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Bad Virus. Pandemien und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft von Boerse, Jan-Hendrik (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2014
  • Verlag: Science Factory
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Bad Virus. Pandemien und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft

Fachbuch aus dem Jahr 2014 im Fachbereich BWL - Personal und Organisation, , Sprache: Deutsch, Abstract: Treten Pan- oder Epidemien auf, sind die Folgen für die Wirtschaft verheerend. Die Angst vor Ansteckung, Krankheit und Tod verunsichert Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Kunden und Händler. Die Folge: Arbeitsleistung, Nachfrage und BIP sinken, es kommt zu Zahlungsschwierigkeiten. Ist die Seuche so groß, dass die Bevölkerungszahl dezimiert wird und einige Berufsgruppen besonders hart betroffen sind, liegt es an den Unternehmen entsprechende Schritte einzuleiten, um eine solche Krise zu überstehen. Dieses Fachbuch gibt einen Überblick über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Pan- und Epidemien und zeigt, wie ein mögliches Krisenmanagement für Unternehmen und Institutionen aussehen kann. Aus dem Inhalt: Business Continuity Management bei Pandemien Pandemien. Herausforderung für das Risikomanagement von Unternehmen? EHEC 2011. Krisenmanagement im Fall einer Epidemie

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 193
    Erscheinungsdatum: 24.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656844983
    Verlag: Science Factory
    Größe: 1583kBytes
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Bad Virus. Pandemien und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft

3 Pandemien

3.1 Zur Entstehung von Pandemien

Krankheiten und Virusinfektionen, die sich weitläufig ausbreiten, werden ganz allgemein als Seuchen oder Seuchenzug bezeichnet. [79] Die Medizin unterscheidet tierische Seuchen, die sie als Epizootie bezeichnet (z.B. Kaninchenpocken), und Seuchen, die von Mensch zu Mensch übertragen werden. Eine Infektionskrankheit, die von Mensch zu Mensch übertragen wird und im statistischen Mittel genau eine Folgeinfektion bewirkt, wird als Endemie bezeichnet. Dabei verbleibt die Krankheit in der Bevölkerung, breitet sich jedoch nicht weiter aus. Besitzt eine Krankheit indes eine höhere Basisreproduktionsrate als eins, bewirkt also mindestens zwei oder mehr Folgeinfektionen, bezeichnet man sie als Epidemie. Hierbei steigt die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb einer Population zunächst stark an und sinkt später durch das Verhältnis infizierter oder bereits immuner Personen zur Anzahl gesunder Personen wieder ab, bis die Krankheit schließlich ausstirbt. [80] Bis zu einer vollständigen Beendigung kann es zu mehreren Infektionswellen kommen, die im Abstand von mehreren Wochen auftreten. [81]

Der Begriff Pandemie ist aus dem griechischen pan (= alles) und demos (= Volk) abgeleitet und bezeichnet den überregionalen oder sogar globalen Ausbruch einer Krankheit, die Menschen betrifft. [82] Eine solche Krankheit kann sich auch durch Mutation eines tierischen Virus entwickeln, wie es international beispielsweise beim H5N1-Virus befürchtet wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterteilt die Entstehung einer Pandemie deswegen in sechs Phasen: von der Entdeckung eines Virus-Subtyps bei Tieren (Phase 1), der als gefährlich für den Menschen eingeschätzt wird (Phase 2), über die erste Infektion eines Menschen (Phase 3) und die Übertragung von Mensch zu Mensch (Phase 4) bis zur wachsenden Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch (Phase 5) und seiner Ausbreitung in der gesamten Bevölkerung (Phase 6). [83]

Pandemien sind keine Phantomrisiken, sondern bereits seit der Antoninischen Pest (165/167 n. Chr.) tatsächlich belegt. [84] Auch gegenwärtig besteht mit den 38,6 Millionen Menschen, die weltweit mit dem HI-Virus infiziert sind, eine akute Pandemie, deren Verbreitungsgeschwindigkeit jedoch aufgrund des Übertragungsweges verhältnismäßig langsam ist. [85] Bekannte Pandemien der letzten hundert Jahre waren beispielsweise die Spanische Grippe (20-50 Millionen Tote von 1918-1919), die asiatische Grippe (1 Million Tote 1957), die Hong Kong-Grippe (700.000 Tote 1968) und die vielfältigen Formen der Pest mit insgesamt 40 Millionen geschätzten Todesfällen (541, 1347-1352, 1896-1945, 2006), deren Erreger ebenfalls heute noch aktiv sind. [86] Damit forderte allein die Spanische Grippe innerhalb eines Jahres mehr Todesopfer als der erste Weltkrieg in den knapp 5 Jahren zuvor. [87]

Auslöser für derartige Infektionskrankheiten können Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder Prionen [88] sein, die den Organismus durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, über die Atemluft (Tröpfcheninfektion), durch Nahrungsaufnahme, oder den Kontakt zu Tieren und Insekten erreichen und infizieren. Zu diesen Infektionskrankheiten zählen unter anderem Borreliose, Cholera, Milzbrand (Anthrax), Tuberkulose und Typhus, welche über Bakterien übertragen werden, sowie AIDS, Grippe, Pocken und SARS, die durch Viren übertragen werden. Je nach Art der Infektion ist mit einer Inkubationszeit von einem Tag bis zu mehreren Jahren zu rechnen, bis die ersten Symptome erkennbar werden. Der Erreger kann in dieser Zeit durchaus auf andere Personen übertragen werden. Bei vielen Virustypen wird der Patient, sofern er den Verlauf der Krankheit überlebt, immun gegen eine erneute Infektion des g

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