturen

4 Rückruf von Zertifikaten (S. 43-44)

Public-Key-Zertifikate und Attribut-Zertifikate tragen eine Gültigkeitsdauer. Während dieser Zeitspanne ist die durch das Zertifikat bescheinigte Bindung eines 5ffentlichen Schlüssels oder eines Attributs an das Subjekt des Zertifikats gültig. Vor dem Ablauf der Gültigkeitsdauer kann aber ein unerwartetes Ereignis eintreten, das erfordert, dass die im Zertifikat bescheinigte Bindung gelöst wird. Dieses Kapitel gibt einen 0berblick fiber Zertifikat-Rückruftechniken aus Theorie und Praxis. Am Ende das Kapitels werden die Eigenschaften von Zertifikat-Rückrufen zusammengefasst. Die Zusammenfassung ist eine Grundlage für die Modellierung von Rückrufen.

4.1 Certificate Revocation List (CRL)

Eine CRL ist eine Datenstruktur, die eine Liste von eindeutigen Referenzen auf zurück- gerufene Zertifikate enthält. Ein Eintrag für ein bestimmtes Zertifikat in der CRL zeigt an, dass das angeführte Zertifikat zurückgerufen wurde. Die CRL wird von der Rückrufstelle ausgestellt und digital signiert (Schutz der Authentizität und Integrität). Die Rückrufstelle legt in regelmgt3igen Zeitabständen Aktualisierungen der CRL im Verzeichnis ab.

Die aktuelle CRL kann von den Benutzern abgerufen werden. Damit ein Benutzer einen Rückrufeintrag einer CRL akzeptiert, muss er die Rückrufstelle für berechtigt ansehen, das durch den Rückrufeintrag bezeichnete Zertifikat zurückzurufen. Häufig übernimmt die Zertifizierungsstelle auch die Aufgaben der Rückrufstelle. In einem solchen Fall ist der Aussteller der Zertifikate ebenfalls der Aussteller der CRL.

In Abbildung 4.1 ist eine CRL nach der X.509 Standardisierungsempfehlung (20) dargestellt. Diese standardisierte Rückrufliste besteht aus folgenden Datenfeldern: Version: Die Versionsnummer (1 oder 2) der vorliegenden CRL. Die hier beschriebene CRL entspricht der Version 2. Signaturalgorithmus: Bezeichnet das Public-Key-Verfahren, das zur Erzeugung der digitalen Signatur der CRL verwendet wurde. Aussteller:

Der Name der Rückrufstelle (vgl. Namenskonventionen in Abschnitt 2.8.4). Dieses Update: Der Zeitpunkt, an dem die vorliegende CRL ausgestellt wurde. Die Zeit wird genauso wie die Gültigkeitszeiträume von Zertifikaten entweder in Koordinierter Weltzeit (UTC) oder in Generalized Time dargestellt (vgl. Abschnitt 2.8.2). Nächstes Update (optional): Der Zeitpunkt, an dem die nächste CRL spätestens aus- gestellt wird. Es ist möglich, dass bereits vor diesem Zeitpunkt eine neue CRL ausgestellt wird.

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