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Verkehrsträger im Tourismus Luftverkehr, Bahnverkehr, Straßenverkehr, Schiffsverkehr von Schulz, Axel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2011
  • Verlag: De Gruyter Oldenbourg
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Verkehrsträger im Tourismus

Ziel des Lehrbuches ist es, einen umfassenden Überblick aller Arten von Verkehrsträger (Flug-, Bahn-, Straßen- und Schiffsverkehr) und deren Bedeutung im Tourismus zu geben. Hierzu wurde ein Referenzmodell für alle Verkehrsträger entwickelt, welches aus den Grundelementen Markt & Strategie, Produktionsfaktoren, Marketing & Vertrieb, Dienstleistung, Reise sowie Unternehmenssteuerung besteht. Dieses theoretische Modell wurde auf die spezifischen Eigenheiten der einzelnen Verkehrsträger angepasst, jedoch weitestgehend vergleichbar strukturiert. Den Abschluss jedes Kapitels bilden mögliche Prüfungsfragen, Internetquellen sowie Literaturhinweise.

Produktinformationen

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Verkehrsträger im Tourismus

3.1 Markt und Strategie (S. 20-21)

3.1.1 Entstehungsverlauf und Historie

Die Entwicklung des kommerziellen Luftverkehrs begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1908 wurde der erste Passagier in der Geschichte des Luftverkehrs befördert. Überall wurden erste Fluggesellschaften ins Leben gerufen. 1917 wurde in Deutschland die Deutsche Luftreederei (DLR) als Vorläufer der heutigen Deutschen Lufthansa AG gegründet. Mit den ersten grenzüberschreitenden Verbindungen entstand ein gesteigertes Bewusstsein der am internationalen Verkehr teilnehmenden Länder nach einer Regulierung dieses Marktes, zunächst besonders unter dem Aspekt der nationalen Sicherheit und Passagiersicherheit. Im Jahr 1919 wurde auf der Konferenz zur Regulierung des Flugwesens in Paris die absolute Kontrolle des Luftraumes dem jeweiligen Land zugesprochen, über dem er sich befindet. Auf den Konferenzen in Warschau 1929 sowie in Chicago 1944 wurden weitere Rahmenbedingungen zur Regulierung des Flugverkehrs ausgearbeitet, so dass sich in den folgenden Jahren ein System bilateraler Flugdienstabkommen, Air Service Agreements (ASA) genannt, entwickelte. Diese jeweils von den Regierungen des Ursprungs- sowie des Ziellandes des betreffenden Fluges ausgehandelten Verträge umfassen u. a. die vom Staat für die Strecke/n zu ernennende Fluggesellschaft, welche die Route bedienen darf, die von ihr einsetzbaren Kapazitäten und Flugzeugtypen, die Preisgestaltung mittels der neu geschaffenen International Air Transport Association (IATA) und das Ausmaß der zugesprochenen Rechte, der so genannten neun Freiheiten der Lüfte.

Während des Zweiten Weltkrieges war im Zusammenhang mit den Transportaufgaben ein weltumspannendes Luftverkehrsnetz - mit Flugplätzen, Funk- und Flugsicherungsanlagen - entstanden, das jetzt für den zivilen Luftverkehr genutzt werden konnte. Viermotorige Transportflugzeuge, aus Militärtransportern weiterentwickelt, wie die Douglas DC 6 und die Lockheed Super Constellation, überflogen ab 1955 nonstop in routinemäßigem Verkehrsdienst mit rund 90 Passagieren an Bord den Atlantik. Die Flugzeit betrug von Düsseldorf nach New York rund 13 Stunden, die Reisegeschwindigkeit rund 500 km/h. Die Druckkabine, in Langstreckenbombern erprobt, erlaubte einen ruhigen Flug in großen Höhen über den Wolken. 1957 überrundete der Passagierluftverkehr auf der Atlantikstrecke den Schiffsverkehr. Die Gesamtzahl der Passagiere lag damals auf der Nordatlantikstrecke bei über zwei Mill. 1955, mit Erteilung der Souveränität, durften auch in der Bundesrepublik Deutschland wieder Flugzeugbau und Luftverkehr betrieben werden und die deutsche Lufthansa wurde wiedergegründet.

Keine Innovation hat auf die militärische und zivile Luftfahrt einen größeren Einfluss ausgeübt als das Düsenstrahltriebwerk. Bedingt durch die spezifische Bau- und Funktionsweise erlaubt das Triebwerk höhere Geschwindigkeiten (über zweifache Schallgeschwindigkeit) und Leistungs- bzw. Größenklassen. Das erste Großflugzeug der neuen Generation, schon in der äußeren Formgebung durch den neuartigen Pfeilflügel charakterisiert, war der Stratosphärenbomber Boeing B 47. Aus dieser Entwicklungslinie folgten dann auf militärischer Seite der Bomber Boeing B 52, das wichtigste Flugzeug der amerikanischen strategischen Bomberflotte, und auf ziviler Seite die Boeing 707. Ende der 1950er Jahre drängten die ersten großen Düsenjets - die amerikanische Boeing 707 und Douglas DC-8, die britische De Havilland Comet IV und die sowjetische Tupolev Tu 104 - auf den Markt und lösten eine Revolution im zivilen Weltluftverkehr aus. (Der erste Jet, die 1952 erstmals eingesetzte britische Comet I, musste nach einer Unglücksserie wieder zurückgezogen werden.) Im Jahr 1958 wurde die Boeing 707 in den Liniendienst gestellt. Aus diesem Grundmodell wurde die so überaus erfolgreiche Reihe der Verkehrsflugzeuge der Firma Boeing entwickelt: die 727, 737 und das Großraumfl

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