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Begegnung mit Bayer Historische Facetten eines innovativen Unternehmens von Reinert, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2013
  • Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch
eBook (ePUB)
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Begegnung mit Bayer

Der Weltkonzern aus Leverkusen - aus nächster Nähe Bayer ist das Paradebeispiel eines modernen Industriekonzerns: groß, vielfältig, global. Einerseits traditionell und vertraut, gleichzeitig für den Außenstehenden aber sehr komplex. Dabei ist der Konzern auf vielfältige Weise mit der Gesellschaft verwoben. Ob als Arbeitgeber, Innovationsschmiede oder Börsenschwergewicht: Was in den Büros, Labors und Produktionsanlagen von Bayer geschieht, beeinflusst tagtäglich das Leben ungezählter Menschen weltweit. Gestützt auf geschichtswissenschaftliche Expertisen vermittelt der Autor die wesentlichen Entwicklungen des Chemie- und Pharmakonzerns seit der Neugründung im Jahr 1951 in einer Mischung aus faktischer Information und Erklärung. Dabei orientiert sich die Struktur des Buches nicht in erster Linie an der Chronologie, sondern an den Beziehungsebenen des Unternehmens mit seinem gesellschaftlichen Umfeld - von Forschung und Umweltschutz über die Bedeutung für den Finanzmarkt bis hin zu den Unternehmensaktivitäten im sozialen Bereich. Bayer-Innovationen seit 150 Jahren - zum Jubiläum schreibt ein Insider informativ und lehrreich über Aspekte der Unternehmensgeschichte seit 1951. Für alle, die erfahren wollen, wie sich das Traditionsunternehmen seit der Neugründung entwickelt hat.

Thomas Reinert ist Jahrgang 1955 und war nach dem Philosophie- und Anglistikstudium in den USA über drei Jahrzehnte in der Öffentlichkeitsarbeit von Bayer in Leverkusen tätig. 2008 gründete er die Agentur tr communications, die Führungskräfte und Unternehmen in der Konzeption und Umsetzung ihrer Innen- und Außenkommunikation unterstützt. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 22.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956010408
    Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch
    Größe: 9381 kBytes
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Begegnung mit Bayer

Begegnung mit einer Unternehmenspersönlichkeit

Tradition spiegelt sich in der Architektur

Bei Bayer stehen sich Vergangenheit und Gegenwart architektonisch exakt gegenüber: Auf der einen Seite der Kaiser-Wilhelm-Allee am Rande Leverkusens befindet sich die heutige, gläserne Firmenzentrale von Bayer, auf der anderen die ehemalige, neobarocke Firmenzentrale Q 26. Was Fremden als abstrakte Chiffre erscheint, signalisiert den Bayer-Menschen seit über 100 Jahren Autorität und den Gästen Selbstbewusstsein. Aus der kleinen, 1863 gegründeten Farbstofffabrikation aus Barmen war innerhalb von 50 Jahren ein erfolgreiches, weltweit tätiges Unternehmen geworden - und das sollte der Architekt auch ausdrücken. Die 1912 eröffnete, 150 Meter breite ehemalige Hauptverwaltung Q 26 beeindruckt schon von außen mit hohen Geschossen und einem stolzen Mittelbau. Sieben Stufen geht es hinauf bis zum ersten Portal, innen weitere zehn Stufen, bevor der Gast die Pförtnerloge erreicht. Heute öffnet sich die drei Meter hohe, in Bronze gefasste Glastür mit einem dezenten Sirren und gibt wie damals den Weg frei in eine eigene Welt.

Eher liebenswürdig präsentiert sich nur wenige Schritte entfernt das Kasino. Weiche Formen, große Fenster, luftige Säle, dezente Nebenräume: hier strömen die Mitarbeiter seit 1913 zum Mittagessen zusammen, hier bewirtet das Unternehmen auch heute noch seine Gäste. Ungezählt sind die Feierlichkeiten und Veranstaltungen, die hier mit der unternehmenseigenen höflichen Präzision ausgerichtet wurden; ungeahnt die Weichen, die hier im kleinen Kreis zu später Stunde gestellt wurden.

Freundlicher Empfang bei Bayer HealthCare

Doch die Architektur von Bayer kann auch streng sein. Die Adresse Q 30 am Kopf der Kaiser-Wilhelm-Allee signalisiert dem Insider Pharma. Es ist die Hauptverwaltung von Bayer HealthCare und steht für das, was der Volksmund gerne den Pharmariesen nennt. Hinter der nüchternen Fassade - dreißiger Jahre, repräsentativ, dabei schlicht, eckig und funktional - begrüßt den Gast eine helle und freundliche Eingangshalle, bevor er die Büros erreicht.

Bei Bayer hat vieles die Zeit überdauert, einiges aber auch nicht. Zum Beispiel das ehemalige Wohnhaus des früheren Generaldirektors Carl Duisberg von 1912, die sogenannte Duisberg-Villa. Sie stand ungefähr dort, wo jetzt die gläserne Zentrale steht. Seinen Nachfolgern war sie vielleicht etwas zu personengebunden gewesen. Aber dass das 1963 bezogene Bayer-Hochhaus, im Firmenjargon W1 genannt, heute nicht mehr steht, ist in erster Linie den gestiegenen Anforderungen des Brandschutzes geschuldet. 31 Stockwerke hoch, weiß, schlank: die zweite Firmenzentrale war ein architektonisches Statement, signalisierte Selbstbewusstsein, Internationalität und die Modernität der sechziger Jahre.

Offen und umweltbewusst: BayKomm

Und dann kamen die Siebziger und brachten Deutschland eine intensive Auseinandersetzung über die Definition von Technik und Fortschritt, von Umwelt und Sicherheit, von Wohlstand und Lebensqualität. Dafür steht das Bayer-Kommunikationszentrum "BayKomm", das anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums 1988 im Schatten von W1 erbaut wurde. Es liegt unmittelbar neben dem Japanischen Garten und ist so homogen in die Landschaft eingebettet, dass Erstbesucher mitunter Mühe haben, es zu finden. Hier werden Annäherung und Einklang gesucht: in einer architektonischen Mischung aus Zweckmäßigkeit, Transparenz, Eleganz und umweltschutztechnischer Vorbildlichkeit, in einer permanenten Ausstellung hinter gläserner Fassade und in täglichen Führungen und Veranstaltungen.

Damit schließt sich der Kreis zur heutigen Firmenzentrale: gläsern und offen, nach neuesten ökologischen Gesichtspunkten konzipiert und geschmeidig geformt - elegant und doch dezent. Markant ist die geradezu kompromisslose Öffnung nach außen, die von einigen Mitarbeitern anfangs als gewöhnungsbedürftig, bald aber auch als durchaus erfri

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