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Lösungsorientierte Mitarbeitergespräche Zielorientiert planen/klar formulieren/erfolgreich Vereinbarungen treffen von Schmitz, Lilo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2005
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
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Lösungsorientierte Mitarbeitergespräche

Gespräche lösungsorientiert planen, vorbereiten und durchführen. Lilo Schmitz und Birgit Billen zeigen, wie man selbst bei heiklen Unterredungen nicht Defizite, sondern Stärken und Entwicklungspotenziale von Mitarbeitern in den Mittelpunkt stellt. Der Ratgeber hilft, die Führungspraxis transparenter und die Arbeit mit Menschen im Unternehmen effektiver zu gestalten. Ob im Einzelgespräch oder im Meeting - die zahlreichen Gesprächsbausteine aus dem Führungsalltag lassen sich direkt umsetzen.

Birgit Billen ist Coach, Führungskräftetrainerin und Organisationsberaterin. Sie ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von wdöff training & beratung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 116
    Erscheinungsdatum: 24.08.2005
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864145933
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 474 kBytes
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Lösungsorientierte Mitarbeitergespräche

2. Empowerment der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Kompetenz-und Lösungsorientierung im Mitarbeitergespräch

Es gibt grundsätzlich zwei Arten, mit dem Wunsch nach Verbesserungen umzugehen:

Sie forschen nach Schwachstellen, listen Defizite auf, analysieren Probleme und denken darüber nach, welche Fehler warum gemacht wurden und wie sie zu beheben sind.
Sie forschen nach Kompetenzen und Ressourcen, listen Stärken auf und denken darüber nach, welche Erfolge wie erzielt wurden und wie sie zu wiederholen und auszubauen sind.
Lösungsorientierte Mitarbeiterführung ist eine leidenschaftliche Verfechterin des zweiten Weges. Probleme und Fehler gehören aus unserer Sicht zum menschlichen Alltag wie schlechtes Wetter. Aus Sicht der Systemtheorie entstehen sie schon deshalb, weil Systeme, also auch Ihre Organisation, sich laufend verändern. Auftretende Schwierigkeiten bereiten oft neue Ordnungsstrukturen vor und begleiten Lern- und Veränderungsprozesse.

Aus Sicht des lösungsorientierten Ansatzes stehen Fehleranalyse und erfolgreiches Arbeiten in keinem ursächlichen Zusammenhang. Vergessen Sie Defizite und beschäftigen Sie sich mit den Stärken und den genutzten und ungenutzten Potenzialen! Das gilt für den einzelnen Mitarbeiter genauso wie für ganze Abteilungen oder Organisationen. Wenn Sie so vorgehen, verschwinden Probleme oft, wie sie gekommen sind, oder sie erweisen sich als unwichtig.

Unterstellen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern grundsätzlich Kompetenz, guten Willen und Interesse an ihrer Arbeit. Signalisieren Sie, dass Fehler zur menschlichen Arbeit dazugehören und als Lernfeld willkommen sind. Im Übrigen sollten besonders häufig Erfolge der Anlass sein, wenn Sie ein Mitarbeitergespräch führen ("Was haben wir richtig gemacht?").
Sie schütteln ungläubig den Kopf? Dann stellen Sie sich folgende Frage:

Was zählt für Sie mehr: der Erfolg, die Leistungen und die Arbeitszufriedenheit in Ihrer Organisation oder die Tatsache, dass dort wenig Fehler gemacht werden?

Kompetenz zum Thema machen Рl̦sungsorientierte Lerntheorie

Basis des lösungsorientierten Ansatzes in diesem Band ist der Konstruktivismus. Aus der Sicht des Konstruktivismus sind Beschreibungen die Grundelemente der Welt. Menschen schaffen ihre Wirklichkeit durch Sprache.

Sprache wirkt oft im Sinne sich selbst erfüllender Prophezeiungen: Das, worüber wir reden, rückt in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit, wird Thema. Wenn wir über bestimmte Dinge sprechen, werden wir sie eher herbeireden als wegreden. Der einfache Schluss: Je mehr wir über Probleme und Misserfolge sprechen, umso hartnäckiger werden sie bleiben und unsere Aufmerksamkeit beanspruchen. Und umgekehrt: Je mehr wir über Lösungen, Gelingendes und unsere Ziele reden, umso eher werden sie eintreten und unsere Aufmerksamkeit beanspruchen.

Ein häufiger Einwand: Ist ein solcher Gebrauch von Sprache nicht künstlich? Ja, alle professionelle Sprache, die geplant, methodisch und zielgerichtet ist, ist in diesem Sinne zunächst einmal "künstlich" und unterscheidet sich von der spontanen Alltagssprache etwa im freundschaftlichen Gespräch.

Ein häufiger Einwand: Ist ein solcher Gebrauch von Sprache nicht manipulativ?

Wir beeinflussen jedes Gespräch, das wir führen, indem wir die gemeinsame Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen lenken. Meist tun wir dies nur ungeplant und folgen unseren persönlichen Gewohnheiten. Eines gilt jedoch gleichermaßen für geplante wie für spontane Gespräche: Sie können durch Sprache Ihre Gesprächspartner anregen, aber (zum Glü

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