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Personalauswahl im öffentlichen Dienst - inkl. Arbeitshilfen online Arbeitsrechtliche Einstellungsprozesse rechtssicher gestalten von Kuner, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2019
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (ePUB)
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Personalauswahl im öffentlichen Dienst - inkl. Arbeitshilfen online

Das Stellenbesetzungsverfahren im öffentlichen Dienst ist ein rechtlich komplexer und komplizierter Prozess. Wenn das Verfahren nicht rechtskonform abläuft, drohen teure Klagen von abgelehnten Bewerbern. Dieses Buch bietet Ihnen Rechtssicherheit. Es teilt das Besetzungsverfahren in drei zentrale rechtliche Schutzzonen auf (Konkurrentenschutz, Diskriminierungsschutz und Datenschutz) und zeigt dazu die gesetzlichen Vorgaben, um den Persönlichkeitsschutz des Bewerbers umfassend zu gewährleisten. Zahlreiche Praxistipps und Vorlagen führen Sie sicher durch den Bewerbungsprozess. Damit vermeiden Sie Klagen und Schadensersatzansprüche. Inhalt: - Grundlagen und Regelungsbereiche - Beteiligung interner Gremien und betrieblicher Interessensvertretungen - Konkurrentenschutz: Anforderungsprofile, Bestenauslese, Ausschreibungsfristen, Absagen - Diskriminierungsschutz: allgemeiner Persönlichkeitsschutz und AGG - Datenschutz: betriebliche Datenschutzprozesse, praktische Umsetzung im Stellenbesetzungsverfahren - Muster zu Stellenbeschreibungen, Frage- und Bewertungsbögen, DokumentationenArbeitshilfen online: - Checklisten für den gesamten Personalauswahlprozess Markus Kuner ist Fachanwalt für Arbeitsrecht mit eigener Kanzlei. Sein Beratungsschwerpunkt liegt im Bereich des öffentlichen Arbeits- und Tarifrechts. Er ist zudem Dozent, Fachbuchautor und Mitherausgeber der öAT, Zeitschrift für das öffentliche Arbeits- und Tarifrecht'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 238
    Erscheinungsdatum: 12.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648099711
    Verlag: Haufe Verlag
    Serie: Haufe Fachbuch 14115
    Größe: 906 kBytes
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Personalauswahl im öffentlichen Dienst - inkl. Arbeitshilfen online

2 Beteiligung interner Gremien und betrieblicher Interessenvertretungen

Im Rahmen der Personalauswahl werden auch interne Gremien, insbesondere betriebliche Interessenvertretungen beteiligt:

Schwerbehindertenvertretung,
Personalvertretung (Personalrat bzw. Betriebsrat),
Frauen- und/oder Gleichstellungsbeauftragte.
Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass diese Gremien und Vertretungen rechtzeitig und korrekt in den Prozess der Personalauswahl eingebunden werden. Hierbei sind zum Teil auch landesgesetzliche Vorschriften und Besonderheiten zu beachten.

Die Rechte und Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung sind bundesgesetzlich im SGB IX, die der Betriebsräte vor allem im BetrVG geregelt. Die Rechte und Aufgaben der Personalräte und der Frauen- und/oder Gleichstellungsbeauftragten ergeben sich für Bundesstellen aus Bundesgesetzen (BPersVG und BGleiG) und für (staatliche oder kommunale) Landesstellen aus Landesgesetzen (z. B. BayPVG).
2.1 Aufgaben und Rechte der Schwerbehindertenvertretung

2.1.1 Allgemeine Hinweise zur Rechtsstellung und Aufgabenstellung der Schwerbehindertenvertretung

Die Schwerbehindertenvertretung spielt eine wichtige Rolle im Bewerbungsverfahren. Ihre allgemeinen Aufgaben sind gesetzlich geregelt und ergeben sich aus
178 SGB IX. Daneben bestehen insbesondere noch die besonderen Rechte aus
164 SGB IX.

178 SGB IX (Aufgaben der Schwerbehindertenvertretung) regelt u. a. (soweit vor allem für das Bewerbungsverfahren relevant) Folgendes:

(1) Die Schwerbehindertenvertretung fördert die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in den Betrieb oder die Dienststelle, vertritt ihre Interessen in dem Betrieb oder der Dienststelle und steht ihnen beratend und helfend zur Seite. Sie erfüllt ihre Aufgaben insbesondere dadurch, dass sie

darüber wacht, dass die zugunsten schwerbehinderter Menschen geltenden Gesetze, Verordnungen, Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen und Verwaltungsanordnungen durchgeführt, insbesondere auch die dem Arbeitgeber nach den

154, 155 und 164 bis 167 obliegenden Verpflichtungen erfüllt werden,
Maßnahmen, die den schwerbehinderten Menschen dienen, insbesondere auch präventive Maßnahmen, bei den zuständigen Stellen beantragt,
Anregungen und Beschwerden von schwerbehinderten Menschen entgegennimmt und, falls sie berechtigt erscheinen, durch Verhandlung mit dem Arbeitgeber auf eine Erledigung hinwirkt; sie unterrichtet die schwerbehinderten Menschen über den Stand und das Ergebnis der Verhandlungen.
Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt Beschäftigte auch bei Anträgen an die nach
152 Absatz 1 zuständigen Behörden auf Feststellung einer Behinderung, ihres Grades und einer Schwerbehinderung sowie bei Anträgen auf Gleichstellung an die Agentur für Arbeit. In Betrieben und Dienststellen mit in der Regel mehr als 100 beschäftigten schwerbehinderten Menschen kann sie nach Unterrichtung des Arbeitgebers das mit der höchsten Stimmenzahl gewählte stellvertretende Mitglied zu bestimmten Aufgaben heranziehen. Ab jeweils 100 weiteren beschäftigten schwerbehinderten Menschen kann jeweils auch das mit der nächsthöheren Stimmenzahl gewählte Mitglied herangezogen werden. Die Heranziehung zu bestimmten Aufgaben schließt die Abstimmung untereinander ein.

(2) Der Arbeitgeber hat die Schwerbehindertenvertretung in allen Angelegenheiten, die einen einzelnen oder die schwerbehinderten Menschen als Gruppe berühren, unverzüglich und umfassend zu unterrichten und vor einer Entscheidung anzuhören; er hat ihr die getroffene Entscheidung unverzüglich mitzuteilen. Die Durchführung oder Vollziehung einer ohne Beteiligu

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