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Betriebliche Altersversorgung im Jahresabschluss Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Analysemöglichkeiten in den verschiedenen Durchführungswegen von Pochmann, Günter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2020
  • Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag
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Betriebliche Altersversorgung im Jahresabschluss

Das Thema 'Betriebliche Altersversorgung (bAV)' wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Während sich die Fachliteratur schwerpunktmäßig auf die Darstellung der Bilanzierung und Bewertung von Direktzusagen konzentriert, bietet der Autor hier einen kompakten Überblick über die Rechnungslegung von Altersversorgungsverpflichtungen in den verschiedenen Durchführungswegen. Er beleuchtet neben den internen im Unternehmen geführten Altersversorgungsverpflichtungen auch die Möglichkeiten der externen Auslagerung. Das Buch zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Es gibt ausführliche Erläuterungen zu diesem komplexen Themenbereich und unterstützt durch zahlreiche Abbildungen. Dr. Günter Pochmann, Professor für Betriebswirtschaft, insbesondere Rechnungslegung; Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlands. Der Autor war zuvor tätig bei einer deutschen Großbank, zuletzt im Bereich Controlling Investment Banking.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 179
    Erscheinungsdatum: 13.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783791047706
    Verlag: Schäffer-Poeschel Verlag
    Größe: 9466 kBytes
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Betriebliche Altersversorgung im Jahresabschluss

2 Die betriebliche Altersversorgung

2.1 Begriff

Betriebliche Altersversorgung liegt gem.
1 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG vor, wenn "einem Arbeitnehmer Leistungen der Alters- , Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber zugesagt" werden. 1 Es wird vereinbart, dass ein zukünftiges biometrisches Ereignis (Alter, Invalidität oder Tod) einen Versorgungsanspruch auslösen wird. Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen sich über die Zahlung eines laufenden Entgelts hinaus auf die Zahlung zukünftiger Versorgungsleistungen als Gegenleistung für die vom Arbeitnehmer in seiner aktiven Zeit erbrachten Arbeitsleistungen. Einem Arbeitnehmer werden also Leistungen zugesagt entweder ab dem Zeitpunkt des Erreichens einer bestimmten Altersgrenze als Rente oder im Falle seines Todes als Leistungen an Hinterbliebene oder aber - vor Erreichen der Altersgrenze - Leistungen im Falle von Invalidität. Die ab Renteneintritt gezahlten Beträge sind daher in wirtschaftlicher Betrachtungsweise anteiliger Personalaufwand der einzelnen zurückliegenden Jahre der Betriebszugehörigkeit und als solche verursachungsgerecht zu erfassen.

Deckt eine betriebliche Altersversorgung die drei biometrischen Ereignisse Alter, Invalidität oder Tod ab, kann ein versorgungsberechtigter Arbeitnehmer je nach Situation im Wesentlichen 2 einem der folgenden Fälle (Status) zugeordnet werden:

Aktiver/beschäftigter Arbeitnehmer
mit verfallbarer Anwartschaft 3
Der Arbeitgeber muss Versorgungsleistungen erbringen. Der Arbeitnehmer hat eine Anwartschaft, d. h. den arbeitsrechtlichen Anspruch auf den Barwert künftiger Rentenzahlungen, die er bis zu einem bestimmten Stichtag erdient hat. Der Arbeitnehmer würde jedoch im Falle eines Ausscheidens seine Ansprüche verlieren.

mit unverfallbarer Anwartschaft
Der Arbeitgeber muss zukünftig Versorgungsleistungen erbringen. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf den Barwert künftiger Zahlungen, die er bis zu einem bestimmten Stichtag erdient hat.

Ausgeschiedener Arbeitnehmer
ohne Anwartschaft
Der Arbeitgeber kann das bisher gebildete Versorgungskapital anderweitig verwenden. (Die im Falle der Direktzusage gebildete Rückstellung wird aufgelöst.)

mit unverfallbarer Anwartschaft
Der Arbeitgeber muss Altersversorgungsleistungen anpassen, insbesondere aufzinsen. Der ausgeschiedene Arbeitnehmer hat Anspruch auf den Barwert künftiger Zahlungen, die er bis zum Zeitpunkt seines Ausscheidens erdient hat.

Der Arbeitnehmer hat die Altersgrenze erreicht (Altersrentner)
Der Arbeitgeber muss eine Altersrente auszahlen. Der Betriebsrentner hat Anspruch auf den Barwert künftiger Rentenzahlungen.
Der Arbeitnehmer ist invalide geworden (Invalidenrentner)
Der Arbeitgeber muss eine Invalidenrente auszahlen und eine Altersrente weiter ansparen.
Der Arbeitnehmer ist verstorben und hinterlässt anspruchsberechtigte Hinterbliebene
Der Arbeitgeber muss (entweder in der Anwartschafts- oder in der Rentenphase) eine Hinterbliebenenrente auszahlen.
Abbildung 2-1 versucht, die wesentlichen möglichen Statuswechsel grafisch aufzuzeigen:

Abb. 2-1: Wesentliche mögliche Statuswechsel eines Versorgungsberechtigten

Wie in den vorgenannten Fällen bereits deutlich wurde, ist es sachgerecht, den zeitlichen Bezugsrahmen der betrieblichen Altersversorgung in den Zeitraum der Anwartschaft sowie den Zeitraum des Leistungsbezugs (Rentenphase) zu unterteilen. Abbildung 2-2 verdeutlicht diese Trennung der beiden Phasen im Hinblick auf die

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