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Geschäftsmodelle im Mittelstand von Becker, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.09.2013
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
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Geschäftsmodelle im Mittelstand

Obwohl häufig über Geschäftsmodelle diskutiert wird, sind Terminologie, Wirkungsweise und Erfolgswirkung dieses Konstrukts bisher weitgehend unklar. Seit den 'hidden champions' von Hermann Simon wird die gezielte Frage nach den Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen gestellt. Der Gestaltung und zielgerichteten Lenkung von Geschäftsmodellen durch das Management kommt hier besondere Bedeutung zu. Das vorliegende Buch gibt einen konzeptionell und theoretisch fundierten Überblick über Geschäftsmodelle im Mittelstand. Auf Basis qualitativer Interviews mit 40 mittelständischen Unternehmen werden individuelle Geschäftsmodelle im Hinblick auf übergreifende Muster überprüft, die letztendlich Unterschiede zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen mittelständischen Unternehmen ableitbar machen.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Becker lehrt Betriebswirtschaftslehre, insbes. Unternehmensführung und Controlling und leitet das Deloitte Mittelstandsinstitut an der Universität Bamberg. Dr. Patrick Ulrich ist Projektleiter am genannten Institut.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 148
    Erscheinungsdatum: 26.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170240520
    Verlag: Kohlhammer
    Größe: 10203 kBytes
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Geschäftsmodelle im Mittelstand

2 Studiendesign

Im nachfolgenden Kapitel werden die angewandte Forschungsmethodik (Kapitel 2.1), Aufbau und Durchführung der Interviews (Kapitel 2.2) sowie die Charakterisierung der Probanden (Kapitel 2.3) aufgezeigt.
2.1 Forschungsmethodik

Bisher fand die Frage nach einem Geschäftsmodellkonzept wenig wissenschaftliche Beachtung. Dies betrifft insbesondere die Ermittlung von Schlüsselfaktoren erfolgreicher Mittelständler sowie die Frage, ob konstituierende Charakteristika mittelständischer Unternehmen Einfluss auf die erfolgreiche Gestaltung von Geschäftsmodellen haben.

Der Mangel an wissenschaftlichen Vorarbeiten auf diesem Gebiet der Forschung gibt Anlass, sich nicht mittels quantitativer Untersuchungen sondern mit Hilfe qualitativer Forschungsmethoden den oben genannten Fragestellungen zu nähern.

Quantitative Forschungsmethoden ermöglichen nur in unzureichendem Maße eine Offenlegung von Kausalstrukturen. Individuelle Kausalstrukturen können in Form von qualitativen Forschungsdesigns aufgezeigt werden, in ihrer Tiefenstruktur analysiert werden und Möglichkeiten für die Ableitung von Empfehlungen und Tendenzaussagen geben.

In diesem Zusammenhang gilt also der qualitative Forschungsansatz nach Bortz/Döring (2002, S. 295ff.) als besonders geeignet. Eine besondere Form wird anhand der Grounded Theory Methodology (GTM) zum Ausdruck gebracht (vgl. Mruck/Mey (2009), S. 32ff.). Allerdings wird innerhalb der vorliegenden Forschungsarbeiten nicht auf diese Theorie Bezug genommen, da diese eine Theoriebildung zum Ziel hat. Der vorliegende Bericht soll aber gerade nicht nur Theorie, sondern vielmehr eine Brücke zwischen theoretischen Gedankengut und den Erfahrungen der Praxis schlagen (vgl . Mruck/Mey (2009), S. 34).

Die Auswertung qualitativer Befragungen erfolgt auf Basis der Methode des ständigen Vergleichens. Es liegt folglich ein analytischer Prozess, der auf Mitteln und Verfahren einer systematischen Konzeptionalisierung und auf einem Kodierparadigma basiert, vor (vgl. Strübing (2008), S. 18ff.). Weiterhin werden die Hauptinformationen auf Grundlage der empirischen Forschungen erhoben. Gleichzeitig wird ex-ante eine bestimmte theoretische Perspektive festgelegt. Folglich kann die Gewinnung neuer Erkenntnisse, die auf dem empirischen Material basiert, unter Umständen eingeschränkt werden (vgl. Strübing (2008), S. 58).

Aus theoretischer Perspektive beschäftigt sich die vorliegende Abhandlung mit dem Gebiet "Betriebswirtschafslehre mittelständischer Unternehmen" und "Konzeptionalisierung von Geschäftsmodellen". Das qualitative Forschungsdesign kann anhand der Methodik einer Fallstudie am ehesten beschrieben werden. Im Folgenden wird verdeutlicht, welche Merkmale die Fallstudie aus empirischer Sicht aufzeigt.

Die Untersuchung eines Phänomens oder Konstrukts steht im Mittelpunkt einer Fallstudienuntersuchung (vgl. Seider (2006), S. 215). Nach Yin (2003, S. 12ff.; S. 86) kommen verschiedene Datenquellen für Fallstudien in Betracht. Dies sind Beobachtungen, Dokumente und Interviews. Fallstudien ermöglichen ein verbessertes Verständnis relevanter Zusammenhänge. Folglich leisten sie einen Beitrag zur Erklärung der untersuchten Phänomene.

Die vorliegende Untersuchung orientiert sich an einem sechsstufigen Prozess, der aus methodischer Perspektive für die Fallstudienuntersuchung gewählt wird (vgl. Eisenhardt (1989)). In der zweiten Phase werden die Fallstudienunternehmen ausgewählt. Die zu befragenden Unternehmen sind nicht zufällig, sondern theoretisch begründet auszuwählen. Reliabilität und Validität der Untersuchung ist auch an dieser Stelle stets sicherzustellen. Schließlich werden in der dritten Phase die Daten erhoben, indem die Interviews durchgeführt werden. In der vierten Phase werden die Daten analysiert sowie wichtige Zusammenhänge herausge

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