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Qualitätsmanagement in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Vorbereitung auf die DIN ISO 9001 von Bayrakli, Muhittin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2020
  • Verlag: Haufe Verlag
eBook (ePUB)
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Qualitätsmanagement in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

Durch die zunehmende Bedeutung der Globalisierung und Digitalisierung werden Qualitätsdenken und -orientierung zu festen Bestandteilen des unternehmerischen Handelns. Doch wie wird ein Qualitätsmanagementsystem aufgebaut und weiterentwickelt? Dieses Buch bietet einen verständlichen Einstieg in die Themen und Rahmenbedingungen des Qualitätsmanagements (QM) in der Immobilienwirtschaft. Dabei legt es den Fokus auf die Mieter- und Kundenorientierung und geht auch auf die Norm DIN EN ISO 9001:2015 ein. Ausgewählte Praxisbeispiele zeigen, wie QM erfolgreich umgesetzt werden kann. Inhalt: - Qualitätsmanagementsysteme: Aufgaben, Begriffe, Vorteile, Ziele - Die ISO-9000-Familie, Total-Quality-Management (TQM), Business-Excellence-Modelle (EFQM) - Phasen des Qualitätsmanagements: Ziele, Maßnahmen, Instrumente - Beschwerdemanagement: Aufgaben, Ziele, Erfolgsfaktoren und Werkzeuge - Förderung des Qualitätsbewusstseins der Mitarbeiter und Effizienzkontrolle sowie Recht in QM Muhittin Bayrakli, Diplomhandelslehrer, kennt das Thema Wohnungswirtschaft und Qualitätsmanagement sowohl aus eigener beruflicher Erfahrung als auch aus der Lehre. Er arbeitet als Test- und Qualitätsmanager, Projektleiter und IT-Programmierer in der Immobilienwirtschaft; seit 2011 unterrichtet er das Fach Qualitäts- und Informationsmanagement an der Fachakademie für die Immobilienwirtschaft an der SFA Wiesbaden. Er ist Diplom-Immobilienwirt (DIA), Immobilien-Ökonom (GdW) und nach ISTQB® Certified Testmanager.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 389
    Erscheinungsdatum: 18.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783648130186
    Verlag: Haufe Verlag
    Größe: 3738 kBytes
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Qualitätsmanagement in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

1 Rahmenbedingungen, Bedeutung und Überblick

In der heutigen Zeit kommt es angesichts der Globalisierung, Digitalisierung und weiterer Megatrends und des damit verbundenen höheren Konkurrenzdrucks verstärkt darauf an, dass Unternehmen dem verschärften nationalen und internationalen Wettbewerb standhalten und sich am Markt behaupten. Die Bedeutung der Produkt- und Dienstleistungsqualität nimmt global stetig zu, eine hohe Service- und Produktqualität muss damit als echter Wettbewerbsvorteil gelten. Die dynamische Situation in den Märkten stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagement für Produkte und Dienstleistungen.
1.1 Qualitätsmanagement: Rahmenbedingungen und Erfordernisse

Im Folgenden werden die aktuellen Rahmenbedingungen am Markt sowie die Wirkungszusammenhänge zwischen der Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung und dem damit verbundenen Unternehmenserfolg aufgezeigt.
1.1.1 Rahmenbedingungen in der Gesamtwirtschaft und in der Gesellschaft

Eine hohe Produkt- und Dienstleistungsqualität hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Wettbewerbs- und Differenzierungsfaktor entwickelt. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Dienstleistungssektors in der Immobilienwirtschaft (tertiärer Bereich) hat ein Wandel im Marketingdenken eingesetzt, gemäß dem sich das Dienstleistungsangebot stärker auf die Kundenwünsche und -bedürfnisse (Kundenorientierung) sowie die Qualitätsorientierung ausrichtet (Bruhn 2016a, S. 3). Die Immobilienwirtschaft profitiert von dem wirtschaftlichen und insbesondere dem Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, denn mit ihm und dem wachsenden Immobilienbestand geht eine höhere Nachfrage nach Immobiliendienstleistungen einher. Auch die Ansprüche an Immobilien werden voraussichtlich deutlich steigen (Vornholz 2017, 160 ff.). Concierge-Dienste, etwa durch Empfangsmitarbeiter, die sich um viele Angelegenheiten der Bewohner eines Objekts kümmern, sind ein Beispiel für neue Geschäftsfelder. Auch im Bau und im produzierenden Handwerk (sekundärer Sektor) sowie in der Informationstechnologie werden die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden, zum Beispiel beim Bau von ökologischen Niedrigenergie- und Passivhäusern oder intelligent vernetzten "smarten" Häusern, als Wettbewerbsfaktor immer wichtiger (vgl. auch Völkel/Lorbach 2015).

Hinzu kommt, dass sich die regionalen Aktivitäten global agierender Unternehmen verstärken. Die Glokalisierung - dieses Wort beschreibt eine Mischung aus Weltläufigkeit, Globalisierung und Lokalisierung - führt dazu, dass sich global handelnde Unternehmen an Besonderheiten, Kultur, Sprache und Gepflogenheiten sowie Gesetze "vor Ort" orientieren. Denn eine globale Strategie, um das gleiche Produkt überall in der Welt auf die gleiche Weise zu vermarkten, funktioniert nicht immer. Dieser Weg hat zu teilweise spektakulären Fehlschlägen geführt. International tätige Unternehmen können Glaubwürdigkeit nur durch nationale und lokale Bezüge und Marketingaktivitäten herstellen. Zukünftig wird Globalisierung so aussehen, dass die regionalisierte und renationalisierte Kultur, verbunden mit einem neuen Zugehörigkeitsgefühl, stärker eingebunden wird. Hierbei denken die Unternehmen global, agieren aber lokal (Opaschowski 2013, S. 22).

Durch die Glokalisierung gewinnen der Raum, die Region oder die Geografie sowie die jeweilige Kultur wieder an Bedeutung. Das heißt, lokale Entwicklungen werden nicht mehr als Gegenreaktion zu globalisierenden Prozessen interpretiert, sie stehen also nicht mehr im Widerspruch zur Globalisierung. Dadurch entstehen Netzwerke, über die sich zum einen transnationale Produktions- und Vermarktungsstrukturen bilden und die zum anderen die jeweiligen Kulturen verändern. Glokalisierung

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