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Feuchtigkeits- und Schimmelschäden - inkl. Arbeitshilfen online Leitfaden für Eigentümer und Vermieter von Tewinkel, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2015
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (PDF)
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Online verfügbar

Feuchtigkeits- und Schimmelschäden - inkl. Arbeitshilfen online

Das Buch erklärt detailliert, was Sie unternehmen können, um Feuchtigkeit und Schimmel effektiv und kostengünstig zu entfernen. Der Autor geht auf Ursachen und Folgen von Feuchteschäden ein und erklärt, wie Sie am besten dagegen vorgehen - als Vermieter und als Mieter. Inhalte: - Krank durch Schimmel und andere Mikroorganismen? - Schimmelbefall und typische Schadensbilder als anschauliche Farbfotos - Das müssen Vermieter, Mieter und Sachverständige beachten - Die Schimmelpilzsanierung: verschiedene Möglichkeiten der SchadenbeseitigungArbeitshilfen online: - Farbfotos, die bei der Entdeckung und Einordnung von Schäden helfen - Leitfäden zur Bewertung und Sanierung von Feuchteschäden - Verordnungen und VDI-Richtlinien Dipl. Chem. Dr. rer. nat. Stefan Tewinkel war von 1996 - 2001 in der Kanalsanierungsbranche tätig. Seit 2001 Tätigkeit als Sachverständiger am IFS, Untersuchung von Brand- und Feuchteschäden.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 222
    Erscheinungsdatum: 10.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648070567
    Verlag: Haufe Verlag
    Größe: 12803 kBytes
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Feuchtigkeits- und Schimmelschäden - inkl. Arbeitshilfen online

4 Schadenursachen

Die Ursachen für Feuchteschäden können sehr vielfältig sein. Für eine erfolgreiche Sanierung ist es essenziell, den Grund für das Auftreten zuverlässig zu ermitteln. Dies ist zum einen hinsichtlich der richtigen Schadenbeseitigung und zur Vorbeugung erneuter Schäden wichtig, zum anderen wegen eventueller Ansprüche gegenüber Mietern, Handwerkern oder der eigenen Gebäudeversicherung.

Abb. 8: Gravierende Folgen von Feuchteschäden an einem Gebäude
4.1 Schäden am Gebäude

Die Ursachen zahlreicher Schäden an Gebäuden bilden sich bereits in der Bauphase heraus. Es ist naheliegend, dass besonders Bauwerke gefährdet sind, die in einem feuchten Milieu errichtet werden, beispielsweise in drückendem Grundwasser.
Mängel an erdberührten Bauteilen

Als heutzutage bester Schutz gegen drückendes Grundwasser und aufsteigende Feuchte gilt die "weiße Wanne". Hierbei handelt es sich um ein Betonbauwerk, meist das Untergeschoss eines Gebäudes, bei dem die Bodenplatte und die Wände aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) sind. Prinzipiell ist es technisch nicht besonders anspruchsvoll, wasserundurchlässigen Beton herzustellen. Probleme treten jedoch häufig dann auf, wenn die wasserundurchlässigen Außenwände untereinander bzw. mit der wasserundurchlässigen Bodenplatte verbunden werden sollen. Die hierbei erforderliche Fugenabdichtung muss sorgfältig geplant und umgesetzt werden. Ebenso wichtig ist in diesem Zusammenhang die fachgerechte Einbringung und Verdichtung des Betons.

Die früher in Bereichen mit drückendem Grundwasser häufiger verwendete "schwarze Wanne" besitzt eine außen aufgebrachte Abdichtung. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um eine schwarze, bituminöse Abdichtung, die dieser Bauform ihren Namen gegeben hat. Die Abdichtung wird normalerweise durch Perimeterdämmplatten oder Dränbahnen geschützt. Auch hier kommt es bereits in der Bauphase auf große Sorgfalt an, um spätere Schäden zu vermeiden.

Abb. 9: Bituminöse Beschichtung auf einem gemauerten Keller

Treten Schäden an einer weißen oder schwarzen Wanne auf, kann Wasser in das Gebäude gelangen. Als Folge werden häufig erhöhte Feuchtigkeit und Schimmelbefall in den Kellerräumen festgestellt. Die dann erforderlichen Maßnahmen beinhalten bei einer schwarzen Wanne umfangreiche Erdarbeiten, die Kelleraußenwände müssen freigelegt und die Außenabdichtung wiederhergestellt werden. Etwas weniger aufwendig lassen sich Schäden an weißen Wannen beheben, da hier entstandene Risse, Fugenmängel oder andere Undichtigkeiten meist von innen her verpresst werden können.

Bei älteren Gebäuden ist der vermeintliche Mangel des feuchten Kellers oftmals ein Merkmal der alten Bausubstanz. In diesen Gebäuden fehlen häufig Horizontalabdichtungen gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden oder die Bodenplatte ist so ausgeführt, dass "trockene Bausubstanz" anders definiert werden muss als in modernen Gebäuden. Dies führt dazu, dass ein feuchter Keller in vielen älteren Gebäuden der Normalzustand ist.

Bei entsprechender Bausubstanz mit nicht verputzten Ziegelwänden und nur einfach verschlossenen Fensteröffnungen erwachsen hieraus keine besonderen Probleme. Derartige "Erdkeller" können für die Lagerung von Kartoffeln oder Wein sogar vorteilhaft sein. Schwierig wird es jedoch, wenn eine Renovierung oder gar Umnutzung der feuchten Räume erfolgen soll. Denn dann zeigt sich, dass der zum ersten Mal aufgebrachte Putz auf dem Mauerwerk nicht trocknet oder dass an den neu eingesetzten, nun sehr viel dichteren Fenstern ausgeprägte Kondenswasserbildung auftritt. Liegen empfängliche Oberflächen vor, ist der Schimmelbefall programmiert.

Abb. 10: Mineralische Ausblühungen und Schimmelbefall auf frisch aufgetragenem Putz in einem alten

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