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Non-Performing Loans in Deutschland Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing von Bitterling, Ulrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2007
  • Verlag: Diplomica
eBook (PDF)
34,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Non-Performing Loans in Deutschland

Das Buch befasst sich primär mit den sich aus Non-Performing Loans (NPL) ergebenden Problemen, sowie den Handlungsoptionen deutscher Kreditinstitute. Die Banken sind gezwungen neben Wertberichtigungen und Abschreibungen neue Wege für ein aktives Rückführungsmanagement zu finden. Neben der klassischen institutseigenen Bearbeitung tritt zunehmend der Verkauf von NPL und das Outsourcing in den Vordergrund. Ursprünglich aus dem Ausland kommend, hat dieser Weg der 'Industrialisierung' des Bankgeschäftes auch auf Deutschland übergegriffen. Nach mehreren Jahren schnellen Wachstums ist der deutsche Markt nun in eine Phase der Konsolidierung getreten. Die wichtigsten Prozess- und Rechtsfragen sind geklärt. Die Volumina, der auf dem Markt angebotenen Portfolien, werden kleiner. Ziel des Buchs ist es darzustellen, wie sich der relativ neue Markt entwickelt hat, welche Handungsalternativen bestehen, welche Motive hierbei bedeutend sind, und welche Rechtsfragen eine Rolle spielen. Dabei werden die oben genannten Handlungsoptionen zunächst vorgestellt, um sie dann vergleichend zu betrachten, so dass Aussagen über deren Vor- und Nachteile möglich sind. Abschließend wird der typische Ablauf einer NPL-Transaktion unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing näher beleuchtet. Dabei wird auch die Rolle des Servicers vertieft dargestellt.

Ulrich Bitterling, Bachelor of Arts, 'International Business and Management' an der Fachhochschule Osnabrück. Abschluss 2007 als 'Bachelor of Arts' (B.A.). Derzeit in Vorbereitung auf den Masterabschluss.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 116
    Erscheinungsdatum: 01.11.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836605762
    Verlag: Diplomica
    Größe: 389 kBytes
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Non-Performing Loans in Deutschland

'Textprobe: Kapitel 2.2, Indikation: Nachdem die Vorbereitungsphase des Kreditportfolioverkaufs abgeschlossen ist, folgt in der Indikationsphase zunächst die Festlegung des Bietverfahrens. Dabei wird in der Regel ein zweistufiges Verfahren angewandt, welches den Investoren einen ersten Überblick über die zum Verkauf stehenden Engagements ermöglicht. Üblicherweise werden hierbei nur die Art der Kredite, deren Umfang und der Status der Besicherung weitergegeben, während schuldnerbezogene Angaben (Name, Adresse etc.) noch zurückgehalten werden. Daraufhin kommt es zu einem unverbindlichen Angebot durch den Investor, welches die verkaufende Bank auswertet. In diesem Zusammenhang ist der sog. 'Letter of Intent' von Bedeutung, der eine Kaufabsichts- und Vertraulichkeitserklärung zwischen den potentiellen Vertragsparteien darstellt. In der Praxis sind solche Erstgebote jedoch von geringer Aussagekraft, da der Umfang der zur Verfügung stehenden Informationen begrenzt ist und die Investoren bei der ersten Bewertung des Engagements noch wenig Aufwand betreiben. Dennoch erhält das Kreditinstitut einen ersten Eindruck über den zu erzielenden Verkaufserlös. Da die Erzielung eines möglichst hohen Verkaufspreises für die Bank im Vordergrund steht, ist es für diese von Vorteil, den Kreis der Bieter auf ein Minimum (ca. vier) zu begrenzen. Wie die Praxis gezeigt hat, ist das Interesse der vorwiegend internationalen Investoren bei kleinerer Bieteranzahl und bei möglichst großvolumigen Portfolios höher. Als Begründung sind wiederum die mit der Transaktion verbundenen hohen Kosten für die Investoren zu sehen. Im Gegensatz dazu werden dem Investor beim einstufigen Bietverfahren (direkte Due Diligence) alle zur Verfügung stehenden Unterlagen zu den zu veräußernden Kreditportfolios unmittelbar zur Verfügung gestellt. Nach der Durchsicht und Bewertung kommt es zur Abgabe eines bindenden Angebotes durch die jeweiligen Interessenten. Kapitel 2.3, Due Diligence: Einer der wichtigsten Schritte einer NPL-Transaktion ist die Durchführung einer Due Diligence Prüfung. Im deutschen Sprachgebrauch wird sie häufig als 'Sorgfältigkeitsprüfung' bezeichnet. Beim Verkauf ist sie einer der wichtigsten Aspekte und stellt mit großer Arbeitsbelastung und Komplexität hohe Anforderungen an die beteiligten Vertragspartner. Nach Froitzheim stellt die Due Diligence sogar die 'größte Herausforderung einer NPL-Transaktion' dar. Die Due Diligence ist ein 'stichtagsbezogenes, klar strukturiertes, planvolles Preisfindungsverfahren zur Bewertung der Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken, d.h. der Werthaltigkeit des Kreditportfolios'. Vor der zweiten und abschließenden Bieterrunde werden alle für die ausgewählten Investoren relevanten Informationen in einem Datenraum (Data Room) im Hause des Verkäufers zur Verfügung gestellt. Im Datenraum herrschen festgelegte Regeln, die einen vertraulichen Umgang gewährleisten und sicherstellen, dass die Prüfer gleichermaßen unterstützt werden. Die Investoren, meist durch beauftragte externe Experten (Banken, Anwälte und Wirtschaftsprüfer) vertreten, müssen die Kaufobjekte einer intensiven Untersuchung unterziehen, um diese beurteilen zu können. Im Rahmen der Due Diligence spielen folgende Berater eine wichtige Rolle: Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Immobiliensachverständige, Rechtsanwaltsbüros und letztendlich die Servicegesellschaften. Während dieser Portfolioanalyse wählen die Investoren im Stichprobenverfahren einzelne Engagements aus und führen Einzelprüfungen durch. 'Nur wenn es gelingt, zu jeder im Kreditportfolio befindlichen Forderung alle Informationen zu Kreditnehmern und Sicherheiten zusammenzutragen, kann überhaupt eine wirtschaftlich sinnvolle NPL-Transaktion zustande kommen.' Des Weiteren gibt die Due Diligence dem zukünftigen Servicer Aufschluss über den Umfang der bereits durchgeführten Sanierungsmaßnahmen und somit Hinweise

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