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Planet China Business and Management von Tischler, Stefan (eBook)

  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
eBook (PDF)
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Planet China

Wenn Menschen aus dem Westen versuchen China einzuordnen, so vergleichen manche es häufig mit Japan oder Südkorea. Andere mit den USA und wieder andere nennen eine Mischung aus dem kolonialen Hongkong und Osteuropa. Alle diese Vergleiche sind schlichtweg unzureichend.Schon die Tatsache, dass Raubtierkapitalismus und Kommunismus Hand in Hand gehen, ist nach westlicher Meinung kaum vereinbar. China ist gleichzeitig stabil und chaotisch, flexibel und starr, rechtsstaatlich und doch ungesetzlich. China ist anders! China ist gegensätzlich! Oft treiben diese Gegensätze und die extremen kulturellen Unterschiede den westlichen Geschäftsmann an den Rand der Verzweiflung. Aber warum ist das so? Dieses Buch beschreibt die Gründe für diese Gegensätzlichkeit und liefert eine umfassende und doch leicht zu verstehende Hilfe für jedermann, um die Gefahren und Hindernisse im chinesischen Geschäftsalltag zu meistern. Des Weiteren gibt die Studie Ratschläge für den Schutz des geistigen Eigentums und untersucht ausführlich Chinas Weltmachtsstrategie. Das Buch endet mit einer Analyse der chinesischen Bedrohung für die westliche Welt und weist auf dringend notwendige Maßnahmen und Reformen hin, um den Angriff aus Asien abzuwehren.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 107
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836655262
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Serie: China 12
    Größe: 2706 kBytes
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Planet China

Kapitel 4.5, Kommunikationsprobleme

Dass die chinesische Sprache zu einer schwer erlernbaren gehört, steht außer Frage. Probleme bereiten ausländischem Lernwilligen meist die vier verschiedenen Töne, die gleichartigen Wörtern verschiedene Bedeutungen verleihen.

Viele Ausländer, die nach langen Studien die chinesische Sprache endlich beherrschen, verfallen später erneut in Resignation wenn sie feststellen müssen, dass sie immer noch erhebliche Verständigungsprobleme haben, weil sie die Ausdrucksformen dessen, was im Dialog verschwiegen wird, nicht deuten können.Der Grund ist, dass China zu den High-Kontext-Kulturen gehört. Das bedeutet Informationen werden oft indirekt übermittelt. Chinesen verbinden mit vielen Sprichwörtern Bedeutungen aus Fabeln und Geschichten, die Chinesen von klein auf von ihren Eltern und Großeltern gelehrt wurden. Diese Eigenheit lässt sich am Besten am folgenden Beispiel verdeutlichen:

Damit möchten Chinesen ausdrücken, dass man nicht zu voreilig darüber urteilen sollte, ob etwas großes Glück oder Unglück bedeutet. Chinesen verwenden viele solcher Fabeln und Sprichwörter im Alltag und auch im Geschäftsleben, was zur interkulturellen Verständigung große Probleme bereitet.

Sehr verwirrend ist für westliche Ausländer auch die Tatsache, dass sich aus der chinesischen Zustimmung für "Ja", drei verschiedene Bedeutungen ableiten lassen.

Was genau gemeint ist, kann nur aus dem Kontext, in dem die Interaktion stattfindet, erschlossen werden.

Ein weiteres kommunikatives Problem ist die unterschiedliche Auffassung von Humor.

Schwierigkeiten entstehen dabei, wenn eine humorvolle Äußerung vom Gesprächspartner nicht als solche erkannt wird. Besonders die Deutschen neigen bei humoristischen Äußerungen oft zu Ironie und Sarkasmus. Dies wird in China kaum verstanden, da Chinesen aus Höflichkeit meist das Gegenteil sagen, was sie eigentlich meinen.

Zum Beispiel sagte ein Deutscher ironisch: "China ist ja fast schon eine Demokratie".

Der Chinese interpretiert diese Aussage wahrscheinlich folgendermaßen: " China ist ein rückständiges, verbohrtes Land mit einem kommunistischen Polizeistaat der die Menschen unterdrückt." Besser wäre gewesen, wenn der Deutsche gesagt hätte, er könne in China schon gewisse demokratische Grundtendenzen erkennen.

Ironie oder Unmut über spezielle Gegebenheiten drücken sich in China durch eine positiv gestaltete Einfachheit aus.

Kapitel 4.6, Personalführung in der V.R. China

Da die chinesische Regierung seit mehr als 25 Jahren eine fast schon rücksichtslose Umstrukturierung der Wirtschaft durchführt, sind Chinesen an kurzfristige, massive Veränderungen gewöhnt. Obwohl China eine familienorientierte Beziehungskultur ist, herrscht in Unternehmen dennoch eine hohe Machtdistanz. "Nach dem semantischen Modell von Hofstede ist Machtdistanz der Grad der Akzeptanz einer ungleichen Machtverteilung". Das bedeutet, dass in chinesischen Unternehmen eine strenge Hierarchie herrscht. Mitarbeiter können bei Problemen nicht einfach eine Hierarchieebene überspringen und sich an den nächst höheren Vorgesetzten wenden. Dabei spielt auch das seit vielen Jahren praktizierte Danwei-System noch eine große Rolle, welches bereits in Kapitel 4.2 beschrieben wurde. Wegen der hohen Machtdistanz erwarten Mitarbeiter klare Instruktionen, wann, wie und was sie machen sollen.

Grundsätzlich stehen Chinesen jeglicher Veränderung aufgeschlossen gegenüber, aber das vorherrschende System häl

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