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Flexibel arbeiten: Temporär, Teilzeit, Freelance Was Sie über Ihre Rechte wissen müssen von Bräunlich Keller, Irmtraud (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.01.2013
  • Verlag: Beobachter-Edition
eBook (PDF)
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Flexibel arbeiten: Temporär, Teilzeit, Freelance

Immer weniger Angestellte arbeiten fünf Tage pro Woche im gleichen Job. Dieser Ratgeber stellt neue Arbeitsmodelle vor, nennt deren Vorteile und weist auf Tücken hin. Aushilfen, Freelancer, Arbeit auf Abruf, Praktika, Teilzeit- oder Temporärjobs - die modernen Arbeitsformen bieten mehr Flexibilität. Was aber sind die Schattenseiten? Die Arbeitsrechtsexpertin weist auf die Fragen hin, die man vor Stellenantritt klären muss, um auf der sicheren Seite zu sein. Was sind meine Rechte und Pflichten? Welche Versicherungen muss ich abschliessen? Wo verläuft die Grenze zwischen selbständig und angestellt, und was gilt bei Mehrfachbeschäftigung? Das Buch zeigt, was das Gesetz vorsieht und was Erwerbstätige unbedingt selber regeln sollten. Irmtraud Bräunlich Keller, lic. rer. pol., Arbeitsrechtsexpertin beim Beobachter, ist Autorin der Ratgeber "Arbeitsrecht", "Flexibel arbeiten", "Job weg? So geht es weiter", "Mobbing - so nicht!", "So klappts mit der Lehre" sowie Koautorin von "Fair qualifiziert?", "Erfolgreich als KMU" und "OR für den Alltag".

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 17.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783855695942
    Verlag: Beobachter-Edition
    Größe: 4597 kBytes
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Flexibel arbeiten: Temporär, Teilzeit, Freelance

3. Befristete Verträge: Engagement auf Zeit

Arbeitsverträge werden üblicherweise auf unbestimmte Zeit eingegangen und enden irgendwann mit einer Kündigung. Befristete Arbeitsverhältnisse werden von vornherein für eine bestimmte Dauer abgeschlossen. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Arbeitgeberin oder Arbeitnehmer sich nur für eine beschränkte Zeitspanne aneinanderbinden möchten.

Für die Arbeitgeberin:

- Bewältigen von Auftragsspitzen

- Anstellung für ein Projekt

- Stellvertretung eines vorübergehend abwesenden Mitarbeiters

- Anstellung für eine Saison (etwa im Tourismus)

- Wirtschaftliche Überlegungen: Ein schlanker Mitarbeiterstamm wird nach Bedarf ergänzt durch auf Zeit angestelltes Personal.

Für den Arbeitnehmer:

- Ausbildung oder Praktikum

- Zwischenlösung bis zum Beginn einer Ausbildung oder Antritt einer festen Stelle

- Bewusst projektbezogenes Arbeiten, Wunsch nach Flexibilität

- Jobben während der Schul- oder Semesterferien

- Zusatzverdienst neben Familienpflichten

- Notlösung, weil sich keine feste Arbeitsstelle finden lässt

Mehr Vorteile für Arbeitgeber

Einen befristeten Vertrag abzuschliessen, kann also durchaus im Interesse beider Parteien liegen. In der Regel überwiegen jedoch die Vorteile für die Arbeitgeberin: Firmen können flexibel auf wirtschaftliche Hochs und Tiefs reagieren, indem sie Angestellte kurzfristig und bedarfsgerecht engagieren. Bei sehr kurzen Anstellungen lassen sich zudem Sozialversicherungsbeiträge sparen. Der Nachteil für die Arbeitnehmenden liegt in der grossen Unsicherheit und fehlenden Kontinuität. Beschäftigungslücken, Einkommenseinbussen, eine schwierigere Risikound Altersvorsorge sind die problematischen Begleiterscheinungen. Befristete Verträge sind zudem typisch für bestimmte Berufe. So ist in der Schweiz etwa die Hälfte aller angestellten Kulturschaffenden mit befristeten Verträgen tätig, siebenmal häufiger als andere Arbeitnehmer. 2010 hatten sechs Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz (ohne Lehrlinge) einen befristeten Arbeitsvertrag.

Wann ist ein Vertrag befristet?

Ein befristeter Arbeitsvertrag wird für eine feste Dauer abgeschlossen. Dies tönt einfach, doch der Teufel steckt im Detail. Die Frage, ob ein Arbeitsvertrag befristet sei oder nicht, beschäftigt die Gerichte immer wieder.

Klare Abmachungen sind wichtig

Am einfachsten ist eine klare Regelung: "Das Arbeitsverhältnis beginnt am 1. Juli 2012 und endet am 31. März 2013." Nicht immer lassen sich allerdings genaue Daten im Voraus bestimmen. Die Dauer eines befristeten Vertrags kann auch durch den Eintritt eines Ereignisses oder die Beendigung einer Arbeit definiert sein - zum Beispiel bei einer Anstellung für die Dauer eines konkreten Projekts. Steht der Endtermin des Arbeitsverhältnisses nicht von vornherein fest, muss er für Arbeitnehmer wie Arbeitgeberin aufgrund objektiver Kriterien erkennbar sein. Hängt die Dauer des Vertrags von einem künftigen Ereignis ab, muss dieses ausserhalb des Einflussbereichs beider Parteien liegen, Beispiel: eine Anstellung am Skilift "bis zur Schneeschmelze". Unzulässig wäre es, wenn einer der Beteiligten allein beeinflussen oder bestimmen könnte, wann das End-Ereignis eintritt.

_ Eine Druckerei erhält im Zusammenhang mit diversen öffentlichen Veranstaltungen ungewöhnlich viele Aufträge. Um diese bewältigen zu können, stellt sie Rolf K. als zusätzlichen Mitarbeiter ein. Der Geschäftsführer macht ihm bei der Anstellung klar, dass es nicht um eine dauerhafte Beschäftigung gehe, Herr K. könne nur bleiben, solange es genügend Arbeit gebe. Vier Monate später ist es so weit: Rolf K. brauche nicht mehr zu erscheinen, erklärt der Chef. _

In diesem Fall kann sich der entlassene Mitarbeiter wehren. Da die Dauer der Anst

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