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Informal Private Debt Ein Beitrag zur innovativen Finanzwirtschaft von Unternehmen von Bizenberger, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.02.2009
  • Verlag: Gabler
eBook (PDF)
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Informal Private Debt

Rainer Bizenberger untersucht Erscheinungsformen von Informal Private Debt und zeigt die Rolle von Informal Private Debt im Spannungsfeld zwischen Finanzierung und Marketing auf. Er gewährt einen Ausblick auf die mögliche Entwicklung des noch jungen und fragilen Marktsegments.

Dr. Rainer Bizenberger promovierte bei Prof. Dr. Guido Eilenberger am Institut für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Rostock. Er ist als Project Manager im Competence Center Restructuring & Corporate Finance von Roland Berger Strategy Consultants tätig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 270
    Erscheinungsdatum: 08.02.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834999566
    Verlag: Gabler
    Größe: 1880 kBytes
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Informal Private Debt

4 Theoretische Erklärungsansätze und Thesenbildung (S. 93-94)

Im vierten Kapitel werden die bisherigen Erkenntnisse allen problemrelevanten Theorien gegenübergestellt. Sie wurden einerseits mit Hilfe der Untersuchung des Entstehungszusammenhangs im Kontext des Wandels der Finanzierungsmärkte sowie andererseits aus der empirischen Untersuchung der bisherigen Informal-Private-Debt-Transaktionen gewonnen. Damit wurde dem Leser ein breiter Zugang zu relevanten Fragestellungen gewährt.

Die weitere theoretische Auseinandersetzung kann vor diesem Hintergrund problemfokussiert erfolgen mit dem Ziel, fundierte Thesen zu Funktionen, Eignung und Gestaltung von Informal Private Debt zu bilden. Auf eine extensive Darstellung theoretischer Grundlagen wird insofern zu Gunsten einer problem- und zielorientierten theoretischen Analyse bewusst verzichtet. Zunächst wird Informal Private Debt dazu im Spannungsfeld zwischen Finanzierung und Marketing skizziert und die Auswahl der betrachteten Theoriebausteine begründet (Abschnitt 4.1). Die problemrelevanten Aspekte der Theorien werden im nächsten Schritt gezeigt (Abschnitte 4.2 bis 4.5).

Den theoretischen Ausführungen schließt sich jeweils mit der Gegenüberstellung der Ergebnisse aus der empirischen Untersuchung eine Würdigung des Erkenntnisgewinns an. Die daraus entwickelten Erkenntnisse werden in Thesen zu Funktionen, Eignung und Gestaltung von Informal Private Debt gefasst und in Abschnitt 4.6 dargestellt.

4.1 Informal Private Debt im Spannungsfeld zwischen Finanzierung und Marketing

Im zweiten Kapitel wurde Informal Private Debt maßgeblich als marktliche und prozessuale Finanzinnovation charakterisiert. Die Darstellung des Entstehungszusammenhangs von Informal Private Debt im Zuge des Wandels der Finanzierungsmärkte zeigte trotz der Vielzahl anderer Finanzinnovationen unbefriedigte Finanzierungsbedürfnisse besonders von KMU, welche den gestiegenen Anforderungen der Banken vor allem hinsichtlich Eigenkapitalausstattung, Sicherheitenstellung und/oder Transparenz nicht ausreichend Rechnung tragen (wollen oder können).

Die Finanzierung ist für diese Unternehmen zum Engpassfaktor ihrer unternehmerischen Tätigkeit geworden. Im Gegensatz zu Großunternehmen konnten sie bisher ihrem Streben nach einer Diversifizierung der Unternehmensfinanzierung noch nicht ausreichend Rechnung tragen. Die empirische Untersuchung hat gezeigt, dass Informal Private Debt zwar kein `Allheilmittel` zur Befriedigung der Finanzierungswünsche von KMU darstellt, unter gewissen Voraus setzungen aber erfolgreich eingesetzt worden ist. Welche Funktionen Informal Private Debt im Zuge der Diversifizierung der Unternehmensfinanzierung erfüllen kann, ist zentraler Gegenstand der theoretischen Untersuchung.

Unter welchen Umständen diese Funktionen erfüllt werden können, soll Aufschluss über die Eignung von Unternehmen und die Gestaltung von Informal Private Debt geben. Da im Gegensatz zu herkömmlichen Emissionen die Vermarktung in Eigenregie an eine Vielzahl privater Anleger erfolgt, gerät die Frage der Eigenvermarktung zur Sicherstellung einer vollständigen Platzierung des beabsichtigten Emissionsvolumens ebenfalls in den Mittelpunkt der Betrachtung.

So ist dahingehend zu prüfen, inwiefern unter ökonomischen Gesichtspunkten Ansatzpunkte für den Verzicht auf die Inanspruchnahme von Fremdleistungen durch Finanzintermediäre bei der Vermarktung der Finanzierungstitel bestehen. Im Rahmen der empirischen Untersuchung hat sich aber auch gezeigt, dass im Rahmen von Informal-Private-Debt-Transaktionen nicht nur finanzwirtschaftliche Ziele eine Rolle spielen, sondern auch das marketingpolitische Ziel einer Steigerung der Kundenbindung verfolgt wird.

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