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Generation Z Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt von Scholz, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.11.2014
  • Verlag: Wiley-VCH
eBook (ePUB)
17,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Generation Z

B. Das Leben der Generation Z: Der ganz alltägliche Wahnsinn Um die Eigenschaften der Generation Z herauszuarbeiten, ist es hilfreich, sich die Einflüsse und die Umweltbedingungen näher anzuschauen, mit denen die junge Generation konfrontiert ist. Denn egal, von welcher Entwicklungstheorie man ausgeht: Immer werden Menschen von äußeren Bedingungen beeinflusst und von Schlüsselereignissen geprägt. So ist es - wie bereits skizziert - ein Unterschied, ob man die Ermordung von John F. Kennedy und die Mondlandung in seinem Gedächtnis mit sich trägt oder den Einsturz der Twin-Towers in New York und das erste YouTube Video von Justin Bieber. Gerade Jugendliche, die naturgemäß noch kein verfestigtes Bild von der Welt haben können und dementsprechend auch noch keine starren Antworten liefern, nehmen dementsprechend viele Impulse auf, verarbeiten sie alleine, im Freundeskreis und auch über die sozialen Medien, um dann ihre Konsequenzen daraus zu ziehen. Helikopter-Eltern und abgehobene Politiker Wenn Emily in den Medien Beschreibungen ihrer Generation wie "Kuschel-Kohorte", "Wollen die auch arbeiten?", "Verwöhnt oder verwirrt", "Zwischen Lust- und Leidensdruck" und "Vorbild Pippi Langstrumpf" liest, kann sie nur zustimmen: Emily ist ganz bewusst Vertreterin einer neuen Denkhaltung, die man mit "Generation Z" beschreiben kann. Und Emily ist stolz darauf.
Fangen wir mit den Eltern an: Sie prägen. Vom ersten Blick des Babys an beginnt ein Ausrichten auf die Eltern. Diesen Vorgang der Prägung einschließlich der sukzessiven Abwendung gibt es bei den Tieren ebenso wie beim Menschen. Die Betreuung der Generation Z durch ihre Eltern entspricht dabei eher der Natur der Kaiserpinguine und Orang-Utans (intensive Betreuung) als der Natur von Schildkröten und Haien (wenig Betreuung). Die behütete Generation Anders als die Babyboomer, wird die Generation Z von ihren Eltern weitestgehend behütet. Egal ob Spielgruppe, Kindergarten, Schule, Ausbildung, Hochschule oder Berufseinstieg: Die Eltern der Generation Z kümmern sich intensiv um ihre Kinder. Dabei treten nicht nur ehrgeizige Mütter ("Eislauf-Muttis" oder im Englischen "Soccer-Moms") auf den Plan, sondern in einem Rund-Um-Sorglos-Paket immer mehr auch die Väter. - - - - - - - - - - Als Helikopter-Eltern umschwirren Väter und Mütter ihre Generation Z, die das als gut empfindet. - - - - - - - - - -
Bei den Babyboomern hatten die Eltern - sofern überhaupt beide in Erscheinung traten - weder Zeit noch Interesse daran, ihre Kinder umfassend zu beschirmen. Bei der Generation X hatten die Kinder absolut kein Interesse daran, auch nur im Entferntesten irgendwie mit ihren Eltern gesehen zu werden: Das wäre nur peinlich gewesen. Bei der Generation Y fehlte den Eltern der Bezug zur neuen digitalen Welt. Aber bei der Generation Z ist alles anders: Sie will behütet sein und sieht dieses Behütetwerden als Normalzustand an. Zudem spielen Eltern gerne diese Rolle: Sie wollen dabei entweder ihrem eigenen Leistungsstreben folgen (Generation Y) oder die Fürsorge nachholen, die sie selber nicht gespürt haben (Generation X). Eigentlich fehlen noch die Babyboomer als Helikopter-Großeltern, die mit ihren Enkelinnen zum Miley Cyrus Konzert gehen und ihnen das Popcorn kaufen. Schön für die Generation Z ist eine Mutter, die beim Arbeitgeber ihrer eigentlich schon erwachsenen Tochter aus der Generation Z anruft und diese entschuldigt, weil sie wegen akuter Überforderung nicht zur Arbeit kommen kann. Inzwischen richten sich Unternehmen darauf ein, dass potenzielle Mitarbeiter ihre Eltern mitbringen: Sie sitzen nicht nur brav vor der Tür des Besprechungszimmers, sie wollen sogar mitsprechen. So berichtet das Wall Street Journal davon, dass Eltern nicht nur maßgeblich bei Bewerbungsschreiben helfen und zu Bewerbungsgesprächen (8 Prozent) mitkommen, allerdings nur im Ausnah

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 03.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783527692620
    Verlag: Wiley-VCH
    Größe: 420 kBytes
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Generation Z

B. Das Leben der Generation Z: Der ganz alltägliche Wahnsinn

Um die Eigenschaften der Generation Z herauszuarbeiten, ist es hilfreich, sich die Einflüsse und die Umweltbedingungen näher anzuschauen, mit denen die junge Generation konfrontiert ist. Denn egal, von welcher Entwicklungstheorie man ausgeht: Immer werden Menschen von äußeren Bedingungen beeinflusst und von Schlüsselereignissen geprägt. So ist es - wie bereits skizziert - ein Unterschied, ob man die Ermordung von John F. Kennedy und die Mondlandung in seinem Gedächtnis mit sich trägt oder den Einsturz der Twin-Towers in New York und das erste YouTube Video von Justin Bieber. Gerade Jugendliche, die naturgemäß noch kein verfestigtes Bild von der Welt haben können und dementsprechend auch noch keine starren Antworten liefern, nehmen dementsprechend viele Impulse auf, verarbeiten sie alleine, im Freundeskreis und auch über die sozialen Medien, um dann ihre Konsequenzen daraus zu ziehen.
Helikopter-Eltern und abgehobene Politiker
Wenn Emily in den Medien Beschreibungen ihrer Generation wie "Kuschel-Kohorte", "Wollen die auch arbeiten?", "Verwöhnt oder verwirrt", "Zwischen Lust- und Leidensdruck" und "Vorbild Pippi Langstrumpf" liest, kann sie nur zustimmen: Emily ist ganz bewusst Vertreterin einer neuen Denkhaltung, die man mit "Generation Z" beschreiben kann. Und Emily ist stolz darauf.
Fangen wir mit den Eltern an: Sie prägen. Vom ersten Blick des Babys an beginnt ein Ausrichten auf die Eltern. Diesen Vorgang der Prägung einschließlich der sukzessiven Abwendung gibt es bei den Tieren ebenso wie beim Menschen. Die Betreuung der Generation Z durch ihre Eltern entspricht dabei eher der Natur der Kaiserpinguine und Orang-Utans (intensive Betreuung) als der Natur von Schildkröten und Haien (wenig Betreuung).
Die behütete Generation

Anders als die Babyboomer, wird die Generation Z von ihren Eltern weitestgehend behütet. Egal ob Spielgruppe, Kindergarten, Schule, Ausbildung, Hochschule oder Berufseinstieg: Die Eltern der Generation Z kümmern sich intensiv um ihre Kinder. Dabei treten nicht nur ehrgeizige Mütter ("Eislauf-Muttis" oder im Englischen "Soccer-Moms") auf den Plan, sondern in einem Rund-Um-Sorglos-Paket immer mehr auch die Väter.
- - - - - - - - - - Als Helikopter-Eltern umschwirren Väter und Mütter ihre Generation Z, die das als gut empfindet. - - - - - - - - - -
Bei den Babyboomern hatten die Eltern - sofern überhaupt beide in Erscheinung traten - weder Zeit noch Interesse daran, ihre Kinder umfassend zu beschirmen. Bei der Generation X hatten die Kinder absolut kein Interesse daran, auch nur im Entferntesten irgendwie mit ihren Eltern gesehen zu werden: Das wäre nur peinlich gewesen. Bei der Generation Y fehlte den Eltern der Bezug zur neuen digitalen Welt. Aber bei der Generation Z ist alles anders: Sie will behütet sein und sieht dieses Behütetwerden als Normalzustand an. Zudem spielen Eltern gerne diese Rolle: Sie wollen dabei entweder ihrem eigenen Leistungsstreben folgen (Generation Y) oder die Fürsorge nachholen, die sie selber nicht gespürt haben (Generation X). Eigentlich fehlen noch die Babyboomer als Helikopter-Großeltern, die mit ihren Enkelinnen zum Miley Cyrus Konzert gehen und ihnen das Popcorn kaufen.

Schön für die Generation Z ist eine Mutter, die beim Arbeitgeber ihrer eigentlich schon erwachsenen Tochter aus der Generation Z anruft und diese entschuldigt, weil sie wegen akuter Überforderung nicht zur Arbeit kommen kann. Inzwischen richten sich Unternehmen darauf ein, dass potenzielle Mitarbeiter ihre Eltern mitbringen: Sie sitzen nicht nur brav vor der Tür des Besprechungszimmers, sie wollen sogar mitsprechen. So berichtet das Wall Street Journal davon, dass Eltern nicht nur maßgeblich bei Bewerbungsschreiben helfen und zu Bewerbungsgesprächen (8 Prozent) mitkommen, allerdings nur im Ausnah

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