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Problemorientiertes Wissensmanagement in der Automobilindustrie Ein interdisziplinärer Ansatz von Born, Volker (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2009
  • Verlag: Gabler
eBook (PDF)
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Problemorientiertes Wissensmanagement in der Automobilindustrie

Volker Born untersucht das Zusammenwirken von Gremienmitgliedern in Entscheidungsprozessen. Er entwickelt handlungsorientierte Modelle, welche die Entscheidungsträger dabei unterstützen, ihre spezifischen Funktionen in Entscheidungsprozessen der Gremien wahrnehmen zu können. Volker Born promovierte 2008 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Leipzig.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 11.02.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834981073
    Verlag: Gabler
    Größe: 6549 kBytes
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Problemorientiertes Wissensmanagement in der Automobilindustrie

6 Entwicklung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Textproduktion (S. 151-152)

6.1 Didaktisches Konzept und Umsetzung

Im Rahmen des Projektes, wurde ein didaktisches Konzept zum Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Textproduktion entwickelt, das in einer "prototypischen" Schulung von Protokollanten umgesetzt wurde.191 Das Konzept basiert auf der in Kapitel 5 dargestellten Strukturgrundlage und den Strukturmustern für die unterschiedlichen Gremiendokumente. Im Folgenden wird das didaktische Konzept der Schulung dargestellt und dessen Umsetzung in der Schulung von Protokollanten beschrieben. Im Anschluss werden die Akzeptanz der Schulung, der Lernerfolg sowie mögliche pädagogische Konsequenzen thematisiert.

Defizite der traditionellen Gestaltung von Schulungen respektive von Lehr-Lern- Prozessen sind in der wirtschaftspädagogischen Literatur umfassend beschrieben (vgl. u. a. Dubs, 1995b, Klauser, 1998a, 1998c, Reetz, 1996): Vielfach wird darauf verwiesen, dass Fähigkeiten der Lernenden in komplexen Zusammenhängen zu denken sowie Probleme selbstgesteuert und unter Berücksichtigung metakognitiver Prozesse zu lösen, nur unzureichend entwickelt werden.

Diese Defizite werden in der Literatur unter anderem auf ein oftmals linearisiertes und atomisiertes Darbieten von Lerninhalten zurückgeführt, die zudem durch einen fehlenden Praxisbezug bzw. einen mangelnden Anwendungsbezug charakterisiert sind. Als wissenschaftlich gesichert gilt, dass ein an rein kognitiven Lernzielen orientiertes Lehr-Lern-Angebot dazu führt, dass Wissensbestände zumeist in rein theoretischen Kontexten dargeboten werden. Diese Wissensbestände können von den Lernenden nur schwer auf konkrete Situationen z. B. im Arbeitsalltag übertragen werden, da sie ohne spezifische Anwendungsbezüge erworben werden (vgl. u. a. Achtenhagen, 1992, Fürstenau, 1994, Klauser, 1998a, 1998b, Renkl, 1996, Mandl &, Gerstenmaier, 2000).

Um das Vorgehen bei der Konzeption von Lehr-Lern-Angeboten positiv auszugestalten, führt Klauser193 in Reaktion auf die genannten Defizite und in Bezug auf Kriterien zur Gestaltung von komplexen Lehr-Lern-Arrangements (vgl. Achtenhagen, 1992) sowie unter Berücksichtigung von Erkenntnissen moderner Instruktionsansätze die folgenden Prinzipien zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen an: Individuelle Lernprozesse müssen "stets im Zusammenhang mit der sozialen Dimension des Lernens diskutiert und ausgestaltet werden" (Klauser et al., 2002, S. 13). So können beim Lernen in Gruppen multiple Perspektiven durch unterschiedliche Meinungen und Lösungsansätze der Lernenden hervorgebracht werden, wodurch eine tiefere Elaboration des erworbenen Wissens gefördert werden kann. Selbstgesteuerte Lernprozesse ermöglichen eine aktive Konstruktion von Wissen durch die Lernenden.

Ein selbstgesteuertes Lernen erfolgt jedoch nicht automatisch und führt nicht bei allen Lernenden zu besseren Lernerfolgen. Eine instruktionale Anleitung und Unterstützung durch den Lehrenden zielt u. a. darauf ab, eine Überforderung der Lernenden bei der Bewältigung komplexer Anforderungen zu vermeiden. Eine instruktionale Unterstützung der Lernenden ist mit der Anwendung eines umfangreichen Methodenrepertoires durch den Lehrenden verbunden, das u. a. die Bereitstellung von Informationsquellen und die Ausgestaltung und Darbietung von Übungen sowie von Anwendungsmöglichkeiten einschließt. Dabei können reale Problemstellungen und authentische Situationen dazu dienen, dass sich die Lernenden motiviert mit den Lerninhalten auseinandersetzen und das Gelernte im Arbeitsprozess anwenden können.

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