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Die Billionen-Schuldenbombe Wie die Krise begann und war um sie noch lange nicht zu Ende ist von Stelter, Daniel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.07.2014
  • Verlag: Wiley-VCH
eBook (ePUB)
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Die Billionen-Schuldenbombe

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat uns seit fünf Jahren fest im Griff. Wie konnte es dazu kommen und weshalb findet die Politik keine Lösung? Können wir auf einen glücklichen Ausgang hoffen oder steht das dicke Ende im wahrsten Sinne des Wortes noch bevor? Können wir glauben, was uns von Politikern, Volkswirten, Notenbankern und Journalisten erzählt wird? Hat der Euro noch eine Zukunft und was passiert mit unserem Geld? Und: Wie teuer wird uns das alles noch zu stehen kommen?
Die Antwort auf diese Fragen gibt der Krisenexperte Daniel Stelter, gemeinsam mit dem bekannten Thriller-Autor Veit Etzold sowie Ralf Berger und Dirk Schilder (beide von der Boston Consulting Group), auf spannende, einfache, verständliche aber auch schonungslos offene Weise.
Die Krise musste kommen. Zu lange hat die Politik in den westlichen Industrieländern geglaubt, alle Probleme ließen sich mit immer mehr Schulden bewältigen. Seit 1980 hat sich die Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten mehr als verdoppelt, von 160 auf über 320 Prozent des Bruttosozialprodukts. Seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich dieser Trend beschleunigt, weil Regierungen aus Furcht vor einem Absturz stützend eingegriffen haben. Zu dieser offiziellen Verschuldung gesellen sich die ungedeckten Verbindlichkeiten der Zukunft: Rentenansprüche und steigende Gesundheitskosten einer alternden Gesellschaft. Wir alle wollen es nicht wahrhaben, doch Schulden können nicht ewig schneller wachsen als das Einkommen. Die westliche Welt ist pleite, so lautet die nüchterne Schlussfolgerung.
Politik und Wirtschaft wollen diese bittere Wahrheit nicht akzeptieren. Stattdessen wird versucht, durch Drucken von immer mehr Geld, das Unabwendbare aufzuschieben. Doch das wird nicht funktionieren. Der luxemburgische Premier Juncker hat gesagt: 'Wir wissen alle, was zu tun ist, aber wir wissen nicht, wie wir wieder gewählt werden sollen, nachdem wir es getan haben.' Auf was wir uns einzustellen haben, wird in 'Die Billionen-Schuldenbombe' ausführlich beschrieben, denn das Spiel auf Zeit kann nicht mehr lange gut gehen.
Die Schuldenkrise und die Zukunft des Euro werden die Bundestagwahl 2013 dominieren, was das Buch zur Pflichtlektüre für jeden Wähler macht. Es verdeutlicht die Dimensionen des Problems und dass es keine einfachen Lösungen geben wird. Es hilft, die Vorschläge der unterschiedlichen Parteien zu beurteilen.

Dr. Daniel Stelter ist Senior Partner and Managing Director der Boston Consulting Group (BCG) in Berlin und Mitglied des weltweiten BCG Executive Committee. Sein Beratungsschwerpunkt liegt auf den Bereichen Corporate Finance und Unternehmensstrategie.
Dr. Daniel Stelter ist ein Experte zur Finanz- und Schuldenkrise, einem Thema, mit dem er sich schon seit seiner Promotion 1990 beschäftigt. Seit 2006 berät er Kunden bei der proaktiven Vorbereitung auf die ökonomischen Herausforderungen vor dem Hintergrund der fortschreitenden Finanzkrise. Seit 2008 schreibt er regelmäßig in der BCG-Publikationsreihe 'Collateral Damage' zum Fortgang der Krise. Zusammen mit David Rhodes verfasste er das Buch 'Vor der Krise ist nach dem Aufschwung' (2010), wofür ihnen der getAbstract International Book Award 2010 verliehen wurde.
Vor seinem Eintritt in die Boston Consulting Group 1990 promovierte Dr. Stelter an der Hochschule St. Gallen zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften und erwarb dort auch seine ersten praktischen Erfahrungen im Bereich Banking und Consulting (Management Zentrum St. Gallen).
Der studierte Literatur- und Medienwissenschaftler Dr. Veit Etzold ist ein bekannter Bestseller-Autor. Mit seinem aktuellen Thriller 'Final Cut', der 2013 auch in fünf weiteren europäischen Ländern erscheint, war er 14 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Nach einer Tätigkeit als Manager bei Allianz und Dresdner Bank war er Berater bei der Boston Consulting Group im Bereich Financial Services und Mitglied des globalen Strategieinstituts

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 22.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783527676484
    Verlag: Wiley-VCH
    Größe: 4096 kBytes
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Die Billionen-Schuldenbombe

Kapitel 1
Kapitalismus als Kettenbrief

"Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten."

Adam Smith, über die Natur und die Ursachen von Nationalreicht ümern [ 8 ]

"Es ist gerecht, jedem seine Schuld zu bezahlen."

Simonides von Keos (griechischer Dichter, 557/556-468/467 v. Chr.) [ 9 ]
1.1 Schulden sind gut ...

Dieses Buch handelt von Schulden. Vielen Schulden. Sehr vielen Schulden, die zu einem guten Teil wohl nicht mehr zurückgezahlt werden und wenn, dann nur mit entwertetem Geld. Bevor wir dazu kommen, müssen wir jedoch erst mal erklären, warum es überhaupt Schulden, Zins und Geld gibt. Nur dann ist zu verstehen, was passiert ist – und zu erahnen, was noch passieren wird. Die politische Diskussion der Krisenursachen und der Lösungsansätze geht wieder einmal, wie schon so oft in der Vergangenheit, am Kern des Problems vorbei. Das ist nicht neu in der Geschichte, und wir können getrost davon ausgehen, dass es auch bei der nächsten Schuldenkrise nicht anders sein wird.

Doch lassen Sie uns mit einer einfachen und zugleich vielleicht überraschenden Feststellung beginnen: Schulden sind gut . Erst die Existenz von Schulden ermöglicht anhaltendes Wachstum einer Volkswirtschaft, zunehmende Produktivität – also effizientere Nutzung von Ressourcen – und technischen Fortschritt. Der Grund dafür ist einfach: Schulden führen zu Druck. Der Schuldner muss hart arbeiten und sich etwas einfallen lassen, wenn er die Schulden wieder zurückzahlen möchte. Das klingt überraschend, und es lohnt sich, darauf detaillierter einzugehen.
1.2 Von Rom nach Manchester

Die Gründungsgeschichte Roms ist bekannt: Die beiden Zwillinge Romulus und Remus, eigentlich Kinder von Gott Mars und der jungfräulichen Priesterin Rhea Silvia, werden von einer Wölfin großgezogen. Im Jahre 753 vor Christus gründen sie Rom an einer Stelle, an der es bereits seit Jahrhunderten Siedlungen gegeben hat, und Romulus ermordet seinen Zwillingsbruder Remus, nachdem sich dieser über die Abgrenzungsmauern lustig macht, die Romulus zwischen den einzelnen Grundstücken errichtet hat. Das war eine schwere Missachtung des Gesetzes, denn die Grenzmauer galt als heilig. Und dieser Übertritt wurde hart bestraft. So weit die Sage.

Was folgt, ist der beispiellose Aufstieg einer anfangs armen Gesellschaft zur unbestrittenen Weltmacht. Wir können uns fragen: Wie war das möglich?

Auch in der Wiege der Demokratie, Griechenland, vollzog sich praktisch zeitgleich innerhalb weniger Jahrhunderte die Entwicklung von einem armen Fleckchen Erde zu wohlhabenden Stadtstaaten, den sogenannten Polis, deren prächtige Ruinen wir heute noch bewundern. Wieder fragen wir uns: Wie kam es dazu?

Mehr als 2000 Jahre später entwickelt sich England, weder von seiner Randlage in Europa noch von Bodenschätzen in irgendeiner Form bevorteilt, von einem rückständigen Agrarland im 15. Jahrhundert, zur Wiege der industriellen Revolution und zum Weltreich des 19. Jahrhunderts. Wiederum, was war passiert?

Diese Fragen haben sich auch zwei Wissenschaftler von der Universität Bremen seit den 1980er Jahren gestellt: Gunnar Heinsohn und Otto Steiger. [ 10 ] Sie fragten sich: Wie konnten Weltreiche aus dem Nichts entstehen und warum funktionierte dies in einigen Fällen, in anderen aber nicht? Vor allem interessierte sie auch, weshalb das sogenannte "kapitalistische" System so ungemein dynamischer und innovativer war als alle anderen Gesellschaftsformen, vor allem

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