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Die Lebensversicherung von Wolff, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2016
  • Verlag: VVW GmbH
eBook (ePUB)
39,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Die Lebensversicherung

Einfach und verständlich: Unsere Reihe Grundlagen und Praxis erklärt die wichtigsten Sparten und Themen der Versicherungswirtschaft.

Die Lebensversicherung ist ein Urgestein der Altersvorsorge. Wegen der demografischen Verschiebungen, die in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommen, stoßen die staatlichen Versorgungssysteme zunehmend an ihre Grenzen. Der privaten (Alters-)Vorsorge und damit auch der Lebensversicherung wird zukünftig eine immer größere Bedeutung in Deutschland zukommen.

Was leisten die Lebensversicherer und ihre Produkte heute? Der Band "Die Lebensversicherung" gibt einen Überblick über die grundlegende Funktionsweise sowie die Bedeutung der Lebensversicherung für die Altersvorsorge in Deutschland. Darüber hinaus werden die derzeit vorhandenen Produktlösungen und aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich ebenso erläutert wie die Berührungspunkte zu Verbraucherschutz und Versicherungsaufsicht. Nicht zuletzt werden auch die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase für die Versicherer und den Versicherungsvertrieb thematisiert.

Es handelt sich um eine grundlegende und praxisgerechte Einführung in das Thema Lebensversicherung. Die Kapitel sind modular aufgebaut, sodass jedes Kapitel für sich gelesen und verstanden werden kann. Durch eine moderne Gestaltung mit vielen ansprechenden Visualisierungen und Grafiken werden die komplexen Sachverhalte anschaulich vermittelt. Zahlreiche Beispiele, Exkurse und Hinweise stellen den Praxisbezug her und erleichtern zusätzlich das Verständnis der oft komplexen Materie.

Arbeiten Sie sich mit dem Buch neu in die Materie ein, verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über aktuelle Zusammenhänge oder frischen Sie einfach Ihr Wissen über die Lebensversicherung auf. "Die Lebensversicherung" aus der Reihe Grundlagen und Praxis unterstützt Beschäftigte und Einsteiger der Versicherungswirtschaft in allen Phasen der Ausbildung, Bildung und Weiterbildung.

Direkt zu den Bänden der Reihe Grundlagen und Praxis.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 330
    Erscheinungsdatum: 15.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862988006
    Verlag: VVW GmbH
    Größe: 5681kBytes
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Die Lebensversicherung

3.3 Gesetzliche Versorgung und die Demografie

Die gesetzliche Sozialversicherung - und hier besonders die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung - hat ein Grundproblem: sie wird nach dem sogenannten Umlageverfahren finanziert. Das bedeutet, dass die heutigen Einnahmen unmittelbar wieder an die Leistungsempfänger ausgezahlt werden. Ein Ansparprozess findet nicht statt. Dieses Prinzip spiegelt auch den Charakter der Sozialversicherung wider: es geht nicht um die Vorsorge für eine einzelne Person, sondern um einen solidarischen Ausgleich unter allen Beteiligten. Die jeweils jüngere Generation sorgt dabei für die ältere, was auch als " Generationenvertrag " bezeichnet wird.

Damit dieses System dauerhaft funktioniert, gibt es allerdings eine grundlegende Voraussetzung: Einnahmen und Ausgaben müssen sich in etwa die Waage halten. Wie in den meisten anderen westlichen Industrieländern sind in Deutschland allerdings 41 seit einigen Jahrzehnten zwei Effekte zu beobachten, die dies zunehmend erschweren: niedrige Geburtenraten und eine gleichzeitig steigende Lebenserwartung. Dies führt zu einer zahlenmäßig schrumpfenden und im Durchschnitt immer älteren Bevölkerung.
3.3.1 Geburten und Geburtenrate

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 715.000 Kinder geboren, knapp 870.000 Menschen starben (Statistisches Bundesamt, 2015). Die Gesamtbevölkerung in Deutschland ist also alleine dadurch und nur in diesem einen Jahr um mehr als 150.000 Personen geschrumpft . Dies ist kein einmaliger Effekt, sondern bereits seit vielen Jahren zu beobachten. Die Differenz wird sich in Zukunft sogar noch weiter vergrößern. Die Bevölkerung in Deutschland wird daher deutlich zurückgehen. Verhindert werden könnte dies nur durch einen starken Anstieg der Geburtenrate oder eine sehr hohe Zuwanderung.

Die Geburtenrate liegt in Deutschland seit Ende der 90er Jahre relativ konstant bei ca. 1,4 Kindern pro Frau. Das führt dazu, dass jede Generation zahlenmäßig um etwa ein Drittel kleiner ist als die Vorgängergeneration. Deshalb lässt sich die Bevölkerungsabnahme auch nicht so einfach umkehren. Die Personen, die etwas dagegen tun könnten - nämlich sehr viele Kinder bekommen - sind schlicht und einfach in der Vergangenheit nicht geboren worden.

Um die Einwohnerzahl konstant zu halten, wäre in etwa eine Geburtenrate von 2,1 erforderlich. Auch aus gesellschaftlichen Gründen ist es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht zu erwarten, dieses Niveau auch nur annähernd zu erreichen. Das Durchschnittsalter beim ersten Kind liegt inzwischen bei 29,3 Jahren, mit steigender Tendenz (Statistisches Bundesamt, 2015). Sehr kinderreiche Familien sind mittlerweile selten, die Zahl der lebenslang Kinderlosen steigt. Diese Entwicklung ist in vielen westlichen Industrieländern zu beobachten.

Den Rückgang der Einwohnerzahl durch Zuwanderung auszugleichen, ist in der Praxis wohl ebenfalls kaum realistisch. In den vergangenen Jahrzehnten zogen pro Jahr zwischen 100.000 und 350.000 Personen mehr nach Deutschland, als im Gegenzug das Land verließen. Dieses Zuwanderungsniveau würde aber bei weitem nicht ausreichen, um die Bevölkerungszahl zu stabilisieren, ein Vielfaches davon wäre erforderlich. Ob das politisch und gesellschaftlich auf Dauer akzeptiert würde, ist sehr fraglich.

42 Arbeits- und speziell Fachkräftemangel ist heute bereits ein Thema in vielen Wirtschaftsbereichen. Durch die schrumpfende Bevölkerung wird sich dieses Thema in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland noch deutlich verschärfen. Im internationalen Wettbewerb wird es für Deutschland elementar wichtig werden, qualifizierte Zuwanderer aus dem Ausland zu gewinnen.

43 Quelle: Statistisches Bundesamt, 2009

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