text.skipToContent text.skipToNavigation

Matrixstrukturen in multinationalen Unternehmen Anwendungsfelder, Informationsfluss und Erfolgsfaktoren von Adzic, Mihael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2008
  • Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
eBook (PDF)
76,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Matrixstrukturen in multinationalen Unternehmen

Mihael Adzic zeigt die Eigenschaften einzelner Matrixvarianten auf und untersucht geeignete strategische Anwendungsfelder. Er weist die Existenz bestimmter Strategie-Struktur-Kombinationen nach und überprüft ihre Erfolgswirkung empirisch. Er identifiziert Erfolgsfaktoren und erarbeitet ein umfassendes empirisch fundiertes Instrumentarium zur erfolgreichen Anwendung der Matrixstruktur. Abschließend analysiert er den Zusammenhang zwischen der formalen Organisationsstruktur und dem Ausmaß der informationellen Vernetzung.

Dr. Mihael Adzic promovierte bei Prof. Dr. Joachim Wolf am Lehrstuhl für Organisation der Universität zu Kiel. Er ist Unternehmensberater bei Drozak Consulting in Berlin.

Produktinformationen

Weiterlesen weniger lesen

Matrixstrukturen in multinationalen Unternehmen

7 Erfolgsfaktoren von Matrixstrukturen in multinationalen Unternehmen (S.199-200)

Entscheidungen zur Implementierung bestimmter Strategien sowie deren Abstimmung mit der organisatorischen Grundstruktur stellen thematische Schwerpunkte im Rahmen der multinationalen Geschaftstatigkeit dar, wie anhand der vorhergehenden Abschnitte gezeigt wurde. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Frage nach zusatzlichen (grundstrukturerganzenden) Koordinationsinstrumenten, welche in multinationalen Unternehmen erfolgsstiftend eingesetzt werden konnen und zur Bewaltigung der untemehmensintemen Komplexitat beitragen (vgl. Abschnitt 3.4). Die interne Komplexitat resultiert aus der inneren Vielfalt und den vielseitigen Interdependenzen, welche durch grenztiberschreitende und arbeitsteilig vollzogene Wertschopftingsaktivitaten bedingt werden.

Obwohl ein groBer Teil dieser Komplexitat durch die Anwendung einer geeigneten organisatorischen Grundstruktur reduziert werden kann, so verbleibt stets ein nicht unbedeutender Anteil an "Restkomplexitat", den es durch Anwendung zusatzlicher Koordinationsinstrumente zu handhaben gilt. Zudem ist zu beachten, dass die organisatorische Grundstruktur oft selber ein nicht unerhebliches AusmaB an Komplexitat generiert, welches in der empirischen Erfolgsfaktorenforschung bislang nicht erforscht wurde. Diese Problematik kommt besonders gut in matrixstrukturierten Unternehmen zum Vorschein.

Die Matrixstruktur verursacht aufgrund ihres mehrdimensionalen Aufttritt aus einen zusätzlichen Bedarf an Koordination. Die Vielfalt an Interdependenzen auf den oberen drei Hierarchieebenen ist in matrixstrukturierten Unternehmen verglichen mit eindimensional strukturierten Unternehmen wesentlich hoher. Die strukturelle Besonderheit der Matrixstruktur, die LFberlagerung mehrerer Leitungssysteme zielt auf eine Verdoppelung der Interdependenzen zwischen der zweiten und dritten Hierarchieebene ab und spiegelt sich anhand des dualen Informationsflusses zwischen Matrix-Managem und den ihnen gemeinsam unterstellten Matrix- Schnittstellen wider (vgl. Abschnitt 3.2).

Der Einsatz zusatzlicher Koordinationsinstrumente kann helfen, die interne Komplexitat einer Matrixstruktur und die daraus resultierenden Probleme zu bewahigen. Ziel des nachfolgend dargestellten Forschungsschwerpunktes ist es, Koordinationsinstrumente aufzuzeigen, die in matrixstrukturierten multinationalen Unternehmen eine erfolgsstiftende Wirkung entfalten, und deren Einsatz zum "Gelingen" der als kompliziert" erachteten Organisationsform "Matrixstruktur" beitragen kann.

7.1 Theoretischer Hintergrund und konzeptioneller Bezugsrahmen zur Untersuchung von Erfolgsfaktoren von Matrixstrukturen in multinationalen Unternehmen

7.1.1 Erfolgsfaktorenforschung als organisationswissenschaftliche Disziplin

Das Streben nach Erfolg stellt eines der grundlegenden Phanomene in Wirtschaft und Gesellschaft dar und wird als Zentralproblem ("Verhaltensmaxime") des Handelns in Unternehmen aufgefasst/^"^ Eine der groBten Herausforderungen innerhalb der Organisationsforschung ist die nun seit mehreren Jahrzehnten andauemde Suche nach organisatorischen Handhabungsformen, welche dazu dienen, den Erfolg von Unternehmen im wesentlichen Umfang positiv zu beeinflussen. Abgesehen von der Schwierigkeit einer genauen Messung des Erfolgs (diese wurde in Abschnitt 6.9.2 erlautert) gibt es eine Reihe weiterer Problematiken, welche die Erfolgsfaktorenforschung als außerst schwierige organisationswissenschaftliche Disziplin gestalten.

Eine besondere Problematik innerhalb der Erfolgsfaktorenforschung stellt der Versuch dar, dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit gerecht zu werden und gleichzeitig Niitzliches fiir die Praxis zu produzieren. Der dominierende wenn auch nicht unumstrittene Ansatz besteht darin, die GroBe "Erfolg" als Kriteriumsvariable zu defmieren und Variablen zu ide

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen