text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Goodwill Accounting: Eine vergleichende Analyse des HGB und der IFRS am Beispiel der Unternehmen des DAX 30 von Brand, Andre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2012
  • Verlag: Diplomica
eBook (PDF)
34,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Goodwill Accounting: Eine vergleichende Analyse des HGB und der IFRS am Beispiel der Unternehmen des DAX 30

In der heutigen globalen Wirtschaft stellen strategische Unternehmensübernahmen eine vielfach angewandte Maßnahme dar, um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck zu entgegnen und die internationale Wettbewerbsposition zu stärken. Mit der konstanten Intensivierung dieser Aktivitäten nimmt die wertmäßige Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte in den Bilanzen nationaler und internationaler Unternehmen stetig zu. Diese zentrale Bedeutung in der externen Rechnungslegung geht mit einer hohen Relevanz der den Geschäfts- oder Firmenwert betreffenden Bilanzierungsvorschriften einher, wodurch diese einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen ausüben. Vor diesem Hintergrund behandelt diese Untersuchung die Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften des Geschäfts- oder Firmenwertes sowohl aus Sichtweise des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes als auch aus der Sicht der International Financial Reporting Standards. Zudem werden die daraus gewonnen Erkenntnisse durch eine Untersuchung der Geschäftsberichte der Unternehmen des Deutschen Aktienindex der tatsächlichen Bilanzierungspraxis gegenübergestellt, um einen Rückschluss auf die Entscheidungsrelevanz und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung zu gewinnen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 136
    Erscheinungsdatum: 01.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783842821637
    Verlag: Diplomica
    Größe: 662 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Goodwill Accounting: Eine vergleichende Analyse des HGB und der IFRS am Beispiel der Unternehmen des DAX 30

Textprobe: Kapitel 3.3.2, Originärer und negativer Geschäfts- oder Firmenwert: Da der originäre Geschäfts- oder Firmenwert die Kriterien der objektiven Bewertbarkeit und selbstständigen Verkehrsfähigkeit nicht erfüllt und gleichzeitig nicht per gesetzlicher Fiktion in den Rang eines Vermögensgegenstandes erhoben wird, ist eine Aktivierung nicht zulässig. Unterschreitet der Kaufpreis bei einem Unternehmenserwerb den Zeitwert der Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden, so entsteht ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert, welcher rückstellungsähnlichen Charakter besitzt und demzufolge theoretisch auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen werden müsste. Weder im HGB noch im EStG existieren jedoch Regelungen für die bilanzielle Behandlung eines negativen Firmenwertes im Einzelabschluss, wodurch in der Literatur verschiedene Auffassungen bezüglich dem Ansatz und der Bewertung gegeben sind. Diese sind unter anderem die sofortige Gewinnrealisierung, der Ausweis einer Verbindlichkeit oder Drohverlustrückstellung sowie eine Abstockung der Aktiva. Eine sofortige Gewinnrealisierung beim Erwerber ist aufgrund des Vorsichts- und Realisationsprinzips nicht zulässig, da Gewinne erst berücksichtigt werden dürfen, wenn sie bereits realisiert sind. Bei einem negativen Unterschiedsbetrag ist dies nicht gegeben, weil eine Ertragsrealisierung die Ausschüttung von Beträgen ermöglicht, welche eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zum Ausgleich von Verlusten benötigt werden. Auch die zweite Variante die eine Verbindlichkeit oder Drohverlustrückstellung in Höhe des negativen Unterschiedsbetrages vorsieht ist handelsrechtlich nicht zulässig, da (noch) keine konkrete Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Die dritte Variante besteht in der Abstockung der übernommenen Aktiva mit Ausnahme der liquiden Mittel, in Kombination mit einer Passivierung des negativen Geschäfts- oder Firmenwertes. Gemäß
255 Abs. 1 HGB werden die erworbenen Vermögensgegenstände nicht mit ihrem Zeitwert, sondern den Anschaffungskosten bewertet. Es erfolgt eine stille Verrechnung des negativen Unterschiedsbetrages, indem die Vermögensgegenstände proportional zu ihrem Zeitwert abgestockt werden. Verbleibt nach vollständiger Abstockung der Aktiva ein negativer Unterschiedsbetrag, wird dieser Posten zum Ausgleich potenzieller zukünftiger Verluste passiviert. Da keine einheitliche Regelung bezüglich der Folgebehandlung des passiven Ausgleichpostens besteht, geht die Literatur davon aus, dass der Posten bei Wegfall des Grundes, welcher Auslöser für den negativen Unterschiedsbetrag war, gewinnerhöhend aufzulösen ist. Begründet wird dies durch das BFH-Urteil vom 26.4.2006, welches darauf hinweist, dass der passive Ausgleichsposten 'ggf. (steuerwirksam) abzuschreiben wäre'. Die Vorgehensweise der Abstockung wirft in der Praxis weitgehende Probleme auf, da die Ertragslage der zukünftigen Geschäftsjahre unzutreffend dargestellt wird, sofern die Abstockung abschreibbares Anlagevermögen betrifft. Der Gewinn würde in diesem Fall zu hoch und die Abschreibungen zu niedrig ausgewiesen werden. Eine vom Einzelabschluss abweichende Regelung gilt für den Konzernabschluss, bei welchem ein negativer Unterschiedsbetrag gem.
301 Abs. 3 HGB als 'Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung' auf der Passivseite nach dem Eigenkapital auszuweisen ist. Eine ergebniswirksame Auflösung ist nach
309 Abs. 2 HGB nur möglich, wenn eine zum Zeitpunkt des Erwerbs erwartete negative Entwicklung eingetreten ist oder am Abschlussstichtag feststeht, dass der Unterschiedsbetrag einem realisierten Gewinn entspricht. 3.4, Erst- und Folgebilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwertes: Der derivative Geschäfts- oder Firmenwert gilt kraft gesetzlicher Fiktion des
246 Abs. 1 Satz 4 HGB als Vermögensgegenstand und unterliegt dadurch dem Vollständigkeitsgebot, wodurch eine Aktivierungspflicht vorliegt. Demzufolge ist die Differenz zwischen Kaufpre

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen