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Produktionslogistik von Steven, Marion (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.05.2015
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (PDF)
28,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Produktionslogistik

Die Produktionslogistik befasst sich mit der Planung, Ausgestaltung, Durchführung und Kontrolle von raum-zeitlichen Transformationsprozessen, die innerhalb von Unternehmen oder zwischen Unternehmen stattfinden. Ausgehend von den Zielen und Aufgaben der Produktionslogistik werden entsprechend der Wertschöpfungskette die Bereiche Beschaffungslogistik, Fertigungslogistik, Distributionslogistik und Entsorgungslogistik behandelt. Abschließend erfolgt eine integrierte Betrachtung im Rahmen des Supply Chain Managements. Neben praxisnahen Ausführungen werden auch konzeptionelle und quantitative Modelle eingesetzt. Der Stoff ist in 13 Lehreinheiten gegliedert, deren Inhalt jeweils dem Umfang einer Vorlesungs-Doppelstunde entspricht und die weitgehend unabhängig voneinander durchgearbeitet werden können.

Prof. Dr. Marion Steven ist Inhaberin des Lehrstuhls für Produktion an der Ruhr-Universität Bochum.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 12.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170286375
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 9095 kBytes
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Produktionslogistik

2 Prognosemodelle

Die Prognose der auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen zukünftig benötigten Materialmengen ist eine wichtige Aufgabe im Rahmen der der Beschaffungslogistik. Bedarfsprognosen dienen nicht nur der direkten oder indirekten Ermittlung von Beschaffungsmengen, sondern sie sind auch eine wesentliche Grundlage für verschiedene Planungsaufgaben im Produktionsbereich. Von der Qualität der Bedarfsprognosen hängen insbesondere die Höhe der Lagerbestände und damit auch die Lagerhaltungskosten bei Vor-, Zwischen- und Endprodukten, die Lieferfähigkeit und der vom Kunden wahrgenommene Servicegrad sowie die Kapazitätsauslastung im Produktions- und im Logistikbereich ab. Ausgehend von den grundlegenden Bedarfsverläufen werden verschiedene Prognoseverfahren dargestellt und anhand von Beispielen veranschaulicht.

Leitfragen :

Welche Bedeutung haben Zeitreihen für die Bedarfsprognose?

Welche Formen des Bedarfsverlaufs lassen sich unterscheiden?

Welches Prognoseverfahren eignet sich für welchen Bedarfsverlauf?

Was ist ein Prognosefehler?

Wodurch unterscheiden sich der - und der beta-Servicegrad?

Wie wirkt sich der Servicegrad auf den Lagerbestand aus?
2.1 Zeitreihen

Je exakter die Bedarfsmengen und -zeitpunkte vorhergesagt werden können, desto besser lassen sich Kundenwünsche erfüllen und desto geringer sind der benötigte Lagerbestand und damit die Lagerhaltungskosten. Gerade im Zusammenhang mit Lieferbeziehungen in globalen Supply Chains, in denen sich jedes beteiligte Unternehmen auf seine Kernkompetenzen konzentriert, gewinnen gute Bedarfsprognosen an Bedeutung.

Zukünftige Bedarfsmengen sind unsicher, soweit sie sich nicht aus festen Lieferverträgen ableiten lassen. Die nachfolgend dargestellten Prognoseverfahren beruhen auf Zeitreihen , d. h. auf der Auswertung von über einen bestimmten Zeitraum beobachteten Bedarfsmengen der Vergangenheit. Aus diesen lassen sich dann auf der Basis bestimmter Modellannahmen Aussagen über zukünftige Bedarfsmengen herleiten. Dabei erfolgt eine deterministische Informationsverarbeitung für den eigentlich stochastischen Nachfrageprozess.

Grundsätzlich lassen sich folgende Prognosearten unterscheiden:

- Bei einer univariaten Prognose werden ausschließlich die Daten in der betrachteten Zeitreihe verwendet, d. h. in diesem Fall die Nachfragewerte der Vergangenheit.

- Bei multivariaten Prognosen treten zusätzliche Informationen hinzu, die in einem kausalen Zusammenhang mit der Bedarfsentwicklung stehen, z. B. werden auch Daten hinsichtlich des Konjunkturverlaufs, des Lebenszyklus des Produkts oder der Marktentwicklung adäquat berücksichtigt.

Abb. 2.1 zeigt, in welchen Bereichen Prognoseverfahren in Abhängigkeit vom Fertigungstyp (vgl. hierzu Steven 2013, S. 59ff.) ihren Einsatzbereich haben.

Abb. 2.1 Bestimmung von Bedarfsmengen

- Bei auftragsorientierter Fertigung ergibt sich das Produktionsprogramm aus den vorliegenden Kundenaufträgen, so dass sich die für dessen Herstellung benötigten Materialmengen grundsätzlich vollständig über die Stücklistenauflösung ermitteln lassen (programmgesteuerte Bedarfsermittlung). Dennoch wird diese aufwändige Methode häufig nur für die A- und B-Teile mit einem hohen Materialwert durchgeführt, während für die große Anzahl an geringwertigen C-Teilen die Bedarfsermittlung auf der Basis von Vergang

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