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Real Estate Investment Trusts (REITs) im Vergleich: USA und Deutschland von Aumüller, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2015
  • Verlag: Bachelor + Master Publishing
eBook (PDF)
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Real Estate Investment Trusts (REITs) im Vergleich: USA und Deutschland

Das Buch befasst sich mit der in Deutschland noch recht jungen Gesellschaftsform der REIT AG und dem amerikanischen US-REIT. Hierbei handelt es sich um immobilienverwaltende Gesellschaften, die bestimmte steuerliche Vorteile erhalten. Hierfür gelten allerdings auch restriktivere Auflagen was z. B. ihre Bilanzierung oder die Verwendung des Gewinns betrifft. Der Vergleich mit den USA wurde bewusst gewählt, da die Gesellschaftsform der REIT AG in Deutschland seit ihrer Einführung im Jahr 2007 weitestgehend unbekannt ist, in Amerika aber ein Erfolgsmodell darstellt. Zu Beginn werden die beiden Gesellschaftsformen dargestellt. Es wird erklärt, wie die gesellschaftsrechtlichen als auch steuerrechtlichen Voraussetzungen, sowohl auf Gesellschafts- wie auch auf Anlegerseite, für die Gründung und den Erhalt der Gesellschaft lauten. Anschließend wird die deutsche REIT AG mit den in Deutschland bestehenden Immobilienanlageformen verglichen, um zu eruieren warum die REIT AG so wenig erfolgreich ist. Im Anschluss daran wird ein konkreter Vergleich des US-REITs mit der deutschen REIT-AG vorgenommen und nach dem best-practice-Prinzip Vorschläge für Änderungen des deutschen REIT-Gesetzes gemacht, um diese Anlageform reizvoller zu machen. Alexander Aumüller schloss seinen B.A. in Steuern und Prüfungswesen an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw ab und ist seit 2012 bei einer der big four Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland angestellt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 56
    Erscheinungsdatum: 01.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955496531
    Verlag: Bachelor + Master Publishing
    Größe: 677 kBytes
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Real Estate Investment Trusts (REITs) im Vergleich: USA und Deutschland

Textprobe: Kapitel 2.2., Rechtliche Rahmenbedingungen: 2.2.1., Gründung: Es gibt für die Gründung eines REITs gemäß
856 (a) IRC drei zulässige Gesellschaftsformen: die corporation, den trust oder die association, vergleichbar mit den deutschen Formen der Kapitalgesellschaft, einer Mischform aus Kapitalgesellschaft und Konzern und einem Verband. Ein REIT ist somit keine eigene Gesellschaftsform, sondern lediglich eine selbst auferlegte Verpflichtung gewisse Regeln einzuhalten, um den steuerlichen Sonderstatus zu erlangen. Der REIT-Status muss hierbei von der Gesellschaft beantragt werden und wird nicht automatisch erreicht. Danach wird der REIT-Status der Gesellschaft jedes Jahr aufs Neue erteilt, insofern die Bedingungen, die an den REIT-Status geknüpft sind, von der Gesellschaft erfüllt werden. Die Bedingungen hierfür sind in den

856 - 859 IRC aufgelistet. Anders als in Deutschland muss ein REIT in den USA nicht zwangsläufig an der Börse gehandelt werden, er muss nicht einmal öffentlich zugänglich sein. Beim börsennotierten REIT, dem public traded REIT, handelt es sich um den mit dem deutschen REIT am ehesten vergleichbaren Trust. Gleichzeitig ist er auch der am häufigst vorkommende Trust mit derzeit 160 börsennotierten Gesellschaften. Er unterliegt strengen Informationspflichten, wird von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC überwacht und der Wert der einzelnen Aktie ergibt sich aus dem täglichen 'Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage über die Börse'. Der größte Unterschied des nicht an der Börse gehandelten REIT, dem non-exchange traded REIT, zum börsengehandelten REIT ist die beschränkte Informationspflicht. Die Aktien werden zu einem festen Kurs gehandelt und sind somit nicht den starken Schwankungen der Börse ausgeliefert. Allerdings stehen auch diese Gesellschaften unter der Aufsicht der SEC. Der Anteil der non-exchange-traded REITs beträgt mit 63 Gesellschaften etwa 28,2%. Dass es für diese Gesellschaften schwieriger ist an Eigen-kapital zu gelangen, ist durch Zahlen belegbar. Trotz ihres ansehnlichen Marktanteils entfallen auf die nicht-börsengehandelten REITs relativ gesehen nur 15,9% des gesamten Eigenkapitals, jedoch auch nur 14,5% der Verbindlichkeiten. Zu guter Letzt gibt es in den USA noch private REITs, die - wie der Name schon vermuten lässt - nicht gelistet und auch nicht öffentlich zugänglich sind. Da die Informationspflichten sehr beschränkt sind und sie auch nicht der Kontrolle der SEC unterliegen, sind diese private REITs dazu verpflichtet, extern beraten und gemanagt zu werden. Jedoch ist der Anteil der private-REITs mit nur 17 Gesellschaften gering. Gründe hierfür liegen wahrscheinlich in den hohen Beteiligungskosten und der Schwierigkeit, die erworbenen Anteile später weiterzuveräußern. 2.2.2., REIT-spezifische Bedingungen: Die Regelungen der

856 - 859 IRC sind sehr detailliert, wie man es auch aus den US-GAAP für die Rechnungslegung kennt. So gibt es z.B. in
856 (c) (5) (H) IRC spezielle Regelungen für Real Estate Investment Trusts, die dem holzverarbeitenden Gewerbe zuzurechnen sind. Es ist im Rahmen dieser Arbeit weder möglich noch sinnvoll, derart detailliert in das Gesetz einzusteigen. Vielmehr werde ich auf die wichtigsten Rahmenbedingungen, die allen REITs zugrunde liegen, eingehen. Generell gelten alle Vorschriften, ungeachtet der gewählten Gesellschaftsform, gleichermaßen. Die folgenden Anforderungen an die Organisationsstruktur des REITs müssen an jedem einzelnen Tag des Jahres eingehalten werden. Ein REIT muss von einem oder mehreren trustees (Treuhänder) oder directors (eine Mischform zwischen Vorstand und Aufsichtsrat) gemanagt werden. Des Weiteren muss das wirtschaftliche Eigentum durch übertragbare Aktien oder Zertifikate nachgewiesen und gewährleistet werden können. Zudem muss es sich um eine US-amerikanische und steuerpflichtige Gesellschaft handeln, die aber weder ein Finanzinstitut noch eine Versicherungsgesellschaft ist. An

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