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Kriterien zur Ressourcensteuerung an Hochschulen von Riese, Karina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2008
  • Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
eBook (PDF)
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Kriterien zur Ressourcensteuerung an Hochschulen

Karina Riese bewertet regelmäßig verwendete Kriterien der Leistungsmessung an Hochschulen und diskutiert auf der Basis der Humankapitaltheorie alternative Vorschläge für ergänzende und aussagefähigere Kriterien. Dr. Karina Riese promovierte bei Prof. Dr. Dr. h.c. Ralf Michael Ebeling am Lehrstuhl für Externes Rechnungswesen/Wirtschaftsprüfung der Universität Halle-Wittenberg. Sie ist Assistant Manager im Bereich Audit bei der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in München.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 385
    Erscheinungsdatum: 15.01.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783835055063
    Verlag: DUV Deutscher Universitäts-Verlag
    Größe: 2618 kBytes
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Kriterien zur Ressourcensteuerung an Hochschulen

2 Hochschulen im Mittelpunkt neuer Steuerungsüberlegungen (S. 10)

Die folgenden Kapitel stellen zunächst die Ursachen für veränderte Steuerungsanforderungen dar, ehe die theoretischen Grundlagen für den weiteren Fortgang der Arbeit dargelegt werden. Die Erörterung der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sowie spezifischen Charakteristika dient dem Verständnis der grundsätzlichen Zusammenhänge in Hochschulen, da erst mit der Kenntnis über ihre Besonderheiten wesensgemäße Steuerungsinstrumente für Hochschulen geschaffen und auch weiterentwickelt werden können.

Schwerpunkt bilden die Prinzipien der Finanzierung und die Steuerungswirkungen. In diesem Rahmen beziehen die Ausführungen auch makroökonomische Erklärungsansätze ein, welche die Ausgestaltung des heutigen Hochschulsystems begründen. Im Anschluss werden Veränderungen in der öffentlichen Finanzierung und ihre Auswirkungen auf Hochschulen aufgegriffen.

2.1 Ursachen für eine neue Steuerung an Hochschulen

2.1.1 Allgemeine Entwicklungstendenzen im Hochschulsystem

Die Haushaltsmittel, die der Staat für Lehre und Forschung zur Verfügung stellt, sind nicht unbegrenzt erweiterbar. Besonders seit dem sich zunehmend eine Finanzkrise abzeichnet, müssen die Hochschulen mit knapper werdenden Mitteln zurechtkommen. , Und diese Situation schließt sich an eine Zeit an, in der die Hochschulen nach Auffassung vieler Autoren schon seit mehreren Jahren chronisch unterfinanziert sind. Diese Verknappung staatlicher Mittel verlangt nach der Bereitschaft, alternative Formen der Mittelverteilung einzusetzen.

Unter der Bedingung stagnierender bzw. rückläufiger Finanzmittel wird die Steuerung der Hochschulen über die tradierte Vorgehensweise zunehmend schwieriger und unbefriedigender, da Neues oder Anderes nur zu Lasten des Bestehenden realisiert werden kann. Ferner können ineffektiv oder ineffizient verwandte Mittel wegen unzureichenden Verständnisses über die Verhältnisse einer Hochschule kaum über externe Kontrollen ausgemacht werden.

Die Verknappung der staatlichen Mittel gepaart mit einem derzeit noch anhaltenden Wachstum der Studentenzahlen haben gegenwärtig die Notwendigkeit verstärkt, Hochschulen mittels veränderter oder neuer Strukturen und Führungskonzeptionen zu steuern. Zukünftig wird die Zahl der Studierfähigen jedoch durch die demographische Entwicklung abnehmen, so dass Fragen nach dem Schicksal einzelner Institutionen aufgeworfen werden. In diesem Zusammenhang verlangen Mittelkürzungen nach ausgewiesenen Entscheidungen, Selektivität in der Mittelvergabe und Prioritätensetzung. ,Aber auch unabhängig von der demographischen Entwicklung und der Nachfrage nach Studienplätzen müssen die Hochschulen einen Beitrag zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte leisten.

Weiter sorgen vermutete Qualitätsdefizite in Forschung und Lehre, ineffizienter Ressourceneinsatz, Mangel an internationaler Wettbewerbsfähigkeit sowie mangelnde Orientierung der Hochschulen an gesellschaftlichen Problemlagen und den Anforderungen des Arbeitsmarktes für steigende Ansprüche an die Rechenschaftsaktivitäten der Hochschulen. Inwieweit jedoch die pauschale Forderung nach mehr Effizienz und Effektivität gerechtfertigt ist, wird sich erst mit Hilfe von Messmethoden und -instrumenten feststellen lassen. Gegen den Vorwurf, dass deutsche Hochschulen nicht leistungsfähig und ineffizient sind, spricht bspw. die Entwicklung in den 1970er Jahren.

Durch den Öffnungsbeschluss nahm die Studentenzahl ohne wesentliche Ausweitung der Hochschulkapazitäten zu. Dennoch wurden die Studenten qualitativ so ausgebildet, dass sie lange Zeit zu den am besten ausgebildeten Akademikern zählten. Aber die Entwicklung der Hochschulen zu Großorganisationen lässt die traditionelle Selbstverwaltung bzw. die duale Struktur an Hochschulen als unzureichend erscheinen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Fra

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