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Anleihefinanzierung für den Mittelstand: Finanzierungsinstrumente, Anleihenemission, Risiken und Rating von Walbaum, Joerg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Anleihefinanzierung für den Mittelstand: Finanzierungsinstrumente, Anleihenemission, Risiken und Rating

Dieses Fachbuch setzt sich mit der Frage auseinander, ob sich Anleihen für den Mittelstand dauerhaft etablieren oder ob es sich nur um eine kurzfristige Modeerscheinung wie beispielweise das Standard-Mezzanine-Kapital handelt. Dabei wird analysiert, welche Unternehmen in Deutschland kapitalmarktfähig sind und welche Rechte und Pflichten sowie Kosten mit einer Emission verbunden sind. Weiterhin wird skizziert, welche Arten von Investoren es gibt und welche Risiken generell bei Mittelstandsanleihen bestehen und wie man sie teilweise begrenzt. Da Vertrauen für alle Akteure bei der Etablierung eines neuen Marktsegments sehr wichtig ist, fordern die meisten Mittelstandsbörsen verpflichtend die Erstellung eines Emittentenratings von den Unternehmen. Da das Instrument Rating bereits im Standard-Mezzanine-Markt zum Einsatz gekommen ist und es trotzdem zu hohen Ausfällen kam, wird dieses Instrument hinsichtlich Ratinggrundlagen und Ratingagenturen hinterfragt. Zudem erfolgt eine kritische Würdigung der Ratingqualität. Abschließend erfolgen eine Beurteilung der Finanzierungsoption Anleihe sowie eine Zusammenfassung mit Ausblick.

Joerg F. Walbaum wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren. Nachdem er eine erfolgreiche Banklehre und ein duales Studium an der Frankfurt School of Finance & Management zum diplomierten Bankbetriebswirt abgeschlossen hatte, erfolgte eine erfolgreiche Weiterqualifizierung zum Certified Rating Analyst (Univ.). Zudem hält der Autor einen MBA in 'General Management'. Der Autor verfügt über 19 Jahre Berufserfahrung im Corporate Finance, unter anderem durch seine Tätigkeit im Firmenkundenbereich einer Bank und einer anerkannten Ratingagentur.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 73
    Erscheinungsdatum: 01.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842848238
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 1136kBytes
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Anleihefinanzierung für den Mittelstand: Finanzierungsinstrumente, Anleihenemission, Risiken und Rating

Textprobe: Kapitel 3.3, Mittelstandsfinanzierung im Wandel: Auf Seiten der Kapitalherkunft bei den Banken verändern sich, durch die Modifizierung der Baseler Beschlüsse, zunehmend die Rahmenbedingungen und Strukturen. Die neuerlich in Basel III verankerte stärkere Eigenkapitalunterlegung von Kreditgeschäften und die Einschränkungen der Fristentransformation werden nicht ohne Auswirkungen auf das Angebot an langfristigen Fremdkapitalfinanzierungen bleiben. Nachfolgend wird eine kurze Übersicht über die Ursachen der strukturellen Veränderungen der Kreditwirtschaft gegeben, wie im Kapitel zuvor bereits angerissen. Des Weiteren wird ein Überblick über die Veränderung der regulatorischen Anforderungen der Banken durch Basel III bzw. Auswirkungen auf deren Refinanzierung im Rahmen der Umsetzung von Solvency II skizziert. Daraus abgeleitet werden die zu erwartenden Auswirkungen auf die Fremdkapitalfinanzierung des deutschen Mittelstandes zusammengefasst. 3.3.1, Strukturelle Veränderung der Kreditwirtschaft: Die Kreditwirtschaft wird durch das sogenannte 'Drei-Säulen-Modell' charakterisiert, welches die drei unterschiedlichen Banksektoren beschreibt: die genossenschaftlichen Banken mit ihren Zentralinstituten (DZ Bank und WGZ Bank), die öffentlich-rechtlichen Sparkassen und Landesbanken, sowie die privaten Banken. Traditionell war durch dieses Modell und die daraus resultierende Vielzahl an Banken die Kapitalversorgung über Kredite für deutsche Unternehmen gewährleistet. Der in der Vergangenheit stetig forcierte Wettbewerbsdruck führte zunehmend zu Konsolidierungstendenzen im Bankensektor. Ursächlich hierfür waren im Privatsektor zum einen die Forderungen der Anteilseigner nach immer höheren, international üblichen Renditen und die Neuausrichtung von Geschäftsmodellen einiger Banken, zum anderen das Verschmelzen von Instituten. Der Lebenszyklus der einzelnen geschäftspolitischen Strategien bzgl. der Positionierung von Großbanken erwies sich in der retrospektiven Betrachtung ebenfalls als sehr volatil. Im Sparkassensektor hat der Wegfall der öffentlich-rechtlichen Gewährträgerhaftung zu einer noch stärker betriebswirtschaftlich geprägten Ausrichtung, und damit restriktiveren Kreditvergabe bei einzelnen Instituten geführt. Bei den genossenschaftlichen Banken haben die strukturellen Probleme durch zahlreiche kleine Institute oft zur Ausreizung ihrer Risikotragfähigkeit beigetragen, sodass die Vergabe neuer bzw. die Verlängerung bestehender mittelständischer Kreditlinien moderater ausfiel. Auch die ausgebrochene und anhaltende Fusionswelle führte im Zeitraum ihrer Umsetzung zu einer verhaltenen Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen. Die stetige Verschärfung der regulatorischen Anforderungen und die Auswirkungen der Schuldenkrise führte ebenfalls zu einer Anpassung der Geschäfts- und Risikopolitik der Banken, teilweise zu Lasten mittelständischer Unternehmen. 3.3.2, Auswirkungen Basel III und Solvency II: Die Baseler Beschlüsse legten Anfang der 90er Jahre mit Basel I den Grundstein für die aktuelle Bankenregulierung. Banken mussten danach für jeden ausgegebenen Kredit vier Prozent an Kernkapital und acht Prozent an Gesamtkapital vorhalten. Um der steigenden Bedeutung des Handels- und Derivatengeschäfts und den damit verbundenen gestiegenen Marktrisiken Geltung zu tragen, wurden die Regeln in den Jahren 1995 und 1996 modifiziert. Mit der Einführung von Basel II im Jahre 2007 lag der Fokus auf einer stärkeren Differenzierung der Kapitalanforderungen im klassischen Kreditgeschäft der Banken. Zusätzlich wurden Kapitalanforderungen für operationelle Risiken (betriebliche Risiken) eingeführt. Dabei blieb der Fokus auf den Kapitalanforderungen bei Kreditgeschäften unverändert hoch. Vor der Finanzkrise mussten Banken 80 Prozent des Kapitals für Kreditrisiken, 10 Prozent für Handelsgeschäfte, und 10 Prozent für operationelle Risiken hinterlegen , nachdem Untersuchungen ergeben hatten,

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