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Architekten sind (keine) Unternehmer: Das Architekturbüro als KMU von Martin, Nathalie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2014
  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
29,99 €
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Architekten sind (keine) Unternehmer: Das Architekturbüro als KMU

Architekten nehmen sich nicht als Unternehmer wahr. Auch ist die Notwendigkeit, sich mit dem Thema zu befassen, noch nicht bei den kleinen Architekturbüros angekommen. Doch nur mit unternehmerischem Denken können sie die aktuell herrschenden Rahmenbedingungen und Herausforderungen meistern und somit erfolgreich am Markt bestehen. Dabei ist es wichtig, das Büro als Ganzes zu betrachten und sich nicht nur auf einzelne Aspekte zu konzentrieren. Die entwickelte Gesamtstrategie 'Erfolgsmodell Architekturbüro' zeigt, welche Bereiche der Büroinhaber managen muss sowie deren Abhängigkeiten und Verknüpfungen. Es umfasst weiterhin, was der Büroinhaber in den einzelnen Bereichen besser machen und wie er das erreichen kann. Diese Strategie gilt exemplarisch für jedes Architekturbüro. Das 'Erfolgsmodell Architekturbüro' ist übersichtlich strukturiert, sodass jeder Architekt seine Problemfelder erkennen kann. Übersetzt er das jeweilige Problem in eine Aufgabe, kann er eine für sich angemessene, praktikable Lösung entwickeln und umsetzen. Ziel ist es, durch die Übertragung des Modells auf das individuelle Büro, dessen langfristigen Unternehmenserfolg bei maximaler Zufriedenheit aller Beteiligten zu sichern.

Nathalie Martin absolvierte ein Architekturstudium an der Fachhochschule Karlsruhe, das sie mit dem Titel Diplom-Ingenieurin (FH) abschloss. Bereits während des Studiums leistete sie zwei Praxissemester in einem Architekturbüro ab. Anschließend arbeitete sie zunächst als Architektin im Praktikum (AiP), später als Architektin in verschiedenen Ingenieur-, Architektur- und Lichtplanungsbüros in Baden-Württemberg. Dort konstatierte sie die Notwendigkeit und Wichtigkeit unternehmerischen Denkens sowie des Ausbaus von Managementkompetenzen gerade für kleine Büros - und das fehlende Bewusstsein der Architektenschaft dafür. Dieses Thema vertiefte sie in einem einjährigen Masterstudiengang, wo sie sich eingehend mit (Architektur-)Kommunikation, Medien und Betriebswirtschaftslehre befasste.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 98
    Erscheinungsdatum: 01.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842848290
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 1189kBytes
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Architekten sind (keine) Unternehmer: Das Architekturbüro als KMU

Textprobe: Kapitel 3.3, Herausforderung: Neuerungen und Informationen: Architekten sind im Tagesgeschäft permanent mit einer Fülle von Informationen und Neuerungen konfrontiert, die unmittelbaren Einfluss auf ihren Alltag und ihre Arbeitssituation haben. Hier müssen sie den Überblick behalten. 3.3.1, Neue Gesetze, Normen, Richtlinien, Bestimmungen: In immer kürzeren Abständen verändern sich Regelwerke wie Gesetze, Normen, Richtlinien oder Technische Baubestimmungen. Beispielsweise standen und stehen 2013 folgende Neuerungen an, die sich auf die Arbeitssituation der Architekten bundesweit auswirken: Novelle der HOAI, Novelle der Richtlinien für Planungswettbewerbe, Einführung einer Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartmbB), EnEV 2013. Zudem gibt es jedes Jahr länderspezifische Novellierungen - beispielsweise der Landesbauordnungen (LBO), so in Baden-Württemberg 2010. Diese wiederum führte zu neuen Formularen, etwa für Baugenehmigungen. Und natürlich haben die Änderungen innerhalb der Paragraphen der LBO konkrete Auswirkungen auf die Planung: So wurde beispielsweise 2010 in
35 'Wohnungen' der LBO BW die Anzahl der Wohnungen von sechs auf vier reduziert, die ein komplett barrierefreies Geschoss bedingen: 'In Wohngebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. [...] müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad und die Küche oder Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein.' Ferner gibt es konstant Ausnahmen oder Abweichungen von der Regel. Beispielsweise wurde im Barrierefreien Bauen die DIN 18040-2 Wohnungen eingeführt, sie ersetzt die DIN 18025-1 und 2. Doch entscheidet jedes Bundesland selbst über die Einführung der Norm bzw. einzelner Punkte in die Technischen Baubestimmungen: 'In Baden-Württemberg bleiben für die öffentlich-rechtliche Genehmigungsfähigkeit barrierefreier Wohnungen bis auf weiteres die bisherigen Normteile der DIN 18025 zur Anwendung vorgeschrieben. [...] Solange die Oberste Baurechtsbehörde Baden-Württembergs keine Änderung bzw. Aufnahme der DIN 18040 in der LTB - Liste der Technischen Baubestimmungen - vornimmt, ändert sich an diesem Sachverhalt nichts.' Dazu kommen in allen Bereichen Übergangsregelungen, in denen mal die eine, mal die andere Variante gilt, oft ebenfalls nicht einheitlich in den einzelnen Ländern. Einige Regeln, Normen und technische Baubestimmungen überlagern sich oder führen zu Konflikten. Beispielsweise führte
39 Aufzüge der Musterbauordnung (MBO) zu Konflikten mit der 2009 eingeführten EnEV: Die MBO fordert '(3) Fahrschächte müssen zu lüften sein und eine Öffnung zur Rauchableitung mit einem freien Querschnitt von mindestens 2,5 v. H. der Fahrschachtgrundfläche, mindestens jedoch 0,10 m² haben.' Normalerweise wurde dies durch permanent offene Flächen mit Wetterschutzgittern am oberen Ende des Aufzugschachtes erreicht. Dies steht im Widerspruch zu
5 der EnEV (2009), 'wärmeübertragende Umfassungsflächen von Gebäuden seien dauerhaft luftundurchlässig abzudichten'. Bei den Architekten ging zumeist Sicherheit, also Brandschutz, vor Wärmeschutz. Die Hersteller haben schnell reagiert und bieten schon lange mit beiden Vorschriften kompatible Lösungen zur Aufzugsschachtentrauchung an. Doch bleiben Konflikte dieser Art mit jeder Neuerung von Gesetzen, Normen, technische Baubestimmungen nicht aus, da es scheinbar keine Institution gibt, die diese Konflikte vor Erlass der Verordnungen prüft - und löst. Quintessenz: Der Architekt muss permanent sich immer schneller verändernde Gesetze, Normen, Richtlinien, technische Baubestimmungen verfolgen, umsetzen und daraus entstehende Konflikte lösen. Eine Herausforderung vor allem für Büros, die in 'Dreiländerecken' wie Baden-Württemberg-Bayern-Hessen, Baden-Württemberg-Rheinland-Pfalz-Hessen oder Bayern-Thüringen-Sachsen grenzüberschreitend planen und bauen. 3.3.2, Updates: Software, Website und S

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