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Grundlagen der Buchhaltung und Bilanzierung Mit Fallstudie von Wobbermin, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2010
  • Verlag: De Gruyter Oldenbourg
eBook (PDF)
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Grundlagen der Buchhaltung und Bilanzierung

Die Finanzbuchhaltung als Teil des Rechnungswesens erfasst sämtliche Geschäftsfälle eines Unternehmens und verbucht diese periodenbezogen in einem Geschäftsjahr. Ziel ist es, die finanzielle Lage eines Unternehmens anhand einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung in der Form von realisierten Werten darzustellen. Daher ist es notwendig zu Beginn die wesentlichen Buchungsgrundlagen aufzuzeigen, eine begriffliche Abgrenzung vorzunehmen und die wesentlichen Instrumente der Finanzbuchhaltung zu erläutern.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 01.10.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783486599954
    Verlag: De Gruyter Oldenbourg
    Größe: 1877 kBytes
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Grundlagen der Buchhaltung und Bilanzierung

7 Grundzüge der internationalen Rechnungslegung nach IFRS (S. 198-199)

7.1 Internationale Rechnungslegung aus deutscher Sicht

Die letzte Phase des Übergangs auf die verpflichtende Aufstellung eines Abschlusses nach International Financial Reporting Standards (IFRS) begann mit der Verabschiedung der Verordnung Nr. 1606/2002 durch die Gremien der Europäischen Union (EU) am 06.06.2002.

Danach müssen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2005 beginnen, alle kapitalmarktorientierten Unternehmen in der EU einen Konzernabschluss nach IFRS vorlegen.

Ausnahmen (vgl. Art. 9) gelten für Gesellschaften, die in der EU nur Schuldtitel, wie etwa Anleihen, emittiert haben (z.B. Robert Bosch GmbH) oder für international bilanzierende Gesellschaften, deren Wertpapiere in einem Nichtmitgliedstaat zum öffentlichen Handel zugelassen sind (wie z.B. SAP in New York). Diese Gesellschaften müssen ihren Konzernabschluss nach IFRS erst für Geschäftsjahre vorlegen, die am oder nach dem 01.01.2007 beginnen.

Im Einzelabschluss und für nicht kapitalmarktorientierte Konzernunternehmen räumt die EU-Verordnung (vgl. Art. 5) den Mitgliedstaaten ein Wahlrecht ein. Sie können die IFRS vorschreiben oder wahlweise zulassen. Hierdurch werden die IFRS allmählich auch für kleinere mittelständische Unternehmen zur Rechtsvorschrift.

Der deutsche Gesetzgeber hat Ende 2004 durch das Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) vom 09.12.2004 (BGBl. I, S. 3166-3182) die EU-Vorgaben maßvoll in geltendes deutsches Handelsrecht umgesetzt. Die Regelungen gelten für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2004 beginnen.

Für den Konzernabschluss kapitalmarktorientierter Unternehmen ist
315a Abs. 1 HGB anzuwenden, wonach der Konzernabschluss nach IFRS aufzustellen ist. Da die IFRS keinen dem HGB vergleichbaren Lagebericht kennen, ist der IFRS-Konzernabschluss um einen Konzernlagebericht nach
315 HGB zu ergänzen, dessen Inhalt durch BilReG ausgeweitet wurde.

Im Einzelabschluss bildet das HGB auch zukünftig die Basis der Rechnungslegung für alle Unternehmen. Die Bundesregierung hat angekündigt, durch ein Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz nicht mehr zeitgemäße Wahlrechte, wie z.B. Aufwandsrück- stellungen nach
249 Abs. 2 HGB, abzuschaffen, um das HGB an internationale Bilanzierungsstandards anzupassen.

Für Kapitalgesellschaften und sonstige Rechtsformen besteht nach
325 Abs. 2a HGB ein Wahlrecht zur Offenlegung eines Einzelabschlusses nach IFRS, zusätzlich ist ein Lagebericht nach
289 HGB zu erstellen. Wird dieses Wahlrecht ausgeübt, so müssen die Unternehmen den IFRS-Abschluss zusätzlich zum Einzelabschluss nach HGB aufstellen, der als Basis zur Gewinnausschüttung an die Eigentümer dient und weiterhin maßgeblich ist für die steuerliche Gewinnermittlung.

Die wahlweise Offenlegung eines IFRS-Einzelabschlusses dient der ergänzenden Information von Gläubigern und Anteilseignern.

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