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Wer braucht noch Banken? Wie Start-Ups die Finanzwelt verändern und was uns das nutzt von Beck, Ralf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2015
  • Verlag: Börsenbuchverlag
eBook (ePUB)
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Wer braucht noch Banken?

Brauchen wir eigentlich noch Banken? Prof. Ralf Beck sagt: eigentlich nicht. Mit den neuen Fintech-Akteuren werden wir unabhängig von teuren und unflexiblen Bankleistungen. Prof. Beck nimmt die Anbieter genau unter die Lupe. Intelligente Start-ups krempeln unser tägliches Leben in immer mehr Bereichen um. Das gilt auch für den Bankensektor. In seinem neuen Buch untersucht Prof. Ralf Beck die Fintech-Branche und stellt fest: Mit ihrer Hilfe können wir uns weitgehend unabhängig von Banken machen! Fast alle Dienstleistungen, die Banken traditionell anbieten, bekomme ich als Kunde mittlerweile auch von anderen Anbietern - und oftmals schneller, besser und billiger. Der Autor wirft einen genauen Blick auf die aktuellsten Entwicklungen. Er zeigt, was die Bankkonkurrenten leisten und wie sich Privatpersonen, Unternehmer und Unternehmen aus dem Klammergriff der Banken befreien können.

Prof. Dr. Ralf Beck, tätig an der Fachhochschule Dortmund, ist ein gefragter Experte für Crowdfinance und erscheint regelmäßig in diversen Medien. Der Vorgänger 'Crowdinvesting' ist ebenfalls im Börsenbuchverlag erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 11.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864702914
    Verlag: Börsenbuchverlag
    Größe: 14303kBytes
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Wer braucht noch Banken?

Vorwort

Warum sind eigentlich riesige Bankentürme und astronomische Gehälter für Bankmanager nötig, um mein Girokonto und mein Sparbuch zu führen und mir vielleicht einen Kredit für was auch immer zu ermöglichen? Das frage ich mich schon lange. Und: In Zeiten des Internets sollte doch vieles einfacher und kostengünstiger gehen, oder? Beispielsweise müsste es über das Internet möglich sein, mit vielen anderen Leuten in Kontakt zu kommen, die mir oder jemand anderem gemeinsam einen Kredit geben. Weiterhin: Die Anlage meiner Reserven bzw. meines momentan überschüssigen Geldes muss doch nicht über meine Bank laufen. Kann ich das nicht anderweitig viel transparenter und kostengünstiger haben? Bezahle ich die von den Banken versenkten Milliardenbeträge über die Finanzierung von Rettungsschirmen eigentlich anteilig mit und zusätzlich deren trotzdem noch erzielte Gewinne? Die Antworten lauten: Nein, Bürotürme und irrwitzige Vergütungen für Bankmanager sind dazu nicht nötig. Ja, in Zeiten des Internets ließe sich vieles einfacher und direkter organisieren. Ja, es ginge transparenter und kostengünstiger für uns Kunden. Ja, die verzockten Milliarden und die Gewinne der Banken zahlen wir alle anteilig mit.

Wechsel der Perspektive: Vor etwa 15 Jahren wurde mir jemand folgendermaßen vorgestellt: "Das ist mein älterer Bruder Roland, seines Zeichens Banker." Ein nicht unerheblicher Stolz schwang dabei in Stimme und Gestik mit. Heutzutage würde die Situation bestimmt nicht mehr so ablaufen. Vermutlich würde eine andere Eigenschaft besagten Bruders in den Vordergrund gestellt, sicherlich aber nicht mehr der Beruf des Bankers. Eine solche einstmals ehrenhafte Tätigkeit wird inzwischen tunlichst so lange wie möglich verschwiegen, oder? Wer erwähnt schon gerne frühzeitig und ohne Not, Politesse zu sein, Steuerberater, Versicherungsvertreter oder Politiker? Arzt müsste man sein. Die Berufsprestige-Skala des Instituts für Demoskopie Allensbach führt den Banker an letzter Stelle auf. 1 Wie kam es zu diesem gnadenlosen Image-Abstieg eines einstmals angesehenen Berufsstandes in so kurzer Zeit? War es einfach Pech?

Banken spielen nicht selten mit unserem Geld und streichen dabei immense Gewinne ein, die dann weitestgehend an die Eigentümer ausgeschüttet werden. Reserven werden kaum aufgebaut, zumindest nicht in der erforderlichen Höhe. Die Gewinne sind dann verprasst und in sehr schlechten Zeiten reicht der verbliebene Puffer gelegentlich nicht. Die Steuerzahler - also wir - gleichen die bei Großbanken entstandenen Verluste aus. Im Gegensatz zu den (Groß-)Banken steigt bei uns, den Anlegern, mit der Gewinnchance auch das Verlustrisiko. Niemand gleicht unsere Verluste bei misslungenen Anlagen aus. Nicht so bei "systemrelevanten" Banken, deren Risiko allenfalls darin besteht, vorübergehend niedrigere Gewinne auszuweisen. Ich sehe die Vorstände der als systemrelevant erklärten Großbanken bildlich vor mir, wie sie sich in ihren Bürotürmen auf die Schenkel schlagen und lachen, lachen, lachen, nachdem die Rettungsschirme aufgespannt waren: Schampus bis zum Abwinken!

Sind Banken durchsetzt von abgezockten Managern und Mitarbeitern? Oder hat nur das System Schuld? Verstecken sich dort alle hinter der Organisation, teuren Anwälten und Panzerglasscheiben? Sind es einzelne Personen bzw. Personengruppen, deren Handeln unerwünschte Nebenwirkungen zeigt, oder sind Banken sogar ein besonders prägnantes Beispiel für einen allgemeinen moralischen Verfall in unserer Gesellschaft? Sind Versicherungen eigentlich die besseren Institutionen? Was ist mit anderen Branchen? Zocken uns die Handwerker nicht auch andauernd ab? Genug der Depression.

Wir brauchen am Markt überlebensfähige Unternehmen. Diese schaffen Arbeitsplätze, die dafür sorgen (sollen), dass es möglichst vielen von uns gut geht. Unternehmen benötigen finanzielle Mittel, um sich entwickeln zu können. Doch welchen Unternehmen geben die Banke

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