text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Agile Prozesse mit Wertstrommanagement Ein Handbuch für Praktiker von Klevers, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.05.2015
  • Verlag: CETPM GmbH
eBook (PDF)
35,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Agile Prozesse mit Wertstrommanagement

Die Anwendung von Lean Management Prinzipien hat sich mittlerweile als Standard in der Industrie etabliert. Kaum ein Unternehmen kann es sich noch leisten, die erheblichen Verbesserungspotenziale ungenutzt zu lassen, die Lean bietet. Im Rahmen der Lean-Aktivitäten zum Aufspüren und Eliminieren von Verschwendung ist ein ganzer Werkzeugkasten bzw. Methodenkoffer entstanden. Das zentrale Werkzeug ist dabei Wertstrom-Management mit den Grundbausteinen Wertstrom-Mapping und Wertstrom-Design. Wertstrom-Management ist mittlerweile als mächtiges Werkzeug etabliert, das Betriebe weltweit erfolgreich einsetzen. Wertstrom-Management macht Verschwendung in Prozessen sichtbar. Wenn Abläufe transparent sind, lassen sich Material- und Informationsflüsse verbessern - sowohl in einzelnen Prozessen als auch in der gesamten Supply Chain. Ein Effekt, der sich mit Wertstrom-Management erreichen lässt, ist die drastische Senkung von Beständen und die Reduzierung der Durchlaufzeiten. Die Liefertreue wird erhöht und die Qualität verbessert durch schnelleres Fehlerfeedback. Unternehmen werden durch Wertstrom-Management agiler und können schneller auf Veränderungen am Markt reagieren. Dieses Handbuch für Praktiker erklärt Schritt für Schritt die Vorgehensweise beim Wertstrom-Management und zeigt viele Möglichkeiten zum erfolgreichen Einsatz auf. Zahlreiche Praxisbeispiele aus Projekten in Unternehmen geben tiefen Einblick in die erprobte Vorgehensweise. Sowohl erfahrene Praktiker als auch Beginner und Studierende finden wertvolle Hinweise, wie sie die Suche nach Verschwendung und deren Eliminierung angehen können.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 210
    Erscheinungsdatum: 20.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940775573
    Verlag: CETPM GmbH
    Serie: Operational Bd.1
    Größe: 8954 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Agile Prozesse mit Wertstrommanagement

2.

Mehr Wettbewerbsfähigkeit durch weniger Verschwendung

2.1

Effizienz und Flexibilität - aber ohne Komplexität

Mit viel Aufwand wird in den meisten Betrieben versucht, die Abläufe in der Produktion genau zu steuern und zu regeln. Eingehende Aufträge werden anhand ihrer Liefertermine, der Verfügbarkeit von Material und der benötigten Maschinen in eine Reihenfolge gebracht und die einzelnen Fertigungs- und Montageschritte genau geplant. Dazu stehen komplexe Programme zur Verfügung, mit deren Hilfe die Vorgaben für die Fertigungs- und Montageprozesse errechnet werden. Das Ergebnis sind Arbeitspapiere, die dann "nur noch abgearbeitet werden müssen". So sollte eigentlich alles klar sein; und das EDV-System gibt Liefertermin und Arbeitsvorgaben aus.

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Wenn man durch Produktionsbetriebe geht und sich Arbeitspapiere anschaut, dann sind diese oft gar nicht aktuell: Die angegebenen Termine sind längst verstrichen - oder sie liegen in der Zukunft, und das entsprechende Teil wartet auf die Weiterverarbeitung. Die angegebenen Arbeitszeiten sind nicht genau: Weder die Bearbeitungszeiten stimmen, noch sind Rüstzeiten korrekt berücksichtigt, Teile zur Montage fehlen, die restliche Baugruppe wartet und blockiert den dringend benötigten Platz. Materialien sind nicht rechtzeitig verfügbar, und die Bearbeitung kann nicht begonnen werden. Die Maschine steht nicht zur Verfügung, da sie eine Störung hat. Der schön ausgearbeitete Plan kann nicht ausgeführt werden, kommt ins Stocken - und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen improvisieren. Der Bedarf ändert sich, Eilaufträge schießen dazwischen - und wieder wird manuell improvisiert und umorganisiert. Das Ergebnis ist dann in der Fertigung sichtbar: Stapelweise Kisten, die vor einer Maschine warten, Stillstände durch ganze Prozessketten hindurch und Aufträge, die trotz bester Planung nicht termingerecht ausgeliefert werden.

Um diese Störungen zu beherrschen, wurden unter anderem Rückmeldesysteme installiert, die der Planung die Verfügbarkeit der Ressourcen und vor allem den genauen Stand der Abarbeitung melden sollen. Nur - ist der Fertigungsauftrag einmal erstellt, wird er in der Regel nicht mehr korrigiert. Man weiß ja gar nicht, wo sich die Teile gerade befinden, und man müsste diese suchen gehen. In Einzelfällen passiert das, aber in der Regel erscheint der Aufwand zu groß. "Die da unten (= Produktion) regeln das ja schon" - so die Begründung.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Prozessketten, die geplant werden, sehr lang oder komplex sind. So umfasst beispielsweise die Herstellung eines Staubsaugers eine Vielzahl verschiedener Baugruppen, die aus unterschiedlichen Fertigungsbereichen oder -technologien kommen. Der Aufwand für eine zuverlässige a-priori-Planung ist enorm, und dennoch ist immer wieder erneutes manuelles Eingreifen und Improvisieren notwendig .

Einzelne Prozesse in einer Kette unterliegen oftmals verschiedenen Einflussgrößen, die anfangs gar nicht bestimmbar sind.

Ein Beispiel: Die Planung der gesamten Prozesskette bei einer Feingießerei in der klassischen dispositiven und vorwärts gerichteten Form kann gar nicht erfolgreich sein, da der in der Mitte liegende Gießprozess anderen Planungsgeboten gehorcht als die davor und dahinter liegenden Prozessschritte. Hier wird die Reihenfolge der Auftragsbearbeitung anhand der jeweiligen Zusammensetzung ihrer Legierungen zusammengestellt, während in den übrigen Prozessschritten Liefertermin oder Größe die bestimmenden Parameter sind .

Dennoch hat sich der Glaube daran, dass eine Produktion dann wirtschaftlich ist, wenn man nur genau genug plant, bis heute gehalten. Das gilt auch für den Glauben daran, dass nur eine große Losgröße wirtschaftlich ist. Die Auslastung einer Maschine wurde zum Maß für die Wir

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen