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Innovationen erfolgreich kommerzialisieren Geschäftsfeldentwicklung in Technologiebranchen von Janovsky, Jürgen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2017
  • Verlag: Schäffer-Poeschel
eBook (ePUB)
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Innovationen erfolgreich kommerzialisieren

Vielversprechende Neuentwicklungen scheitern oft nicht am Markt, sondern an internen Strukturen und mangelnder Umsetzung in marktgerechte Produkte. Das Buch beleuchtet die Gründe und zeigt konkrete Ansatzpunkte für leistungsfähigere Strukturen und ein zielgerichtetes Innovationsmanagement auf. Im Fokus dabei : die Kommerzialisierungsphase beim Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes, in der Innovationen und neue Produkte auch zum wirtschaftlichen Erfolg geführt werden sollen. Die Auswertungen von über 25 Interviews mit Innovationsmanagern internationaler Technologiekonzerne liefern wertvolle Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Umsetzung im eigenen Unternehmen. Prof. Dr. Jürgen Janovsky, Diplom-Verwaltungswissenschaftler, ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, inbes. Innovationsmanagement, an der Hochschule Pforzheim. Vor und während seiner Zeit an der Hochschule hat er zahlreiche internationale Beratungsprojekte in den Bereichen Wirtschaftsförderung und Unternehmensentwicklung durchgeführt und war dabei in etwa 40 Ländern bei internationalen Organisationen wie der Weltbank, der Europäischen Kommission und der OECD sowie verschiedenen internationalen Konzernen aktiv.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 11.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783791038728
    Verlag: Schäffer-Poeschel
    Größe: 8661 kBytes
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Innovationen erfolgreich kommerzialisieren

1 Einleitung

1.1 Die zentralen Botschaften im vorliegenden Buch

Die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft war im Laufe der letzten zehn Jahre Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Dabei zeichnete sich ein eher beunruhigendes Gesamtbild ab. Hierzu nur einige Beispiele:

Einem Gutachten der "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW, 2011, S. 4) ist zu entnehmen, dass sich der Anteil der "echten Innovatoren" 1 während der ersten Dekade des neuen Jahrtausends zumindest im Mittelstand (traditionell das Rückgrat im bundesdeutschen Innovationsgeschehen) von acht auf vier Prozent halbiert hat.

In einer Studie der Universität Bochum 2 wurde festgestellt, dass nur ein kleiner Teil der Innovationsideen kommerziell erfolgreich umgesetzt werden konnte: "Nur etwa 13 Prozent aller Neuproduktvorschläge erreichen das Stadium der Markteinführung und von den neu am Markt lancierten Produkten können wiederum nur rund 50 Prozent die in sie gesetzten Erwartungen zumindest in Teilen erfüllen. Von den 'offiziell' vorangetriebenen Ideen wird nur rund jede sechzehnte ein kommerzieller Erfolg (6 Prozent)".

Die Boston Consulting Group (2006, S. 16) kam zu der Folgerung, dass die Position der deutschen Wirtschaft vor allem in den Sektoren sehr schwach ist, in denen eine hohe Innovationsdynamik herrscht .

Manche, wie die Unternehmensberatungen Arthur D. Little oder DETECON, schätzen die Erfolgsquote noch viel niedriger ein, als es aus der Studie der Universität Bochum hervorgeht. 3 Wie kann man Innovationsaktivitäten überhaupt statistisch abbilden? Als Bezugsgrößen gibt es Input- oder Output-Faktoren. Erstere werden in der Regel bevorzugt, da sie leichter zu erfassen sind. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Patente oder FuE-Investitionen. Ein Nachteil ist, dass sie nur einen Teil des Innovationsprozesses abdecken, denn die Kommerzialisierungsphase bleibt außen vor.

Viele Unternehmer werden einwenden, dass sie derartige methodische Aspekte zu Statistiken nicht interessieren. Entscheidend sei vielmehr, dass zum Thema Innovation überhaupt etwas passiert. So werden anspruchsvolle Technologiestrategien entwickelt, neue Forschungsprojekte initiiert, zentrale Innovationsabteilungen eingerichtet und diese damit beauftragt, neue Innovationsvorhaben anzustoßen. Mit all diesen Aktivitäten operiert das Unternehmen in der Input-Perspektive , so wie die oben angeführten Statistiken.

Und wie steht es mit der Output-Seite, also der Kommerzialisierung? Sie kommt irgendwann später - oder auch nicht, und wenn, dann vielleicht nicht so, wie man es sich ursprünglich erhofft hatte. Die Befunde der Universität Bochum vermitteln ein eindeutiges Signal.

Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie die genannten Statistiken zum kommerziellen Erfolg zu werten sind. Scheitern gehört nun einmal zu allen betriebswirtschaftlichen Wagnissen dazu und das Risiko, dass dies seinen Ausdruck auf der Ebene von Innovationsprojekten findet, ist a priori besonders hoch (Tidd et al., 2005). 4 Wichtiger erscheint die Frage, ob die Möglichkeit bestanden hätte, die Fehlschlagquoten zu verringern. Dazu liegen keine validen Zahlen vor, wohl aber gewisse Orientierungen. In der akademischen Welt gibt es vermutlich niemanden, der sich diesem Thema länger und umfassender gewidmet hat als Robert G. Cooper . Er gelangte nach langer Forschungsarbeit zu folgender Feststellung (1999):

"Twenty-five years of research into why new products succeed, why they fail, and what distinguishes winning businesses, and are we any further ahead? Some pu

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