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Basiswissen Eurokrise Wie sie entstand und was sie für uns bedeutet von Edler, Thorsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.10.2013
  • Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
eBook (ePUB)
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Basiswissen Eurokrise

Reden Sie mit: Bankenrettung, ESM, Rettungsschirm, Finanztransaktionssteuer, Eurobonds, Fiskalpakt, EZB, Ratingagentur, Inflation - Begriffe, die uns fortwährend daran erinnern, dass wir uns im Würgegriff einer umfassenden wirtschaftlichen Krise befinden. Aber wissen wir wirklich, was sich hinter der Eurokrise verbirgt? Welche Ursachen sie hat, welche Auswirkungen sie mit sich bringt und mit welchen Mitteln die Politik Lösungen herbeiführen möchte? Drei Viertel der Menschen in Deutschland geben mittlerweile offen zu, vom Komplexitätsgrad der Eurokrise total überfordert zu sein. Nachvollziehbare Erklärungen zu den Zusammenhängen werden nicht geboten. Trotzdem steht fest, dass deutsche Steuerzahler für die Rettung von kriselnden Eurozonen-Staaten mit Milliardenbeträgen geradestehen müssen. Wie schlimm ist die Lage eigentlich, wenn die Politik uns nicht einmal erklären kann, was sie tut und bezweckt? Basiswissen Eurokrise schafft Klarheit im Begriffsdschungel der Krise. Es liefert Aufklärung und für jedermann verständliche Informationen gegen Ängste und Unsicherheiten. Kommen Sie doch einfach mit unter den 'Erklärungsschirm'! Thorsten Edler, Jahrgang 1969, aus Berlin, ist diplomierter Volkswirt und arbeitet im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Berlin e.V. Er bringt insofern die nötige Ausbildung, aber auch Distanz mit, um dieses schwierige Thema stellvertretend für uns Leserinnen und Leser auf einem verständlichen Niveau zu erschließen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 17.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783828856592
    Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
    Größe: 1068 kBytes
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Basiswissen Eurokrise

3 Schwacher EURO gleich Eurokrise?

Kleiner, aber feiner Unterschied: Eurokrise oder Euro-Krise?

Geht es Ihnen auch so? Als ich das Wort "Eurokrise" für mich bewusst zum ersten Mal wahrgenommen habe, dachte ich zunächst: Aha, eine Krise des Euros, im Sinne von: Unsere Währung, der Euro, befindet sich in einer Krise. Es hat einen Moment gedauert, bis mir klar wurde, dass es bei der Eurokrise gar nicht primär um unser Geld, den Euro, geht, sondern um eine spezielle Problemlage im gesamten politischen und wirtschaftlichen Verbund der Länder Europas. Oder genauer gesagt: Diejenigen Länder, die sich innerhalb Europas im Rahmen der Europäischen Union (EU) zu einem Zusammenschluss gemeinschaftlich wirtschaftender Staaten zusammengefunden haben, sind in eine Krisensituation geraten – die Eurokrise.

Dabei müssen wir unterscheiden zwischen den 17 Ländern, die dem Währungsverbund des Euros angehören (auch "Euro-17"-Länder oder "Eurozone" genannt), und den Ländern, die die gesamte Europäische Union bilden (alle zusammen: 27 Länder). Stand 2013 sind das: 1

Euro-17-Länder

Die Länder der Eurozone

Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Zypern. Diese Länder benutzen de facto den Euro als gemeinsame Währung.

Länder der Europäischen Union

Die Länder der Europäischen Union

Alle zuvor genannten Euro-17-Länder plus Bulgarien, Dänemark, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich. Diese Länder, insgesamt also 27, bilden eine vertraglich geregelte, gemeinsame Wirtschaftsunion, aber eben nur ein Teil von ihnen (die "Euro-17-Länder") verwendet den Euro als gemeinsame Währung. Alle anderen setzen weiterhin auf ihre landeseigenen Währungen – basierend entweder auf einer eigenen Entscheidung, den Euro nicht einführen zu wollen oder weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Beitritt zur Eurozone noch nicht ratsam erscheinen ließen.

Damit geht es also schon los: Von Beginn an steht mit der "Eurokrise" eine Begrifflichkeit im Raum, die den Problemzusammenhang missverständlich beschreibt und damit den einen oder anderen unter uns vielleicht auf eine falsche Fährte lockt. In allen Diskussionen wurde und wird der Begriff aber wie selbstverständlich verwendet, ohne dass jemand hinterfragt, ob denn auch alle das Gleiche darunter verstehen.

Stärke und Schwäche sind beim EURO relativ

Bevor es hier gleich ans Eingemachte geht, also an die Eurokrise, vorab noch schnell ein kleiner Exkurs zum Euro an sich: Viele Menschen in unserem Land – vielleicht zählen Sie sich auch dazu – beschleicht ja mitunter ein sehr mulmiges Gefühl, wenn in den Medien mit zunehmender Intensität zum Beispiel vom "schwachen Euro" die Rede ist. Mit einem schwachen Euro ist dabei in erster Linie ein niedriges Wechselkursverhältnis unserer Euro-Währung im Vergleich zum US-amerikanischen Dollar gemeint, vielleicht sogar mit der Tendenz, dass sich dieses Kursverhältnis noch weiter zu verschlechtern droht. Ein schwacher Euro aber ist keine Eurokrise! Im Gegenteil: Rein wirtschaftlich betrachtet hat ein schwacher Euro zum Beispiel im Exportbereich nämlich viele Vorteile. Der Dollar ist bei schwachem Euro mehr wert und bietet dem Ausland damit mehr Kaufkraft. Das heißt, ein schwacher Euro setzt im Ausland mehr Anreize

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