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Anreizsysteme für den innerbetrieblichen Wissensmarkt: organisatorische und technische Möglichkeiten von Frischmuth, Norman (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2012
  • Verlag: Examicus Verlag
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Anreizsysteme für den innerbetrieblichen Wissensmarkt: organisatorische und technische Möglichkeiten

Diplomarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation, Note: 1.3, Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Sprache: Deutsch, Abstract: Laut Recherche der Zeitschrift 'Informationweek' beschäftigen sich 94 Prozent der 144 von dem Informationszentrum 'Benchmarking' befragten Unternehmen mit Wissensmanagement und erachten diese Thematik als 'unabdingbar'. Damit stellt sich berechtigter Weise die Frage, warum nur einige wenige Unternehmen es geschafft haben, zumindest im Ansatz Wissensmanagement im Unternehmen zu betreiben. Viele renommierte Unternehmen kündigen die Einführung von vielversprechenden Projekten an. Die wahre Herausforderung und häufige Ursache für das Scheitern ehrgeiziger Projekte wird dabei übersehen - die Problematik der Wissensverteilung und der Wissensnutzung. Keine Software kann einem Unternehmen die Arbeit abnehmen herauszufinden, welches Wissen für den Unternehmenserfolg von Interesse ist, wo das Wissen zu finden ist und wie es verteilt werden kann. Bei dem Versuch, diese Aufgaben zu bewältigen, zeigt sich schnell, daß die Lokalisierung und Verteilung von Wissen sehr zeitintensiv und organisatorisch anspruchsvoll ist. Nicht der Aufbau der notwendigen Infrastrukturen stellt Unternehmen vor große Herausforderungen, sondern die Frage nach der freiwilligen Verteilung von Wissen unter den Mitarbeitern. Eine freiwillige Kooperation aller Mitarbeiter im Sinne der Wissensverteilung und Wissensnutzung ist nur mit Hilfe von Anreizsystemen zu erreichen. Ziel des Autors ist es, Voraussetzungen für ein Anreizsystem und dessen Aufbau zu erarbeiten. Das Anreizsystem soll die Akteure des Wissensmarktes motivieren mit Wissen zu handeln, um dadurch die Wissensverteilung und die Wissensnutzung im Unternehmen zu gewährleisten. In der Diplomarbeit werden im ersten Schritt die Grundbegriffe des Wissensmanagements erfaßt, anschließend unterschiedliche Sichtweisen auf die Thematik zur späteren Abgrenzung dargestellt und eine Zielstellung für ein technisch und organisatorisch gestütztes Anreizsystem für den innerbetrieblichen Wissensmarkt erarbeitet. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt in der Sichtweise von Wissensmanagement als Markt. Dieser fördert die Identifikation, aber vor allem die Verteilung und Nutzung von Wissen im nternehmen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 99
    Erscheinungsdatum: 27.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656999621
    Verlag: Examicus Verlag
    Größe: 666kBytes
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Anreizsysteme für den innerbetrieblichen Wissensmarkt: organisatorische und technische Möglichkeiten

2. Wissen als vierter Produktionsfaktor

2.1. Die Bedeutung des Wissens im historischen Kontext

Verfolgt man die geschichtliche Entwicklung des Menschen in den letzten 2000 Jahren, kommt man zu der Erkenntnis, daß Wissen schon immer einen wichtigen Bestandteil im Entwicklungsprozeß darstellte. Auch in den grauen Anfängen der Zivilisationen war es vor allem das Wissen eines Stammes oder Volkes, welches das Überleben sicherte.

Im ständigen Kampf um Territorien und Lebensräume waren es die Völker, die durch einen Wissensvorsprung in der Waffentechnik anderen Völkern überlegen waren. [2] Das galt der Überlegenheit von Eisen- über Bronzewaffen, genauso wie den verbesserten Angriffstechniken des Dschingis Khan oder der Römer bis in die heutige Zeit.

Völker, die den großen Wissensvorsprung nicht transportieren konnten, waren unterlegen (Maya- und Inka-Kultur). Zum Erhalt der militärischen Eroberungen war jedoch das Wissen über Politik und Wirtschaft, zum Erhalt und Ausbau der Lebensräume, von entscheidender Bedeutung.

Die Problematik der Wissensverteilung setzte aber auch fortschrittliche Zivilisationen unter Druck. Die Fähigkeit, neues Wissen zu erlangen und dieses schnell zu verteilen und es somit zur rechten Zeit am rechten Ort bereitzustellen, stellte eine hohe Herausforderung dar. Vor allem große Gesellschaften waren nicht in der Lage, aktuelles Wissen zügig zu den Entscheidungsträgern zu transportieren, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Beispiel: Die Germanen setzten bei ihren Angriffen zu Pferd eine einfache Art des heute bekannten Steigbügels ein, um nicht so schnell aus dem Sattel gestoßen werden zu können. Diese neue Technologie wurde von den römischen Befehlshabern vor Ort schnell als entscheidender Nachteil für das römisches Herr erkannt. Es fehlten jedoch die entsprechenden Kommunikationskanäle, um dieses Wissen an die Führungspersonen weiterzuleiten.

Ein Mangel des Kommunikationssystems, der gerade bei fortschrittlichen Zivilisationen zu einer Vielzahl von strategischen Fehlentscheidungen führte.

Defizite dieser Art versuchten Menschen daher immer zu kompensieren. Dabei handelte es sich in den Anfängen der Kommunikationstechnik lediglich um den Transport von Daten, allerhöchstens von Informationen. Telegraf, Telefon und nicht zuletzt das Fernsehen sind die unbestrittenen Wegbereiter der heutigen Informationstechnologie. Mit dem Voranschreiten der globalen Vernetzung verlagerten sich auch zunehmend die Problembereiche von dem reinen Transport zurück auf die Lokalisierung und Verteilung von Wissen. Spätestens mit dem Durchbruch des Internets und der großflächigen Verbindung von Millionen Computern und Menschen hat sich Wissen als Ware etabliert und dadurch ein nicht umkehrbare gesellschaftliche Entwicklung in Gang gesetzt.

2.2. Auf dem Weg zur Informationsgesellschaft

Die Folge einer zunehmenden Globalisierung und Vernetzung der Weltwirtschaft war und ist das Zusammenbrechen veralteter Strukturen und Hierarchien. Zahlreiche Unternehmen, die in den 60er, 70er und 80er Jahren zu den führenden Größen der Wirtschaft gehörten und auch auf eine langjährige Tradition zurückblicken konnten, schrumpften zu reinen Importeuren (z.B. Fa. Anker) oder existieren heute überhaupt nicht mehr. [3] In der dabei neu entstehenden Wirtschaftsordnung sind es nicht mehr die natürlichen Ressourcen oder die reine Arbeitskraft, die zu Wohlstand verhelfen, sondern zunehmende das Wissen und der Austausch von Wissen. [4]

Während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert waren es die erstaunlichen Erfindungen, die zusammen mit

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