text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Internationale Wirtschaft Theorie und Praxis der internationalen Wirtschaftsbeziehungen von Hoppen, Dieter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.11.2013
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
25,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Internationale Wirtschaft

Das Verständnis der Funktion und Wirkung internationaler Wirtschaftsbeziehungen ist gerade am global agierenden Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Technischer Fortschritt in der internationalen Logistik, moderne Kommunikationsmethoden und politische Entscheidungen zum weltweiten Abbau von Handelshemmnissen haben seit den 1990er Jahren eine rasante Entwicklung auf diesem Gebiet bewirkt. Das Lehrbuch vermittelt vor diesem Hintergrund praxisrelevantes Basiswissen, um das komplexe System der internationalen Wirtschaftsbeziehungen verstehen und in der betrieblichen Praxis anwenden zu können. Im Teil I werden die internationalen Güter- und Kapitalströme behandelt und im Teil II der globale Wettbewerb zwischen Industrie- und Aufsteigerländern. Prof. Dr. Dieter Hoppen vertritt an der ESB Business School/ Hochschule Reutlingen das Fachgebiet Internationales Marketing. Vorher war er langjähriger Vertriebs- und Exportleiter bei namhaften deutschen Unternehmen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 28.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170236097
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 3017 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Internationale Wirtschaft

1 Mechanismen internationaler Märkte

1.1 Handelsströme im Modell

(1) Tauschen, Handel, Free Trade

1. Von der Tauschwirtschaft zum Welthandel. Handel und Arbeitsteilung sind noch nicht sehr lange die Grundlagen unseres Wirtschaftens. Unsere Vorfahren sind erst vor gut 12000 Jahren sesshaft geworden: Die Jäger, Fischer und Sammler hörten auf, den kompletten Eigenbedarf selbst herzustellen. Ackerbau und Viehzucht wurden begonnen. Märkte bildeten sich. Handwerksbetriebe und Dörfer entstanden und später Städte. Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek versteht das Entstehen von Märkten als eine spontane Ordnung, welche die wirtschaftlichen Aktivitäten von Individuen ohne äußeren Zwang koordiniert. 1 Menschen tauschen und handeln freiwillig, weil es für die Beteiligten vorteilhaft ist. Das geschieht in jeder Kultur. In einer Tauschwirtschaft konzentriert sich jeder bei seiner Arbeit vor allem auf das, was er am besten kann. Beim Tausch erhält er vom eingetauschten bzw. gekauften Gut mehr, als wenn er es selbst hergestellt hätte, denn die Arbeitsteilung führt zu einer Erhöhung der Produktivität: Es werden mit den vorhandenen Ressourcen mehr Güter erzeugt und die Güterversorgung der Beteiligten wird besser.

Heute erstreckt sich die Arbeitsteilung über alle Kontinente. Es ist selbstverständlich geworden, dass Waren aus aller Welt ein Teil unseres täglichen Lebens sind: Digitalkameras aus Japan, TV-Geräte aus Korea, Laptops aus Taiwan, PC-Software aus den USA, Mobiltelefone, Sweatshirts und Spielzeug aus China, Sportschuhe aus Vietnam und Weintrauben aus Südafrika. Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Der Welthandel hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verhundertfacht. Dieser Boom war nur möglich, weil der Fortschritt in der Logistik die Transportkosten um mehr als den Faktor 10 senkte und politische Handelshemmnisse wie Zölle und Einfuhrkontingente zum größten Teil beseitigt wurden: Aus dem Handel zwischen Dörfern und Städten ist ein veritabler Welthandel geworden und dieser Free Trade trägt ganz wesentlich zum Lebensstandard aller Beteiligten bei.

Der Weg in die Globalisierung der Märkte erforderte fast 50 Jahre mühsamer Verhandlungen, denn das Recht, Zölle an den Landesgrenzen zu erheben, gehört zu jedem souveränen Staat. Und die Regierenden haben zu allen Zeiten gerne davon Gebrauch gemacht, denn die Abgaben an den Grenzen füllten ihre Staatskassen. Die Einsicht, dass ein Staat seiner Wirtschaft mehr schadet als nützt, wenn er den Handel mit seinen Nachbarn beschränkt, hat sich nur zögernd durchgesetzt. Das Credo vom Free Trade stammt von englischen Ökonomen des 18. und 19. Jahrhunderts: Freihandel nützt jeder Wirtschaft und jedem Land. Sie waren sich sicher, dass die Abschaffung von Handelsbeschränkungen große Warenströme freisetzen und die wirtschaftliche Entwicklung in den beteiligten Ländern fördern werde. Und sie behielten recht: Im 19. Jahrhundert nahm der Handel stetig zu, weil die Zölle gering waren und der Goldstandard für eine hohe Stabilität der Finanzwirtschaft sorgte.

2. Free-Trade -Gedanke. Im Jahre 1776 erschien das grundlegende Werk der Wirtschaftswissenschaft: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations von Adam Smith. Der Autor hatte u. a. eine englische Manufaktur für Stecknadeln besucht und die Produktionsweise analysiert: Die Fertigung wies eine hohe Arbeitsteilung auf und fü

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen