text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Google-Mitarbeiter Nr. 59 Der erste Insider-Bericht aus dem Weltkonzern von Edwards, Douglas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2012
  • Verlag: Redline Verlag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Google-Mitarbeiter Nr. 59

1998 erblickte einer der einflussreichsten Internetkonzerne das Licht der Welt. Einer, der nicht nur die IT-Welt eroberte, sondern es obendrein geschafft hat, einen eigenen Begriff zu prägen. Googeln schaffte es sogar in den Duden. Die Suchmaschine ist heute für Millionen Menschen die Anlaufstelle Nummer 1, wenn es um die Beschaffung von Informationen geht. Und von der ersten Stunde an dabei war Google-Mitarbeiter Nr. 59, Douglas Edwards. Mit viel Humor berichtet er von den Anfängen, der ganz eigenen Google-Kultur und seinen ganz persönlichen Erfahrungen in der sehr speziellen Welt eines Internet-Start-ups auf dem Weg zum Global Player. Er beschreibt, wie Larry Page und Sergey Brin mit Eigensinn und einer leichten Arroganz Google dahin brachten, wo Google heute ist und wofür Google steht. Atmen wir quasi die Google-Luft in der Konzernzentrale und begeben uns mit Douglas Edwards auf die Reise durch das Google-Imperium. Dabei erzählt er uns viele persönliche Geschichten darüber, wie es ist, im wohl eigenwilligsten Konzern der Welt zu arbeiten.

Douglas Edwards war von 1999 bis 2005 Angestellter bei Google. 2005 schied er, inzwischen Director of Marketing and Brand Management, aus dem Unternehmen aus. Bevor er dem Google-Universum beitrat, war er Markenmanager für die San Jose Mercur News, Kommunikationsmanager für KQED und Korrespondent für das Radioprogramm Marketplace in Nowosibirsk.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 04.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864142765
    Verlag: Redline Verlag
    Größe: 549 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Google-Mitarbeiter Nr. 59

Teil I

Du bist einer von uns.
Ich erledigte die Dinge auf meine Weise.
Diese entsprach nicht der Google-Methode.
Einer von uns musste sich ändern.
1 Woher ich kam

Ich war zwar kein Technik-Blindgänger, aber auch keiner von diesen Karrieretypen. Ich hatte nicht das Wirtschaftsstudium mit links absolviert, einen Gastauftritt bei einer Beratung hingelegt und dann einen tollen Managementposten bei einem bahnbrechenden Hightech-Unternehmen angenommen, als dieses gerade Platinstatus erreichte. Wie fern mir das war, sieht man allein daran, dass mein Hauptfach an der Uni Englisch war. Ohne feste Pläne für mein Leben schlenderte ich durchs College. Nach dem Abschluss hatte ich verschiedene Jobs im Marketingbereich, bis ich 1992 schließlich bei der San Jose Mercury News (auch bekannt als The Merc ) landete. Ich war zu dem Zeitpunkt 34 Jahre alt und bereit, mich auf etwas einzulassen, das zumindest die Spur von etwas Dauerhaftem hatte.

"Wir bekommen noch ein Kind", erinnerte mich meine Frau Kristen. "Und es wird Schuhe brauchen."

Sieben Jahre zogen ins Land. 1999 war ich 41 Jahre alt. Ich bekam jeden Monat meinen Gehaltsscheck, hatte drei Kinder und beruflich ausgesorgt mit meinem Job in einem großen soliden Unternehmen mit 150-jähriger Tradition und einem Händchen für die Zukunft. Aber statt mich zurückzulehnen, kündigte ich meinen Job, um bei einem Start-up-Unternehmen ohne Umsatz und erkennbaren Businessplan anzufangen. Was hatte ich mir dabei gedacht? Warum nahm ich freiwillig eine Gehaltskürzung um 25.000 Dollar und einen weniger beeindruckenden Titel in Kauf, um mit einer Horde College-Kids "Wir gründen eine Firma" zu spielen?

Damals schien es mir logisch zu sein, aber nur weil die Logik zu jener Zeit durch die expandierende Dotcom-Blase verzerrt war.

Die Leitung des Marketings und später der Online-Produktentwicklung bei der Merc ("Der Tageszeitung des Silicon Valley") verschaffte mir einen guten Überblick über die Internetexplosion, die sich außerhalb unserer vier Wände abspielte. Jerry Ceppos, Chefredakteur der Zeitschrift, bezeichnete sie als "Pendant zur italienischen Renaissance, die sich geradewegs auf unserem Hinterhof abspielt." Die e-Medicis und dot-Boticellis schossen wie Pilze aus dem Boden - mit Geschäftsideen, die aus nichts als Bits und großen Ideen bestanden. Die Merc wollte daran teilhaben und startete Initiativen im Bereich Neue Medien, einschließlich einer Plattform für technische Neuerungen mit dem Namen Siliconvalley.com. Für diese Plattform hatte ich den Businessplan erstellt. Ich stellte mir SV.com als pulsierendes Kommunikationszentrum vor für jeden, dessen Leben mit Technologie zu tun hatte. Aber trotz unseres optimistischen Auftretens konnte ich den sich ausbreitenden Gestank des Untergangs nicht ignorieren.

Während seiner 150 Jahre legte die Mercury News eine Prozessschicht über die andere, bis das wenige, was an unternehmerischem Geist noch vorhanden war, verschüttet wurde unter dem bürokratischen Wust von Organisationsplänen und Richtlinienhandbüchern. Wir betrachteten Zeitungen als das erste Konzept in der Geschichte der Medien und niemand wollte bei der Übertragung dieses historischen Erfolgs auf das nächste Massenmedium einen Fehlschritt begehen. Jedes lose Ende und jede vage Vorstellung musste sorgfältig eingetütet werden, bevor wir unser neues Produkt auf die öffentliche Bühne werfen konnten.

Wir schafften es, Siliconvalley.com als Plattform voller Logos bekannter Technologieunternehmen wie Dell, HP und NetObjects zu etablieren. Unsere Quelle fragte uns, ob wir ihm einen Gefallen tun und noch ein kleineres Unternehmen von seiner Kundenliste aufnehmen könnten.

"Dieses Google", fragte ich ihn, "was machen die denn?"

"Internetsuche", antwortete er.

"Suche? Ha. Dann wünsche ich ihnen viel Glück", dachte ic

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen