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Das EDGAR-System der SEC und seine Bedeutung für die Heranziehung von Rechnungslegungsinformationen von Branahl, Sven (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.05.2012
  • Verlag: Examicus Verlag
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Das EDGAR-System der SEC und seine Bedeutung für die Heranziehung von Rechnungslegungsinformationen

Diplomarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 2.3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: In den USA wird die externe Rechnungslegung maßgeblich durch die Strukturen und Vorschriften des weltweit größten nationalen Kapitalmarktes bestimmt. Sein Einfluß auf die Rechnungslegung wird durch die Tatsache unterstrichen, daß außer den für den Wertpapiermarkt geltenden Gesetzen keine weiteren Gesetzesgrundlagen für die Erlassung von Rechnungslegungsnormen existieren. Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Bereitstellung von Rechnungslegungsinformationen. Durch die Verlautbarungen des Financial Accounting Standards Board (FASB), insbesondere des SFAC No. 1, wird die finanzielle Berichterstattung als ein Ziel der externen Rechnungslegung festgelegt. Die Informationsbedürfnisse der aktuellen und potentiellen Kapitalgeber sollen in Form einer adäquaten Informationsvermittlung befriedigt werden. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob es Möglichkeiten für eine effiziente finanzielle Berichterstattung gibt, die durch die Gesetzgebung vorgegeben werden können. Ziel dieser Arbeit ist es, die Funktionsweise und Effizienz eines elektronischen Informationssystems zu untersuchen, das durch die Securities and Exchange Commission entwickelt worden ist. Zu diesem Zweck wird im zweiten Kapitel zunächst auf die Entstehung der kapitalmarktrechtlichen Gesetzgebung sowie der Securities and Exchange Commission eingegangen. Anhand der konkreten Publizitätspflichten soll versucht werden, den Umfang der geforderten Berichterstattung zu verdeutlichen. Im anschließenden Kapitel wird auf die spezielle Möglichkeit der breiten Veröffentlichung von Information durch Datenbanken eingegangen. Neben der Beschreibung des Aufbaus und der Funktionsweise von Datenbanken beschäftigt sich das Kapitel mit der Eignung dieser Systeme zur Informationsverbreitung und ihrer allgemeinen Wirkung in bezug auf die Publizität. Gegenstand des vierten Kapitels ist die Betrachtung des Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval System (EDGAR) der Securities and Ex-change Commission. Dabei soll neben der Entwicklung und der Funktionsweise auch die Art und Weise untersucht werden, mit der das System die Bereitstellung von Rechnungslegungsinformationen leistet. Das abschließende fünfte Kapitel analysiert die Auswirkungen des Systems. Zusätzlich soll eine kritische Beurteilung stattfinden, die neben den Vorteilen Problembereiche und mögliche Verbesserungen aufgreift. [...]

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 66
    Erscheinungsdatum: 07.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656996224
    Verlag: Examicus Verlag
    Serie: Akademische Schriftenreihe Bd.V185111
    Größe: 479kBytes
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Das EDGAR-System der SEC und seine Bedeutung für die Heranziehung von Rechnungslegungsinformationen

3 Publizität durch Datenbanken

3.1 Begriffliche Grundlagen

3.1.1 Publizitätsbegriff

Als Publizität wird die "allgemein zugängliche Bekanntmachung von Signalen, Nachrichten und Informationen" [63] verstanden. Bezogen auf die Unternehmung ist damit die regelmäßige Veröffentlichung wirtschaftlicher Einzelheiten oder anderer spezifischer Unternehmensdaten gemeint. [64]

Eine gesetzlich geregelte oder auch freiwillige Publizität dient zum Abbau von asymmetrischen Informationsverteilungen unter den Marktteilnehmern und trägt somit zu einer höheren Informationseffizienz der Märkte bei. [65] Denn nur auf einem informationseffizienten Kapitalmarkt ist es gewährleistet, daß alle Investoren zur gleichen Zeit über dieselben Informationen verfügen. [66] Durch eine nun "einheitliche Erwartungsbildung [...] reflektieren die Marktpreise (Wertpapierkurse) ohne Verzögerung (d. h. die Anleger disponieren sofort) und vollständig alle relevanten Informationen" [67] . Eine Erhöhung der Markttransparenz soll die Investoren in die Lage versetzen, ihr Kapital in diejenigen Anlageformen zu lenken, die ihnen objektiv den größten Nutzen bringen. [68]

Dagegen können Informationsvorsprünge gegenüber der Konkurrenz zu individuelle Handlungen führen, die von Insidern ausschließlich zu einer Erhöhung des eigenen Einkommens genutzt werden. [69] Als Insiderhandel werden Geschäfte bezeichnet, die auf der Grundlage von unveröffentlichten, extrem kursbeeinflussenden Informationen abgeschlossen werden können, bevor diese am Markt überhaupt bekannt werden. [70] So entstehen falsche Marktpreise, die andere am Markt agierende Teilnehmer schädigen und u. U. Handlungen verhindern, die sonst zu einem durchaus positiven Nutzen für alle Teilnehmer geführt hätten. [71]

Von dem o. g. Publizitätsbegriff läßt sich die Ad-hoc Publizität unterscheiden. Börsennotierte Unternehmen sind hierdurch zusätzlich verpflichtet, sämtliche kursrelevanten Informationen unverzüglich zu veröffentlichen. [72] Neben den o. g. Auswirkungen auf die Informationseffizienz der Märkte werden die Marktteilnehmer hier besonders vor dem Insiderhandel geschützt.

3.1.2 Datenbanken

Eine Datenbank ist eine strukturierte Datensammlung, die es dem Anwender ermöglicht, selektiv auf einzelne Komponenten und Informationen zuzugreifen bzw. diese nach bestimmten Kriterien zu sortieren. [73]

Sie entwickelten sich aus der Notwendigkeit der Speicherung großer Datenmengen. Bis in die achtziger Jahre hinein speicherten und archivierten Unternehmen und Behörden ihre Daten ausschließlich in schriftlicher Form. Später wurden Dokumente und Akten verfilmt oder als Mikrofiche archiviert. Diese Art der Aufbewahrung beansprucht allerdings enorme räumliche und zeitliche Kapazitäten und verursacht zudem hohe Kosten. Preiswerter und schneller ist eine elektronische Verarbeitung und Speicherung aller Daten, die durch eine verbesserte Computertechnologie möglich wurde.

Datenbanken lassen sich nach der Art ihrer Nutzer differenzieren. Offene Datenbanken stehen grundsätzlich jedem, kostenlos oder gegen Gebühr, zur Verfügung. Im Gegensatz zu den geschlossenen Datenbanken, die einem beschränkten Personenkreis bestimmte Informationen und Leistungen zugänglich machen, enthalten die offenen Datenbanken allgemeine, umfassende oder spezielle Informationen auf einer breiten Basis. [74]

Der interne oder

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