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Ausbildung 4.0 Digitale Transformation in der Berufsausbildung gestalten und nutzen

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2019
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (ePUB)
35,99 €
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Ausbildung 4.0

Mehr und mehr Unternehmen steigen aufgrund des Fachkräftemangels bzw. der demografischen Entwicklung als Ausbildungsunternehmen ein. Dabei nehmen neben der traditionellen Vermittlung fachlicher Fähigkeiten Themen wie individuelle Betreuung, Auswahlprozess und Einbindung technischer Ausbildungstools immer mehr Zeit in Anspruch. Dieses Buch bietet im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne wichtige Impulse, die Ausbildungsunternehmen, Ausbilder und ihre Auszubildenden für eine zukünftige und qualitative Ausbildungswelt 4.0 nutzen können. Best-Practice-Beispiele aus Ausbildungsunternehmen zeigen, welche Strategien in Zeiten der Digitalisierung bereits heute Erfolg haben und wie man sich optimal für die Zukunft aufstellt. Inhalte: - Ausbildung heute und morgen: die Entwicklung der Berufsausbildung in einem dynamischen Umfeld - Ausbildung im Spiegel der jungen Zielgruppe - Aktuell: Praxisberichte zu Bewerbergewinnung, Praktika, Auswahl und Förderung von Auszubildenden - Künftig: Praxisberichte zu Digitalisierung, E-Recruiting - Woran der Erfolg künftig gemessen wird Stefan Dietl ist Leiter des Bereichs Ausbildung national/international bei Festo. Er ist jahrelanger Dozent der Haufe Akademie, fachlicher Leiter des schriftlichen Lehrgangs 'Ausbildungsmanagement' bei Haufe und Fachautor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 22.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648132999
    Verlag: Haufe Verlag
    Größe: 10272 kBytes
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Ausbildung 4.0

1 Digitale Transformation in der beruflichen Bildung - Versuch eines Ansatzes für den Ausbildungsalltag

Stefan F. Dietl

"Die Geschwindigkeit wird nie mehr so langsam sein wie heute."
1.1 Ein paar Gedanken vorab

Es ist der 24. Juni 2029. Ariane hat gerade ihre Ausbildung zur AR-Prozessgestalterin (früher: Fachinformatiker) beendet und beschreibt ihren Lebens- und Arbeitsalltag:

"Der Tag muss gut beginnen. Mir ist wichtig, dass ich nicht in einer Tiefschlafphase geweckt werde, da sonst der Tag schon ungünstig anfängt. Daher weckt mich mein Smartphone mit einer entsprechenden App, die meinen Schlaf analysiert. Daten kommen von meinem Schlafanzug, in dem unterschiedliche Sensoren enthalten sind. Nach einem biometrischen Gesichtscheck schlägt mir mein Smartphone ein passendes Frühstück für heute vor, das natürlich meine heutigen Aufgaben - nach einem Abgleich mit meinem online geführten Kalender - berücksichtigt. Ich arbeite zur Hälfte für meinen Hauptarbeitgeber, daneben jeweils noch ein paar Stunden für einen anderen Arbeitgeber und für meine Selbstständigkeit im sozialen Bereich. Mehrere Teilzeitjobs machen das Leben einfach spannender, als einen einzigen Job zu haben und fünf Tage die Woche bis zu acht Stunden nur an einem Thema zu arbeiten - womöglich noch ohne zeitliche und örtliche Flexibilität.

Wenn ich an meine Ausbildung zurückdenke, dann habe ich vieles positiv in Erinnerung: angefangen mit einer virtuellen Betriebserkundung, die uns schon in der siebten Klasse angeboten wurde. Das Auswahlverfahren war eine gute Mischung zwischen online und face-to-face. An den ersten Ausbildungstagen haben wir unsere Chefs kennengelernt - teilweise über Videos, die wir über Airdrop erhalten haben, oder auch über Skype-Konferenzen, wenn sie z. B. gerade im Ausland unterwegs waren.

Besonders mein Ausbilder hat sich enorm für uns eingesetzt. Er hat mit uns persönlich, aber auch virtuell kommuniziert, weswegen wir nach einem Berufsschultag nicht mehr ins Büro gingen, sondern jeder wählen konnte, von wo aus er an der virtuellen Konferenz teilnehmen wollte oder wann er mit dem Ausbilder das nächste Gespräch führen wollte.

Mir fielen in der Berufsschule und in der praktischen Ausbildung einige Themen schwer. Da fand ich es gut, dass wir ein Konzept hatten, das auf jeden Auszubildenden selbst einging, und wir kein Kollektivunterricht bekamen. Damals nannte man die in der Ausbildung verwendete Software 'Lernmanagementsystem' - heute würde ich das eher als 'individualisiertes Lernerlebnis' bezeichnen. In der Ausbildung haben wir viele, damals neue Medien eingesetzt. AR und VR und natürlich die neuesten Notebooks mit biometrischer Entschlüsselung und Zugriff auf alle Laufwerke im Unternehmen. Die ausbildungseigene Cloud hat es uns auch leicht gemacht, mal am Wochenende oder abends Zusatzinformationen für eine Klassenarbeit zu bekommen.

Unsere KI-Software hat uns während der Ausbildung ganz gut kennengelernt und uns nach der Ausbildung bei der Übernahme ins Unternehmen geholfen. Denn sie wusste, was wir gerne machen und was nicht. Die Ergebnisse wurde auch in den Abteilungen genutzt, in denen es offene Stellen gab - und dann hat uns das KI-System sehr gute Empfehlungen geben können. Natürlich haben wir dann noch ein Gespräch geführt, denn einen Algorithmus für 'Sympathie' gab es damals in der KI noch nicht. Ich würde die Ausbildung jederzeit wieder in diesem Unternehmen machen - daher stehe ich auch bei den regelmäßigen Chat-Konferenzen über Apps als Referenzgeberin zur Verfügung."

So weit der Bericht von Ariane.

Als Ausbilder ist man es schon längst gewohnt, dass sich viele Themen durch unterschiedliche Einflüsse im Laufe der Zeit vielschichtig ändern. Mal wurden Prüfungen angepasst, Ausbildungsinhalte entwickeln sich weiter, auch die Jugendlichen ändern sich ode

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