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Humanomics Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft von Heuser, Uwe J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2008
  • Verlag: Campus Verlag
eBook (ePUB)
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Humanomics

Wirtschaft ist viel mehr als die Produktion und Verteilung von Gütern. Ökonomen richten ihre Aufmerksamkeit heute auf den Menschen mit seinen Bedürfnissen und nicht immer rationalen Handlungen. Ihre revolutionären Entdeckungen haben große Folgen für jeden Einzelnen und die Gesellschaft. Uwe Jean Heuser leitet die Wirtschaftsredaktion der Wochenzeitung Die Zeit und schreibt die Ökonomiekolumne der Zeitschrift Merkur. Der promovierte Volkswirtschaftler studierte in Bonn, Berkeley, Köln und Harvard und lehrt heute unter anderem an der Universität St. Gallen. Er ist Autor der Bücher "Tausend Welten" (1996), "Das Unbehagen im Kapitalismus" (2000) und "Schöpfer und Zerstörer" (mit John F. Jungclaussen, 2004).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 276
    Erscheinungsdatum: 11.02.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783593402499
    Verlag: Campus Verlag
    Größe: 2463 kBytes
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Humanomics

Einleitung Der Aufbruch Dies ist ein Buch über die Erforschung der Wirtschaft. Und es ist ein Buch über Sie. Wie kann das sein, sagen Sie vielleicht, Ökonomie ist nicht lebensnah. Und die Antwort lautet: Doch. Heute schon. Vergessen Sie also, was Sie über Ökonomie zu wissen glaubten. Denn die Ökonomen vergessen gerade, was sie über Sie zu wissen glaubten. Beziehungsweise über ihr ureigenstes Beobachtungsobjekt, den Menschen. Ein Jahrhundert lang war das Bild vom rationalen Menschen das Fundament ihres Denkens. Nun reißen die Forscher dieses glatte Fundament ein und bauen sich ein neues. Das ist nicht so ordentlich und kompakt, sondern eher ein Stückwerk voller Unebenheiten, Rillen und Brüche. Sein unschätzbarer Vorteil: Es kommt der modernen Wirtschaftswelt näher und hilft uns, sie zu verstehen und uns in ihr zu bewegen. Die Forscher halten uns keinen Homo oeconomicus mehr vor, kein rationales Ideal, dem wir entweder erfolglos nacheifern oder das wir entrüstet abwehren. Eher schon ein Spiegelbild, in dem wir uns wiederfinden können, eine Art Homo oeconomicus humanus. Es ist höchste Zeit für diese Revolution von unten. Sie macht die Ökonomie wieder aufregend, spannend, lebens- und erfahrungsnah. Nun können wir von ihr allerhand über uns selbst lernen, über die Hintergründe unseres Handelns, unsere Ziele und Motivationen. Und auf einmal hat sie viel Neues zu sagen über die alten Fragen, kleine und große. Welche Entscheidungen schaffen dauerhafte Zufriedenheit? Was bedeutet ökonomische Freiheit, was Solidarität? Wann kann man dem Markt vertrauen, wann dem Staat? Sogar über das große Rätsel, wie Wohlstand entsteht und wie er verloren geht, erfahren wir Neues und Erstaunliches. Dass die Ökonomie sich an vielen Stellen wandelt, ist wichtig für sie selbst, weil sie sich auf diese Weise aus einem selbst gewählten Abseits befreit. Es ist außerdem wichtig für uns alle, weil sich der Kapitalismus derzeit schnell verändert und wir keine passenden Maßstäbe mehr kennen, um zu beurteilen, welche Freiheitsgrade wir als Einzelne und als Gemeinwesen haben. Hier liegt das vielleicht größte Versprechen der Ökonomie neuen Stils: Mit ihrer Hilfe können wir herausfinden, welche Zwänge uns die globale Marktwirtschaft tatsächlich auferlegt und welche Entwicklungen wir abwenden oder beeinflussen könnten, wenn wir uns nur trauten. Manche Zwänge sind auch nur eingebildet oder eingeredet. So sehen wir uns allzeit zu ökonomischen Entscheidungen genötigt, die früher gar nicht zu treffen waren - Optionen zuhauf, nur nicht diejenige, aus dem ganzen Spiel auszusteigen. Bei näherem Hinsehen finden sich aber neben Entscheidungen, die unumgänglich sind, auch solche, die es nicht sind. Nur mit der neuen Perspektive auf die Wirtschaft können wir das ausloten. Umwälzungen in der Wissenschaft brauchen Zeit. Meistens funktionieren sie, wie Max Planck es gesagt hat: Die Gegner würden aussterben, und heranwachsende Generationen seien von vornherein mit der neuen Wahrheit vertraut. Das gilt für die Verhaltensökonomie, wie die Forschung über unser reales Verhalten und seine Folgen heißt. Und es gilt für verwandte Felder, auf denen Ökonomen die alte Einfachheit der Modelle und die Sturheit des Establishments über Bord werfen. Sie akzeptieren, wie komplex moderne Wirtschaft ist - dass die Entscheidungen eines Menschen nicht unabhängig von allen anderen erfolgen, sondern oft abhängen von dem, was andere tun. Und dass dadurch dynamische Prozesse entstehen, die zu mehr Wohlstand oder mehr Notstand führen können. Dann kommt es darauf an, die richtigen Weichen zu stellen. Für neue Märkte wie den umweltschonenden Handel mit Emissionsrechten etwa oder auch im Sozialstaat. Junge Wirtschaftsforscher, in der Öffentlichkeit noch kaum bekannt, sehen sich tatsächlich wieder als Weltveränderer. Sie versuchen, konkret und mit Sinn für die Wirklichkeit das Wirtschaften im Detail zu verbessern. Und gleichzeitig erkennen s

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