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Besonderheiten bei der Bilanzierung von Profifußballvereinen Dargestellt am Beispiel ausgewählter Abschlussanalysen von Marek, Stephan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.02.2014
  • Verlag: GRIN Verlag
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Besonderheiten bei der Bilanzierung von Profifußballvereinen

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Zunächst erfolgt im ersten Kapitel die Konkretisierung grundlegender Begriffe. Um die Notwendigkeit der bilanziellen Würdigung spezieller Vermögensteile im Lizenzverein aufzuzeigen, wird im Anschluss die wirtschaftliche Entwicklung des europäischen Berufsfußballs betrachtet. Der Vergleich ausgewählter Fußballligen hinsichtlich verschiedener Rechtsformen und die Darstellung der Auswirkungen des Bosman-Urteils auf das Transfersystem in Europa dienen hierbei der Illustration des Sachverhalts. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, findet im dritten Kapitel eine Gegenüberstellung der verbandsrechtlichen und rechtsformspezifischen Rahmenbedingungen statt. In diesem Kontext wird die Konformität der Bestimmungen bezüglich der Nutzbarkeit des Spielervermögens und der Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Publizitätsvorschriften einer als Kapitalgesellschaft ausgegliederten Lizenzspielabteilung untersucht. Die schrittweise Analyse der Bilanzierung des Spielervermögens nach IAS/IFRS im vierten und fünften Kapitel bildet den Schwerpunkt meiner Arbeit, da diese branchenspezifische Besonderheiten aufweist und eine genaue Untersuchung erfordert. Die Bilanzierung dem Grunde nach ist der Gegenstand des vierten Kapitels. Der Betrachtung werden hierbei jeweils Aspekte der abstrakten und konkreten Bilanzierungsfähigkeit zugrunde gelegt. Ebenfalls wird die Erfüllung der Kriterien eines immateriellen Vermögenswertes im Lizenzfußball aufgezeigt und auf externe Erwerbsvorgänge und interne Herstellungsprozesse angewendet. Anhand ausgewählter Szenarien wird im fünften Kapitel der erstmalige Ausweis des wirtschaftlichen Vorteils bewertet und Möglichkeiten verschiedener Abschreibungsmethoden im Berufsfußball erörtert. Die Ausführung endet mit einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung und einem Ausblick.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 55
    Erscheinungsdatum: 03.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656585909
    Verlag: GRIN Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V267824
    Größe: 605kBytes
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Besonderheiten bei der Bilanzierung von Profifußballvereinen

3. Rechtliche Rahmenbedingungen des Verbandes

3.1 Die Lizenzordnung Spieler

Die Lizenzordnung Spieler (LOS) basiert im Wesentlichen auf den FIFA-Transferreglements und impliziert somit ebenfalls die auf dem Bosman-Urteil basierenden Neuerungen. Fakt ist, dass aufgrund der Mitgliedschaft des DFB bei der FIFA alle nationalen Verbände das Regelwerk des Weltverbandes berücksichtigen müssen. [50] Dabei ist die LOS von dem DFB-Reglement zu unterscheiden, welches die Grundlage für Transfervorgänge innerhalb Deutschlands bildet. [51] Der Zuständigkeitsbereich der LOS-Regelungen bezieht sich weitestgehend auf die Erteilung und den Entzug von Lizenzen und Spielberechtigungen. [52] In diesem Zusammenhang macht das Regelwerk mögliche zeitliche Unterschiede hinsichtlich der rechtlichen und sportlichen Nutzbarkeit des Spielervermögens greifbar. Folglich liegt die LOS, in der Fassung vom 21. Dezember 2005, den nachfolgenden Ausführungen im Hinblick auf die Bilanzierung des Spielervermögens zugrunde, wobei die FIFA-Transferreglements im weiteren Verlauf keine Beachtung mehr finden.

3.2 Nutzbarkeit von Spielervermögen

Im Zuge eines Spielertransfers und der damit verbundenen Verfügbarkeit über das Spielervermögen wird zwischen der rechtlichen und sportlichen Nutzbarkeit unterschieden. Da ein Lizenzspieler mit Abschluss des Arbeitsvertrages als Arbeitnehmer zu qualifizieren ist, kann der aufnehmende Lizenzverein das Spielervermögen bereits zu diesem Zeitpunkt rechtlich nutzen. [53] Ferner sind Spieler "für Training und Spiel Weisungen unterworfen, leisten also unselbstständige, fremdbestimmte Arbeit in persönlicher Abhängigkeit." [54] Die rechtliche Nutzbarkeit des Spielervermögens geht zudem aus
6 Nr. 4 LOS hervor, indem der abgeschlossene Arbeitsvertrag eine Einigung zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber enthält, wonach der Lizenzspieler der exklusiven Übertragung seiner Persönlichkeitsrechte an den Lizenzverein zustimmt. Den Gegenstand der Abtretung stellen die technischen Medien und Einrichtungen sowie Multimedia-Anwendungen in jeder Abbildungsform, insbesondere bezüglich der Verbreitung von Bildmaterial an Fernsehanstalten, dar. Des Weiteren bezieht sich diese Vorschrift auf die "Pflichttermine" des Lizenzvereins, denen der Lizenzspieler beiwohnen muss. [55]

Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses verfügt der Verein noch nicht über die notwendige Spielerlaubnis zum Einsatz des Lizenzspielers in der Lizenzmannschaft. Die Teilnahme am Trainingsbetrieb bzw. anderen Veranstaltungen des Vereins bleibt davon jedoch unberührt. Hierbei ist zu beachten, dass dem Lizenzspieler gem.
10 Nr. 2 LOS die Fortzahlung seiner Vergütungen auch dann zusteht, wenn er sich bereits zu diesem Zeitpunkt bei der Erfüllung seiner Vertragspflichten verletzt.

In Abgrenzung zur rechtlichen Nutzbarkeit des Spielervermögens wird im Folgenden die sportliche Nutzbarkeit betrachtet. Diese resultiert aus dem Einsatz des Lizenzspielers in der Lizenzmannschaft des Lizenzvereins. [56] Wie bereits beschrieben, bedarf es der Spielerlaubnis durch die DFL, um den Spieler im Spielbetrieb einsetzen zu können. Im Zuge des schriftlichen Antrages durch den Lizenzverein (gem.
13 Nr. 1 LOS) und der Erfüllung der geforderten Voraussetzungen, wird die DFL die Spielerlaubnis unverzüglich erteilen. Diese Bedingungen entsprechen weitestgehend denen, die der Ligaverband zur Erteilung des Lizenzspielerstatus voraussetzt. Hinzu kommen die Aufnahme des Lizenzspielers in die Transferliste ( 5 Nr. 5 LOS) sowie seine Verpflichtung, zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung und auch in Zukunft nicht über direkte bzw. indirekte Anteile an an

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