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Honorar statt Provision Warum sich Vertrauen in Honorarberater auszahlt von Rauch, Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2010
  • Verlag: FinanzBuch Verlag
eBook (ePUB)
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Honorar statt Provision

Finanzberatung ist zur Vertrauenssache geworden. Viele Anleger fragen sich, welche Möglichkeiten sie noch haben, wenn eine kompetente Beratung nicht einmal mehr in der eigenen Bank möglich ist. Eine Lösung stellt die Honorarberatung dar - die produktunabhängige Beratung auf Honorarbasis. Nicht wenige Verbraucher unterliegen aber immer noch dem Irrtum, Finanzberatung müsse kostenlos sein, da sonst die Renditen der Anlagen aufgefressen werden würden. Das Gegenteil ist der Fall. Versteckte Gebühren und Kosten in Finanzprodukten kommen den Verbraucher teuer zu stehen. Eine individuelle, verbraucher-orientierte Beratung ist nicht möglich, solange Produkte verkauft werden müssen, um den Dialog mit dem Endverbraucher zu finanzieren. 'Honorar statt Provision' zeigt auf, was Honorarberatung ist, wie sie funktioniert, was sie kostet und wie man kompetente, vertrauenswürdige Honorarberater findet. Auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz will die unabhängige Honorarberatung fördern.

Dieter Rauch, Jahrgang 1969, ist seit über 20 Jahren in der Finanzbranche tätig. Als Gründungsgeschäftsführer des Verbundes Deutscher Honorarberater gilt er als Experte für die Einführung und Umsetzung honorarbasierter Finanzberatung im deutschsprachigen Raum. Seit dem Jahr 2000 baute er den Verband als Service und Solutionsprovider für Honorarberater auf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 18.10.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862486120
    Verlag: FinanzBuch Verlag
    Größe: 3114 kBytes
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Honorar statt Provision

1. Von der Vermittlung von Finanzprodukten zur Beratung

Sie sind auch dabei. Sicher: 20 bis 30 Milliarden Euro verlieren Anleger jedes Jahr wegen schlechter Finanzberatung und Vermittlung von Finanzprodukten. Mehr als die Hälfte der Langfristanlagen werden frühzeitig gekündigt. Diese Erkenntnisse stammen aus der Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aus dem Jahr 2008. In der bislang umfassendsten Untersuchung des deutschen Finanzmarktes "Anforderungen an Finanzvermittler – mehr Qualität, bessere Entscheidungen" (Evers & Jung) sprechen sich die Autoren Marco Habschick und Jan Evers eindeutig für die Honorarberatung als Lösungsansatz für bessere Leistungen in der Finanzbranche aus und be gründen das ausführlich und überzeugend. Sie fordern unter anderem, Vermittlungsprozesse bei der Regulierung mit zu betrachten und die Anreizstrukturen der Provisionsberatung zu verändern. Die Studie förderte eine dringend notwendige Debatte über Qualitätsstandards bei der Beratung für Finanzprodukte. Bei einigen Produktgebern und vermutlich allen vertriebsorientierten Organisationen löste die Untersuchung Unverständnis, Widerspruch oder blanke Panik aus. In der Folgezeit kam es zu mehreren Anhörungen von Branchenvertretern in Berlin.
Studienergebnisse: Über Finanzvermittlung
in Deutschland

Evers & Jung untersuchten für die Studie "Anforderungen an Finanzvermittler" die rechtlichen Rahmenbedingungen, analysierten die Vermittlerpraxis u. a. durch Expertenbefragungen und stellten internationale Vergleiche an. Untersucht wurden verschiedene Ebenen des Versicherungs-, Anlage- und Kreditmarktes. Die Studie klammert die im Jahr 2007 vollzogene Umsetzung der EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie (VersVermR) und die Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) aus, da die qualitativen Folgen der Neuregelungen noch nicht absehbar waren. Die Autoren äußerten sich in der Studie jedoch eher skeptisch über deren Erfolg wegen des großen bürokratischen Aufwands bei geringen Sicherungsgewinnen für die Verbraucher.

Der Befund der Studie: Die Situation ist vor allem charakterisiert durch eine im internationalen Vergleich hohe Anzahl an Akteuren und ein unübersichtliches rechtliches Rahmenwerk.

In Deutschland kommen 61 Vermittler auf 10.000 Einwohner. In Großbritannien liegt diese Zahl bei 27 und in den Niederlanden bei 20. Der Regulierungs- und Standardisierungsgrad liegt laut Autoren der Studie unter dem im Handwerk oder bei der Schuldnerberatung. Die fragmentierte Regulierung genügt nicht den notwendigen inhaltlichen Ansprüchen einer wünschenswerten produkt- und themenübergreifenden Gesamtbetrachtung der privaten Finanzen, die im gehobenen Marktsegment des Private Banking als Maßstab gilt.

Über den Berufsstand Vermittler von Finanzanlagen und die Ausgangssituation im "Beratungsgespräch" formulieren die Autoren der Studie:

"Dem Vermittler steht der typische Verbraucher mit einem unzureichenden finanziellen Bildungsstand gegenüber, was ein produktives Miteinander auf hinreichendem qualitativem Niveau weiter erschwert. Der Nutzen einer finanziellen Entscheidung ist durch die meisten Verbraucher kaum zu erfassen oder gar zu bewerten. Mitunter herrscht der Wunsch vor, dem Berater die Entscheidung zu überlassen. Durch diese belastete Ausgangskonstellation sind Fehlleistungen eher die Regel als die Ausnahme und auch empirisch zu belegen. Zum Beispiel werden 50–80% aller Langfristanlagen mit Verlust vorzeitig abgebrochen und die gesamten Vermögensschäden auf Grund mangelhafter Finanzberatung werden auf jährlich 20–3

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