text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Credit Default Swaps und Informationsgehalt von Wagner, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2008
  • Verlag: Gabler
eBook (PDF)
46,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Credit Default Swaps und Informationsgehalt

Eva Wagner untersucht umfassend den Informationsgehalt von Credit Default Swap (CDS) und stellt ihn dem Informationsgehalt anderer etablierter Märkte, auf denen das Kreditrisiko relevant ist, sowie dem des externen Rating gegenüber.

Die Arbeit wurde mit dem Genossenschaftsstiftungspreis Dr. Pfeifauf 2007 der VKB Bank, dem VÖWA Wissenschaftspreis 2008 (Verband Österreichischer Wirtschaftsakademiker, Landesgruppe Oberösterreich) und dem Dr. Ludwig Scharinger Preis der Raiffeisenlandsbank Oberösterreich ausgezeichnet.

Dr. Eva Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für betriebliche Finanzwirtschaft der Johannes-Kepler-Universität Linz.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 161
    Erscheinungsdatum: 19.09.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834998699
    Verlag: Gabler
    Größe: 2126 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Credit Default Swaps und Informationsgehalt

5 Externes Rating, CDS und Informationseffizienz (S. 32-33)

5.1 Einführung

Die erklärte Aufgabe von Credit Ratings ist es, das Bonitätsrisiko von Schuldtiteln aus Investorensicht zu messen. Bei gehandelten Wertpapieren wird das Bonitätsrisiko auch am Markt bewertet und kann in Form der Bonitätsrisikoprämie isoliert werden196 bzw. entspricht dieses theoretisch der CDS-Prämie. Externe Ratings spiegeln die Einschätzung der Ausfallrisiken einzelner Emittenten oder einzelner Schuldtitel durch Ratingagenturen wider, beim Credit Default Swap ist der Transfer des Ausfallrisikos einer Kreditposition zwischen den Vertragsparteien das zentrale Element. Insofern bieten sich die durch den CDS-Markt hervorgebrachten Konditionsvereinbarungen - welche eine objektive(re) und adäquate Bepreisung des Ausfallrisikos implizieren197 - in Form der CDS-Prämien an, die interessierende Ausfallkomponente direkt zu messen.

"This [the CDS spread, Anm.d.V.] provides a direct measure of credit risk for the underlying reference entity from a very liquid market".199 In diesem Kapitel wird vorweg eine . nanzierungstheoretische Betrachtung des Rating vorgenommen (Kapitel 5.2), danach erfolgt eine De. nition sowie Erläuterungen der Funktionen des Ratings (Kapitel 5.3) sowie eine kurze Diskussion der vorgebrachten Kritik an den Ratingagenturen (Kapitel 5.4). Anschließend steht der Informationswert des Ratings im Zentrum (Kapitel 5.5), welcher im Kontext des Aktienmarktes (Kapitel 5.6) und Anleihemarktes (Kapitel 5.7) diskutiert wird. Schließlich wird der Informationswert des Credit Ratings dem des Credit Default Swap bzw. dem des CDS-Spread gegenübergestellt und ein Resümee gezogen (Kapitel 5.8).

5.2 Finanzierungstheorie und Rating

Am Beginn der Analyse des Informationswertes von Ratings steht die Analyse der Informationseffizienz und damit die Vollkommenheit bzw. Unvollkommenheit der (Anleihe-)Märkte, auf denen Ratingagenturen Informationen produzieren. Die neoklassische Finanzierungstheorie vermag aufgrund der zugrunde liegenden restriktiven Annahmen die Existenz von Ratingagenturen bzw. die Bedeutung von Ratings nicht erklären. Auf vollkommen informationsef. zienten Märkten bei kostenloser Informationsbeschaffung kann keine Informationsfunktion vom Rating ausgehen, weil Informationsef. zienz per Annahme vorhanden ist.

Insofern kann das Rating nur von Nutzen sein, wenn kein vollkommener bzw. kein vollkommen informationseffizienter Markt vorliegt.202 Ratingverfahren, die auf der alleinigen Verwendung veröffentlichter Fundamentaldaten basieren, können nur bei Vorliegen schwacher Informationsef. zienz im Sinne von Fama203 noch nicht in Kursen enthaltene Informationen darstellen.204 Aufgrund dieser "kategorialen Unvereinbarkeit" erscheint eine erweiterte Betrachtung - über die Annahmen friktions- und kostenlos funktionierender Märkte und symmetrischer Informationsverteilung hinaus - als angebracht. Insbesondere sind die Auswirkungen ungleich verteilter Informationen von Vertragspartnern explizit zu betrachten.

Im Rahmen der neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie - und im Besonderen im Rahmen der Agency-Theorie - kann die Existenz von Finanzintermediären und damit die von Ratingagenturen erklärt werden. Ratingagenturen, deren Kernfunktion in der "Versorgung" der Kapitalgeber mit (preislich relevanten) Informationen zu sehen ist, sind dann dazu geeignet, die Transparenz der Märkte zu erhöhen und somit zu einer Vervollkommnung beizutragen.

Durch den Abbau bestehender Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgeber und -nehmer sowie weiterer charakteristischer Funktionsmerkmale können Ratingagenturen letztlich Agency-Kosten mindern und die Finanzierungskosten von Unternehmen senken. Die Ratingagenturen messen ihren Rating-Urteilen auch ef. zienzsteigernde Wirkung bei: "Credit ratings and research help investors analyse the credit ri

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen