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Internationalisierung der Absatzmärkte für kleine und mittelständische Unternehmen von Kruse, Phillipp (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2009
  • Verlag: Gabler Verlag
eBook (PDF)
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Internationalisierung der Absatzmärkte für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Situation der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ist in Deutschland durch die zunehmende Globalisierung in den letzten Jahren schwieriger geworden. Die Unternehmen werden vor das Problem gestellt, mit den Potenzialen ausländischer Konkurrenten im Wettbewerb zu stehen. Phillipp Kruse analysiert die Besonderheiten von KMU wie Ressourcenknappheit, Unternehmer-Management, etc. und leitet Implikationen in Form möglicher Erfolgsfaktoren ab.

Dr. Phillipp Kruse promovierte an der Karl-Franzens-Universität Graz am Lehrstuhl für Internationales Management bei Prof. Dr. M. Fuchs und arbeitet z. Zt. im Bereich einer Innovation treibenden Business Unit eines DAX-Konzerns an der internationalen Vermarktung funktionaler Folien.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 234
    Erscheinungsdatum: 13.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834983398
    Verlag: Gabler Verlag
    Größe: 1572 kBytes
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Internationalisierung der Absatzmärkte für kleine und mittelständische Unternehmen

1 Zum internationalen Erfolg kleiner und mittelständischer Unternehmen (S. 1)

In den letzten Jahrzehnten hat sich das unternehmerische Umfeld für die meisten Unternehmen sehr stark gewandelt.1 Besondere Entwicklungen, wie z.B. die wachsende Liberalisierung seit Ende der 80er Jahre oder die stärkere Rolle von Ländern wie China und Indien auf dem Weltmarkt, hatten ein Aufbrechen alter Strukturen und eine Verschiebung der bislang vorherrschenden Wettbewerbsbedingungen zur Folge.

Da diese Veränderungen nach Eden in den meisten Fällen international bzw. länderübergreifend eintraten, entwickelten sich neue Formen des Wettbewerbs. So waren z.B. erste Annäherungen der Verbraucherbedürfnisse unterschiedlicher Länder zu erkennen, da die Anforderungen von Konsumenten an viele Produkte und auch Dienstleistungen stiegen. So sahen Meffert/ Meurer bereits zu Beginn der 90er Jahre einen lang andauernden Trend zu einer Angleichung des Verhaltes und der Konsumgewohnheiten innerhalb Europas.

Es folgte schließlich eine Deregulierung bislang geschützter Märkte, was nach den Erkenntnissen von Link für eine Vielzahl von Unternehmungen neue Chancen in Form verbesserter, genereller Rahmenbedingungen für eine internationale Unternehmenstätigkeit bedeutete. Diese und ähnliche Veränderungen lassen den strategischen und internationalen Aspekten der Unternehmensführung eine hohe und ständig wachsende Bedeutung zukommen.

Es müssen daher nach Ansicht von Raffée/ Effenberger/ Fritz Strategien von den Unternehmungen verfolgt werden, die nicht nur passiv auf veränderte, internationale Rahmenbedingungen reagieren, sondern in diesen aktiv neue Erfolgspotenziale entdecken, schaffen und sichern können. Durch den stark gestiegenen Wettbewerbsdruck ist die Situation auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nicht nur in Deutschland in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden. Diese Gruppe von Unternehmen hat in ihren Heimatländern vielfach herausragende wirtschaftliche Bedeutung.

So fallen beispielsweise in Deutschland mehr als 99% aller Unternehmungen in die Kategorie der KMU. Sie produzieren immerhin 50% der Bruttowertschöpfung der gesamten Unternehmen, sind aufgrund ihrer Vielfalt eine Ursache der wirtschaftlichen Stabilität in einem Land und sind Bestandteil einer diversifizierten Größenstruktur von Unternehmungen. Ebenso tragen sie in großem Ausmaß zum Wachstum und zur Beschäftigung in Deutschland bei. Ganz generell wird auch behauptet, dass KMUs führend in der Umsetzung von Innovationen sind. Obwohl deutschen KMU eine so große Bedeutung in ihrem Heimatland zukommt, spielen sie international eine nicht ganz so starke Rolle.

KMU sind zwar z.B. durch Exporte auf Auslandsmärkten präsent, allerdings ist der Anteil im Vergleich zum Gesamtumsatz bei den einzelnen Unternehmen nur relativ gering.10 Der durchschnittliche Auslandsanteil am Umsatz und bei den Mitarbeitern beträgt nur ca. 20%, während Konzerne wie z.B. Daimler hier Werte bis zu 80% (beim Umsatz) bzw. 60% (bei beschäftigten Mitarbeitern) aufweisen, was in Bezug auf die genannten Änderungen der Wettbewerbssituation auf Handlungsbedarf bei KMU hinsichtlich der weiteren Internationalisierung schließen lässt.

Die Gründe für die geringe internationale Präsenz bei KMU sind nach Haussmann et al. in erster Linie die im Vergleich zu Großunternehmen relativ niedrige (Eigen- und Fremd-) Kapitalausstattung, begrenzte Management- und Personalkapazitäten sowie fehlende internationale Marktkenntnisse. Aufgrund dieser begrenzten Ressourcenausstattung, so die Argumentation, stellt die Globalisierung der Wirtschaft für die meisten KMU eine Herausforderung dar, ohne deren Bewältigung der Unternehmensbestand nach Meinung von Bassen/ Behnam/ Gilbert gefährdet sein kann.

Diese Argumentation verdeutlicht die hohe Bedeutung der erfolgreichen Umsetzung internationaler Aktivitäten von KMU. Denn im Zeichen der Globalisie

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