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Zur Zukunft der externen Rechnungslegung in Deutschland Eine kritische Analyse der Internationalisierung aus Sicht nicht kapitalmarktorientierter Unternehmen von Börstler, Christian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2007
  • Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
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Zur Zukunft der externen Rechnungslegung in Deutschland

Christian Börstler untersucht die Auswirkungen der fortschreitenden Internationalisierung der Rechnungslegung in Deutschland aus Sicht nicht kapitalmarktorientierter Unternehmen. Dabei wird deutlich, dass der Umfang der mittel- bis langfristig notwendigen Reformen den Rahmen des deutschen Handelsrechts übersteigen wird und eine grundlegende Umgestaltung des Gesellschaftsrechts sowie die Eigenständigkeit des Steuerbilanzrechts in Deutschland mit sich bringen wird.

Dr. Christian Börstler promovierte bei Prof. Dr. Werner Schaffer am Lehrstuhl für Betriebliche Steuerlehre der European Business School in Oestrich Winkel. Er ist Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 389
    Erscheinungsdatum: 05.12.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783835091146
    Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
    Originaltitel: Externe Rechnungslegung in Deutschland - quo vadis? - Eine kritische Analyse der Internationalisierung des deutschen Einzeljahresabschlusses aus Sicht nicht kapitalmarktorientierter Unternehmen
    Größe: 25445 kBytes
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Zur Zukunft der externen Rechnungslegung in Deutschland

1 Internationalisierung der Rechnungslegung - für alle Unternehmen und um jeden Preis? (S. 1)

1.1 Zur fortschreitenden Internationalisierung der Rechnungslegung in Deutschland: Problemstellung und Zielsetzung

Das europäische Bilanzrecht und in dessen Sogwirkung die externe Rechnungslegung in Deutschland befinden sich inmitten eines fundamentalen Strukturwandels. Mit Verabschiedung der Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 "betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards" hat die Europäische Kommission neue gesetzliche Rahmenbedingungen zur Rechnungslegung in der Europäischen Union geschaffen. Die so genannte lAS-Verordnung (lAS-VO) verpflichtet borsennötierte Konzernmuttergesellschaften für die Geschäftsjahre, die nach denn 1.1.2005 beginnen, ihre konsolidierten Abschlüsse auf Grundlage der International Financial Reporting Standard (IFRS) aufzustellen.

Sie gilt insofern als "[...] Meilenstein europäischer Bilanzrechtsentwicklung". Gleichzeitig eröffnet diese den europäischen Mitgliedstaaten das Wahlrecht, die Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf die Konzernabschlüsse der nicht kapitalmarktorientierten Unternehmen sowie die Einzeljahresabschlüsse sämtlicher europäischer Kapitalgesellschaften auszudehnen.

Die Verpflichtung der borsennötierten Konzerne zur IFRS-Rechnungslegung stellt nur den ersten Schritt der so genannten "EU-Doppelstrategie" im Bereich der Rechnungslegung dar, an deren Ende die Anwendung der internationalen Standards in sämtlichen Einzel- und Konzernabschlüssen in Europa steht.

Die Europäische Kommission bezweckt mit der Etablierung der IFRS eine international anerkannte, vergleichbare und qualitativ hochwertige Rechnungslegung für sämtliche europäische Unternehmen.

Der Übergang zur internationalen Rechnungslegung soll für diejenigen Gesellschaften, die nicht unmittelbar durch die lAS-Verordnung zur Anwendung der IFRS verpfllchtet werden, anhand einer kontinuierlichen Annäherung der beiden Rechnungslegungsrichtlinien an Internationale Standards erfolgen. Den Mitgliedstaaten soll damit Zeit - und politischer Handlungsspielraum - für eine schrlttweise Internationalisierung ihrer nationalen Rechnungslegungssystenne gegeben werden.

In diesem Zusammenhang gelten als bisher größte Modiflkationen am europäischen Billanzrecht die Fair-Value-Richtlinie®, die eine Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert gestattet, sowie die Modernisierungsrichtlinie, die eine weitere materielle Annäherung an die IFRS vorsieht. Der jüngste Richtllnlenänderungsvorschlag vom Oktober 2004, der eine Erhöhung der Publizitätsanforderungen sämtllcher Kapitalgesellschaften in Annäherung an einschlägige IFRS-Vorschriften fordert, verdeutlicht jedoch, dass der Transformationsprozess des europäischen Bilanzrechts noch nicht abgeschlossen ist.

Vor dem Hintergrund der dynamischen Weiterentwicklung der IFRS wird dieser weiterhin voranschreiten. Denn "mittelfristig stehen alle Zeichen auf , ,IAS/IFRS, so dass künftig mit weiteren Änderungen der 4. und 7. EU-Richtlinie oder Verordnungen zu rechnen ist, welche die IAS/IFRS endgültig und verbindlich für alle Untemehmen in der EU zementieren."

Den gesetzlichen Regelungen der IAS-Verordnung ist ein fundamentaler Wandel der Rechnungslegung kapitalmarktorientierter (Groß-)Konzerne in Deutschland vorausgegangen. Die fortschreitende Globalisierung der Kapitalmärkte, ihre verstärkte Inanspruchnahme durch deutsche Unternehmen sowie deren zunehmend grenzüberschreitendes Tätigkeitsfeld haben die Notwendigkeit der Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards und damit die Öffnung der Konzernrechnungslegung verdeutlicht. Der deutsche Gesetzgeber hat diesem Internationalisierungsprozess der Rechnungslegung in Deutschland erstmals im Jahre 1998 entsprochen.

Im Rahmen des Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetzes (KapAEG)

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