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BWL im Mittelstand Grundlagen - Besonderheiten - Entwicklungen

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2015
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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BWL im Mittelstand

Obwohl häufig über Geschäftsmodelle diskutiert wird, sind Terminologie, Wirkungsweise und Erfolgswirkung dieses Konstrukts bisher weitgehend unklar. Seit den 'hidden champions' von Hermann Simon wird die gezielte Frage nach den Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen gestellt. Der Gestaltung und zielgerichteten Lenkung von Geschäftsmodellen durch das Management kommt hier besondere Bedeutung zu. Das vorliegende Buch gibt einen konzeptionell und theoretisch fundierten Überblick über Geschäftsmodelle im Mittelstand. Auf Basis qualitativer Interviews mit 40 mittelständischen Unternehmen werden individuelle Geschäftsmodelle im Hinblick auf übergreifende Muster überprüft, die letztendlich Unterschiede zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen mittelständischen Unternehmen ableitbar machen.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Becker ist Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung und Controlling an der Universität Bamberg und leitet das dortige Deloitte Mittelstandsinstitut. Dr. Patrick Ulrich ist Habilitand und Projektleiter am genannten Institut.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 838
    Erscheinungsdatum: 21.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170236042
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 8098 kBytes
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BWL im Mittelstand

1.2 Unternehmertum, Entrepreneurship und Innovation

1.2.1 Unternehmertum in Mittelstands- und Familienunternehmen: Inhalt, Rahmenbedingungen und Erfolgsrelevanz

Jörg Freiling und Steffen Großmann

1 Einführung
2 Unternehmertum - eine begriffliche Annäherung
2.1 Unternehmertum als "Entrepreneurial Orientation"
2.2 Unternehmertum als Ausübung von Unternehmerfunktionen
3 Unternehmertum in Mittelstandsbetrieben
3.1 Das (unternehmerische) Profil von Mittelstandsbetrieben
3.2 Die Wahrnehmung von Unternehmerfunktionen im Mittelstand
4 Besonderheiten zum Unternehmertum in Familienunternehmen
5 Erfolgswirkungen von Unternehmertum
Literatur 1 Einführung

Unternehmertum ist ein Begriff mit zahlreichen, verschiedenen Bedeutungen. Nicht selten wird er - vor allem in Form seines englischen Pendants Entrepreneurship - auf Start-up-Unternehmen bezogen, in denen gänzlich neue Ideen erprobt werden. Dementsprechend sind Unternehmer Menschen, die in einer unsicheren Umwelt (Zimmerer und Scarborough, 2008) ein neues Unternehmen erschaffen. Auf Unternehmertum als Charakteristikum und Denkhaltung wird jedoch auch regelmäßig zurückgegriffen, wenn es um die Charakterisierung mittelständischer Unternehmen geht. Bereits in der klassischen Wirtschaftstheorie wird Unternehmertum auf das proaktive und kreative Verhalten von Menschen bezogen (zu einem Überblick: Hébert und Link, 1988; Freiling, 2006). Dies gilt insb., aber bei weitem nicht nur für das Verhalten von Unternehmenseigentümern, sondern auch für das Handeln unternehmerisch denkender Menschen in Betrieben - und deren unmittelbarem Umfeld.

Um die Erfolgsrelevanz von Unternehmertum in Mittelstands- und Familienunternehmen herauszustellen, wird im Folgenden zunächst eine begriffliche Annäherung an den Begriff des Unternehmertums erfolgen. Aufbauend auf dieses Grundverständnis des Charakters unternehmerischen Verhaltens, wird dann die konkrete Ausprägung von Unternehmertum in Mittelstands- und Familienunternehmen anhand von Unternehmerfunktionen betrachtet. Im Anschluss können so die Erfolgswirkungen von Unternehmertum beschrieben werden.
2 Unternehmertum - eine begriffliche Annäherung

Die Unternehmertum-Forschung hält unterschiedliche Ansätze bereit, das Phänomen Unternehmertum zu verstehen. Man kann grob zwei unterschiedliche Auffassungsweisen voneinander trennen: (a) Unternehmertum als Denkweise, was dann in die "entrepreneurial orientation" i. S. v. Lumpkin und Dess (1996) einmündet, und (b) Unternehmertum als Handlungskonzept, was dann in die Ausübung sog. "Unternehmerfunktionen" (z. B. Schumpeter, 1912; Kirzner, 1973) mündet. Nachfolgend werden beide Konzepte kurz vorgestellt, um eine Auswahlentscheidung für den weiteren Verlauf des Beitrags vorzubereiten.
2.1 Unternehmertum als "Entrepreneurial Orientation"

Unternehmertum als "entrepreneurial orientation" zielt als Denkweise vor allem auf Prozesse, Aktionen, Praktiken und Entscheidungsstile in Unternehmen, die sich deutlich von anderen Stilen unterscheiden. Sie manifestiert sich damit im Denken und Handeln von Personen mit Entscheidungsbefugnis. Der Stil ist nach Lumpkin und Dess (1996) durch fünf Merkmale geprägt:

- Autonomie (autonomy),

- Innovativität (innovativeness),

- Risikoübernahme (risk taking),

- Proaktivität (proactiveness) und

- Aggressivität im Wettbewerb (competitive aggressiveness).

Dass die fünf Merkmale n

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