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Arbeitsorganisation in der automatisierten Produktion Strategien zur Optimierung von Anlaufprozessen von Börner, Kerstin (eBook)

  • Verlag: Diplomica Verlag GmbH
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Arbeitsorganisation in der automatisierten Produktion

Das vorliegende Fachbuch beinhaltet die Erarbeitung einer Gestaltungssystematik zur systemspezifischen Konzeption von Anlaufstrategien, die es ermöglicht, individuelle an ein Produktionssystem angepasste Anlaufstrategien zu entwickeln und dabei Optimierungspotenziale im Anlaufprozess zu nutzen. Ausgehend von dem komplexen Untersuchungsgegenstand Anlaufprozess und dem Anspruch der integrativen und ganzheitlichen Betrachtung dieser Phase im Produktionssystemlebenszyklus erfolgt die Identifikation und Beschreibung von arbeitsorganisatorischen Einflussgrößen zur Optimierung von Anlaufprozessen. Diese werden zunächst theoretisch und anschließend bezogen auf den Anlaufprozess analysiert sowie arbeitsorganisatorische Maßnahmen abgeleitet. Darauf aufbauend erfolgt die Erarbeitung einer Gestaltungssystematik zur Konzeption von Anlaufstrategien, welche auf den technischen Veränderungen im automatisierten Produktionssystem basiert und ein breites Spektrum an Lösungsvarianten, d.h. Anlaufstrategien, beinhaltet. Eine Anlaufstrategie ergibt sich aus der Kombination von Ausprägungen verschiedener strategischer und operativer Gestaltungsparameter. Die Charakteristik und Bewertung der einzelnen Parameter hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile sowie Potenziale zur Optimierung von Anlaufprozessen bildet die Grundlage zur flexiblen und individuellen Konzeption von systemoptimalen Anlaufstrategien. Somit wird die Konzeption von Anlaufstrategien sowohl in Abhängigkeit von der Spezifik und den Restriktionen des automatisierten Produktionssystems als auch unter Beachtung der Zielstellungen im Anlaufprozess ermöglicht.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 136
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836626934
    Verlag: Diplomica Verlag GmbH
    Größe: 2646 kBytes
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Arbeitsorganisation in der automatisierten Produktion

Kapitel 3.3.2, Qualifikation und Qualifizierung von Mitarbeitern im Anlaufprozess

Allgemein kann festgehalten werden, dass die Mitarbeiter auf den Verlauf des Anlaufprozesses entscheidenden Einfluss haben. Dieser ist in hohem Maße abhängig von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sowie deren bereits gesammelten Erfahrungen im Anlaufprozess.

Begründet in der Tatsache, dass die Motivation der Mitarbeiter durch die Gestaltung der Arbeitsaufgaben bestimmt werden kann (vgl. Abbildung 2-3, S. 5), wird dieser Aspekt in Abschnitt 3.5 "Die Arbeitsaufgaben- und Arbeitsorganisationsstruktur" behandelt und an dieser Stelle die Untersuchung der Qualifikation und Qualifizierung der Mitarbeiter im Anlaufprozess fokussiert.

Wie in Kapitel 2 "Der Anlaufprozess in automatisierten Produktionssystemen" dargestellt wurde, ist ein Produktionssystem durch den Anlauf neuer oder variierter Serienprodukte tief greifenden Veränderungen (z.B. Einführung neuer Produkte sowie Produkt- und Fertigungstechnologien) unterworfen. Aus diesem Grund ist eine Analyse des Anforderungsprofils der Arbeitsaufgaben im Soll-Produktionssystem erforderlich und mit dem Profil der Arbeitsaufgaben im Ist-Produktionssystem zu vergleichen, so dass daraus eventuell notwendige Maßnahmen abgeleitet werden können.

Eine Möglichkeit zur Durchführung eines derartigen Abgleichs stellt die im Rahmen des Projektes KOMPASS erarbeitete Methodik SAMBA dar. SAMBA (Subjektive Arbeits-, Motivations- und BildungsAnalyse) ist ein Instrument, welches "die komplexe Beziehung zwischen Arbeit und Bildung in den Mittelpunkt stellt und die gegenwärtigen und die zukünftigen Anforderungen gleichermaßen aufgreift und in ihrer wechselseitigen Verknüpfung berücksichtigt". Die Verwendung der in SAMBA entwickelten Methodik ermöglicht, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Mitarbeitern, eine systematische und strukturierte Analyse von Anforderungen und Qualifikationen zur Identifikation von Ähnlichkeiten und Abweichungen der Ist- und Soll-Qualifikation im Produktionssystem.

Dazu ist folgende Vorgehensweise zu empfehlen, die anschließend näher erläutert wird: Benennung der Arbeitsaufgaben für das Soll-Produktionssystem, Analyse der Anforderungen der einzelnen Arbeitsaufgaben, Einordnung der Anforderungen in unterschiedliche Anforderungsbereiche (z.B. fachliche, soziale, organisatorische Anforderungen), weitere Untergliederung nach Bedarf, Erstellung eines Qualifikationsprofils für das Ist-Produktionssystem und Vergleich von Qualifikations- und Anforderungsprofil.

Im ersten Schritt erfolgt die Benennung und Dokumentation der Arbeitsaufgaben im Soll-System, z.B. Zeiten schreiben, Inbetriebnahme der Maschine. Anschließend werden zu den einzelnen Arbeitsaufgaben die notwendigen Anforderungen analysiert und in fachliche (durchführen), organisatorische (informieren, planen, vorbereiten, kontrollieren), soziale und weitere Anforderungsbereiche (z.B. Arbeitssicherheit) eingeordnet (vgl. Tabelle 3-1).

Je nach Bedarf sind weitere Untergliederungen der Anforderungen möglich, z.B. Anforderungen zur Fehlerklassifikation und -behebung als F4.1 bis F4.x). Anschließend erfolgt die Erstellung eines aktuellen Qualifikationsprofils für jeden Mitarbeiter und pro Arbeitsaufgabe. Dabei findet eine Wichtung statt, ob und in welchem Umfang der betreffende Mitarbeiter die notwendige Qualifikation zur Anforderungserfüllung besitzt. Die Qualifikation wird als gut, ausreichend, gering oder als nicht vorhanden beschrieben. Anhand des Vergleiches von Anforderungs- und Qualifikationsprofil lassen sich mögliche Defizite erkennen und erforderliche Maßnahmen einleiten.

Aus der Gegenüberstellung des Qualifikationsprofils der Mitarbeiter im Ist-Produktionssystem und des Anforderungsprofils der Arbeitsaufgaben für das Soll- Produktionssystem können folgende Möglichkeiten resultieren (vgl. Abbildung 3-9): das Qualifikationsprofil der Mitarbeiter im Ist-Produk

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