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Dead Aid Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann von Moyo, Dambisa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2014
  • Verlag: Haffmans Tolkemitt Verlag
eBook (ePUB)
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Dead Aid

Afrika ist ein armer Kontinent. Ein Kontinent voller Hunger, blutiger Konflikte, gescheiterter Staaten, voller Korruption und Elend. Um zu helfen, adoptieren Prominente afrikanische Halbwaisen und flanieren durch Flüchtlingslager, laden die Gutmenschen unter den Popstars zu Benefiz-Konzerten, und westliche Staaten haben in den letzten 50 Jahren eine Billion Dollar an afrikanische Regierungen gezahlt. Aber trotz Jahrzehnten von billigen Darlehen, nicht rückzahlbaren Krediten, Schuldenerlassen, bilateraler und multilateraler Hilfe steht Afrika schlimmer da als je zuvor. Mit Dead Aid hat Dambisa Moyo ein provokatives Plädoyer gegen Entwicklungshilfe und für Afrika geschrieben. Knapp, faktenreich und zwingend legt sie ihre Argumente dar. Entwicklungshilfe, im Sinne von Geld-Transfers zwischen Regierungen, macht abhängig. Sie zementiert die bestehenden Gegebenheiten, fördert Korruption und finanziert sogar Kriege. Sie zerstört jeden Anreiz, gut zu wirtschaften und die Volkswirtschaft anzukurbeln. Entwicklungshilfe zu beziehen ist einfacher, als ein Land zu sanieren. Im Gegensatz zu Bono und Bob Geldoff weiß Moyo, wovon sie spricht. Die in Sambia geborene und aufgewachsene Harvard-Ökonomin arbeitete jahrelang für die Weltbank. In Dead Aid erklärt sie nicht nur, was die negativen Folgen von Entwicklungshilfe sind und warum China für Afrika eine Lösung und nicht Teil des Problems ist; sie entwirft zudem einen Weg, wie sich Afrika aus eigener Kraft und selbstbestimmt entwickeln kann. In den USA und Großbritannien löste Dead Aid eine hitzige Debatte aus. Es stand mehrere Wochen auf der New York Times Bestsellerliste und wurde vom Sunday Herald zum Buch des Jahres gewählt. Das Time Magazine wählte Dambisa Moyo 2009 zu einer der 100 wichtigsten Persönlichkeiten der Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 236
    Erscheinungsdatum: 08.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942989718
    Verlag: Haffmans Tolkemitt Verlag
    Größe: 327kBytes
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Dead Aid

Kapitel 1: Mythos Entwicklungshilfe

Die Lage in Afrika

Noch vor einem Jahrzehnt drängte sich beim Stichwort "Afrika" ein weitgehend trostloses Bild auf. Die wirtschaftlichen Aussichten waren düster, despotische Regime an der Tagesordnung, die Korruption grassierte, das soziale Kapital war aufgezehrt, und die Infrastruktur lag in Trümmern. Der Schwarze Kontinent galt als Kontinent der Hoffnungslosigkeit.

Doch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist es zu Entwicklungen gekommen, die ein wenig hoffen lassen. Viele afrikanische Volkswirtschaften können jährliche Wachstumsraten um die fünf Prozent vorweisen, und immer mehr Länder werden mittlerweile demokratisch regiert.

Drei Faktoren sind für diesen Aufschwung verantwortlich.

Erstens hat in den letzten Jahren der Anstieg der Rohstoffpreise - Öl, Kupfer, Gold und Nahrungsmittel - die afrikanische Exportwirtschaft angetrieben und die entsprechenden Einkünfte steigen lassen. Zweitens haben afrikanische Länder in Folge der marktwirtschaftlichen Reformen der späten 80er Jahre von einer positiven politischen Dividende profitiert, in -dem sich seither ihre makroökonomischen Fundamentaldaten verbessert haben (steigendes Wachstum, sinkende Inflation, eine transparentere, umsichtigere und stabilere Geld- und Steuerpolitik). Trotz aller negativen Schlagzeilen hat es in einigen Ländern bemerkenswerte Verbesserungen der sozialen Indikatoren gegeben. So ist etwa in Kenia die HIV-Infektionsrate von 15 Prozent im Jahr 2001 auf sechs Prozent Ende 2006 gesunken. Und drittens hat sich die politische Landschaft Afrikas insgesamt positiv entwickelt, und das nicht nur auf dem Papier. Beispielsweise finden in der Hälfte der 48 subsaharischen Staaten Afrikas regelmäßig demokratische Wahlen statt, die als fair und frei bezeichnet werden können. Demokratische Wahlen sowie der Rückgang augenfälliger Korruption weisen u. a. in Angola, Ghana, Senegal, Tansania, Uganda und sogar in Nigeria auf ein deutlich verbessertes Investitionsklima hin.

Wer nur den Schlagzeilen glaubt und sich von überkommenen Vorurteilen beeinflussen lässt, dem dürfte wahrscheinlich der bedeutende Fortschritt in der Finanzentwicklung des Kontinents entgangen sein.

Die Johannesburger Börse - die älteste des subsaharischen Afrikas - wurde bereits 1887 gegründet. Ihr folgten 1896 die Bulawayo Exchange in der damaligen Kolonie Rhodesien und 1910 die Börse im damaligen Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Heute rühmen sich 16 afrikanische Staaten funktionierender und transparenter Aktienmärkte (Botswana, Kamerun, Ghana, Kenia, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Nigeria, Südafrika, Swasiland, Ruanda, Tansania, Uganda, Sambia und Simbabwe). Die Börsenwerte der hier notierten Unternehmen beliefen sich im Jahr 2008 auf ungefähr 200 Milliarden US-Dollar (ohne Südafrika). Das entsprach etwa der Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des gesamten Teilkontinents.

Zwar ist die Liquidität der Aktienmärkte an den meisten afrikanischen Börsen mit einer Umschlagsquote von sechs Prozent im Jahr 2008 nach wie vor relativ gering (in Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien und China liegt der Durchschnittswert bei 85 Prozent), doch wuchsen die Umsätze zwischen 2005 und 2006 um mehr als 50 Prozent. Wenn nichts Gegenläufiges passiert, wird sich diese Tendenz in nächster Zeit weiter fortsetzen. 1

In drei der letzten fünf Jahre gehörten die afrikanischen Börsen zu den besten Anlagemärkten mit durchschnittlichen Kursgewinnen von über 40 Prozent. Das sambische Agrarunternehmen ZamBeef Products (einer der größten afrikanischen Anbieter von Eiern, Rindfleisch-, Hühnerfleisch- und M

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