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Web 2.0 Auswirkungen auf internetbasierte Geschäftsmodelle von Kuhn, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2007
  • Verlag: Diplomica
eBook (PDF)
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Web 2.0

Die ökonomische Bedeutung des Internets hat sich seit seiner Verbreitung stetig gewandelt, aktuell ist der Begriff Web 2.0 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt. Web 2.0 dient als Name für die Evolution beziehungsweise die Veränderung der Natur des Internets. Für Unternehmen mit internetbasierten Geschäftsmodellen ist es somit von hoher Bedeutung, welche Chancen, Möglichkeiten und Gefahren sich hierdurch für ihr Geschäftsmodell ergeben. Daher lautet die konkrete Fragestellung dieses Buches: Auf welche Weise und in welcher Intensität werden internetbasierte Geschäftsmodelle durch ausgewählte Entwicklungen des Web 2.0 beeinflusst? Da Web 2.0 als Sammelbegriff für eine Vielzahl von Veränderungen und Neuerungen steht, ist oft nicht bekannt, was genau dieser Begriff aussagt bzw. beinhaltet. Daher wird in zuerst eine Charakterisierung des Web 2.0 vorgenommen. Hier werden verschiedene Sichten auf Web 2.0, die Grundlagen des Web 2.0 sowie für besonders wichtig erachtete Entwicklungen vorgestellt. Ausgehend von der Annahme, dass verschiedene Geschäftsmodelltypen in unterschiedlicher Art und Weise von den Entwicklungen des Web 2.0 beeinflusst werden können, werden im weiteren Verlauf des Kapitels verschiedene Klassifizierungsmöglichkeiten internetbasierter Geschäftsmodelle dargestellt. Aus dieser Übersicht wird bzgl. der Fragestellung dieser Arbeit die als am besten geeignete Klassifizierung ausgewählt, die in den folgenden Kapiteln verwendet wird. Diese Ergebnisse bilden die Basis für ein theoretisches Modell, das beschreibt, ob und auf welche Weise sich die zuvor unterschiedenen Entwicklungen des Web 2.0 auf die in klassifizierten Typen von Geschäftsmodellen auswirken. Dieses Modell wird anschließend mit Praxisbeispielen erfolgreicher Web 2.0-Unternehmen verglichen. Hier wird untersucht, in wie weit deren Geschäftsmodelle von Web 2.0 beeinflusst werden, und wie sehr dies mit dem entwickelten theoretischen Modell übereinstimmt. Abgerundet wird die Arbeit durch einen sehr umfangreichen Anhang, in dem u. a. detailreichere Informationen zum Web 2.0 und weitere tabellarische Aufbereitungen der erzielten Forschungsergebnisse zu finden sind. Christian Kuhn. Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln. Derzeit tätig im Bereich Process Assurance bei PriceWaterhouseCoopers.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 01.11.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836605366
    Verlag: Diplomica
    Größe: 564 kBytes
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Web 2.0

Textprobe: Kapitel 2.3.4, Online-Anwendung von Programmen: Bereits 1997 ist die Idee diskutiert worden, Software über schnelle Datenleitungen im Internet auszuführen, wahlweise als Java-Applet oder als Web-Applikation, damals über schwergewichtige und funktionsreiche Clients. Dieses Konzept wird im Rahmen des Web 2.0 mit sog Rich Internet Applications (RIAs) wiederaufgegriffen. Als RIAs werden Programme bezeichnet, die online im Browser ausgeführt werden können und dem Nutzer die gleichen Bequemlichkeiten bieten wie Programme, die auf dem heimischen PC installiert sind. Das Unternehmen Macromedia prägte diesen Begriff, um hervorzuheben, dass ihr Programm Flash nicht nur die Auslieferung von multimedialen Inhalten, sondern auch die Benutzerführung über anwenderfreundliche Oberflächen ermöglicht. Durch die Etablierung von AJAX als neuen Standard und bessere Zugangstechnologien für das effiziente Transferieren großer Datenmengen sind RIAs verstärkt in den Vordergrund gerückt. So existieren klassische Office-Programme als reine Internetanwendungen: Writely ist ein Beispiel für die Textverarbeitung, Google Spreadsheets entspricht einer Tabellenkalkulation. Da Software durch diesen Trend vermehrt nicht mehr installiert, sondern nur noch ihre Funktion online aufgerufen werden muss, besteht die Möglichkeit, sie nicht nur etappenweise, sondern ständig inkrementell weiterzuentwickeln. Dieses Konzept des perpetual beta bietet eine große Flexibilität: Neue Funktionen können einfach getestet werden und bei fehlender Wirtschaftlichkeit, Nicht-Inanspruchnahme oder Ablehnung durch den Nutzer schnell wieder entfernt werden. Die Beteiligung des Nutzers ist also wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung von Anwendungen. Dazu bietet RSS neue Möglichkeiten, Internetseiten außerhalb des Browsers darzustellen. Bekannt ist dies vor allem in sog. Newstickern, die ähnlich einem E-Mail-Newsletter eine einfache Distribution von Informationen ermöglichen. Es dient auch als Basis für komplexe Marketinginstrumente, etwa als Bildschirmschoner mit aktuellen Nachrichten oder als Informationskanal bei der Mitarbeiterkommunikation. Die Online-Anwendung von Programmen hat auch weit reichende Auswirkungen auf die Organisation von Arbeit innerhalb von Unternehmen. Da Computerprogramme im Browser ausführbar und damit ortsunabhängig anwendbar sind, wird auch die Arbeit im Unternehmen zunehmend ortsunabhängig. So kann Arbeit in Zukunft flexibler organisiert werden. Kapitel 2.3.5, Erhöhung der Reichweite von Software: Dieses Merkmal bezeichnet die Übertragung des Konzeptes der serviceorientierten Architektur (SOA) auf internetbasierte Programme. SOA ist der Name eines Software-Architekturmusters, das den Aufbau einer Anwendungslandschaft aus einzelnen fachlichen, d.h. geschäftsbezogenen Komponenten beinhaltet. Diese Komponenten sind lose miteinander gekoppelt, indem sie einander ihre Funktionalität in Form von Services anbieten. Ebenso wie die Komponenten einer lokalen Anwendungslandschaft können auf diese Weise vollständige Anwendungen ihre Funktionalität über offen definierte Schnittstellen (APIs) als Web-Applikation im Internet zur Verfügung stellen, so dass andere Programme auf sie zugreifen können. So können Unternehmen, die über besondere Datenbestände verfügen, diese Datenbestände an Dritte kostenlos oder gegen Gebühr weitergeben und auf diese Art weiterverwerten. Zumeist geht der Nutzung eine namentliche Registrierung voraus. Dadurch können die Anbieter derartiger Schnittstellen genau wissen, welche Nutzer zu welcher Zeit welche Funktionen aufrufen. So ist es möglich zu ermitteln, welche Funktionen oft genutzt werden, und wie die eigene Benutzerführung weiter verbessert werden kann. Des Weiteren ist es den Unternehmen auf diese Art möglich, dass ihre Daten als 'de facto Standard' zu einem bestimmten Thema etabliert werden. Damit können die Unternehmen Anerkennung als Marke und dauerhafte Wettbewerbsvorteile

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