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Der M&A-Prozess Konzepte, Ansätze und Strategien für die Pre- und Post-Phase

  • Erscheinungsdatum: 03.01.2008
  • Verlag: Gabler Verlag
eBook (PDF)
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Der M&A-Prozess

Renommierte Wissenschaftler und Praktiker diskutieren Konzepte, Instrumente und Ansätze für die optimale Gestaltung der Pre- und der Post-M&A-Phase und verdeutlichen damit die besonderen Herausforderungen von Unternehmensintegrationen. In anschaulichen Case-Studies präsentieren Praktiker aktuelle Lösungsansätze. Prof. Dr. Frank Keuper ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Konvergenz- und Medienmanagement, an der Steinbeis-Hochschule, Berlin. Michael Häfner ist Senior Manager bei der Softlab GmbH. Carsten von Glahn ist Program Director für Siemens Business Services, Inc., USA.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 562
    Erscheinungsdatum: 03.01.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834992505
    Verlag: Gabler Verlag
    Größe: 4632 kBytes
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Der M&A-Prozess

2.2 Private deutsche Krankenhausbetreiber (S. 72-73)

Zahlreiche private Krankenhausbetreiber sind auf dem deutschen Krankenhausmarkt aktiv. Vier der wichtigsten deutschen Unternehmen sind börsennotiert beziehungsweise als Aktienunternehmen organisiert: Die Marseille Kliniken AG, Hamburg, die Mediclin AG, Frankfurt am Main und die Rhön Klinikum AG mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale und die Fresenius Proserve GmbH, eine Tochter der Fresenius AG in Bad Homburg. In Form einer GmbH tätig sind die Asklepios Kliniken mit Sitz in Königsstein-Falkenstein, die Paracelsus Kliniken mit Sitz in Osnabrück und die Sana Kliniken, München. Circa 10 % der Akutkliniken werden durch private Klinikketten betrieben. Die restlichen 90 % befinden sich in öffentlicher oder freigemeinnütziger Trägerschaft. Im Vergleich zu ihren international tätigen Konkurrenten, etwa aus den USA und Großbritannien, wirken die privaten deutschen Krankenhausbetreiber im Vergleich jedoch eher klein.

Die seit 2001 durchgeführten Transaktionen geben einen guten Einblick in den Verkauf von Krankenhäusern. Die Rhön Klinikum AG ist in den vergangenen Jahren sehr aktiv gewesen. Die Klinikgruppe hat seit 2001 insgesamt 27 Transaktionen von Krankenhäusern, Kliniken und einem Universitätsklinikum mit insgesamt circa 10.800 Betten abgeschlossen. Die Fresenius AG als Industrieunternehmen hat sich seit 2001 mit 7 Übernahmen und circa 18.588 Betten am Krankenhausmarkt neu positioniert. Das Portfolio der Krankenhäuser wurde in der neu gegründeten Fresenius ProServe GmbH zusammengeführt. Asklepios Kliniken GmbH ist um 21 Einrichtungen und circa 11.293 gewachsen.

Bei der Damp Holding AG hat sich das Portfolio um 4 Einrichtungen und damit um circa 2.121 Betten vergrößert. Die Helios Kliniken GmbH hat 8 Transaktionen mit 6.103 Betten durchgeführt, bevor die Klinikgruppe selbst durch die Fresenius AG übernommen wurde. Sana Kliniken GmbH &, Co KG hat in der Vergangenheit viele Management-Verträge abgeschlossen, hat allerdings die Strategie derart verändert, sodass in Zukunft der Fokus auf Zukauf von Kliniken liegt und nicht nur auf dem Management. Zu den größten Transaktionsunternehmen zählt die Asklepios Kliniken GmbH. 21 Krankenhäuser mit circa 11.293 Betten, darunter die LBK. Auch die börsennotierte MediClin AG hat im Zeitraum 2001 bis 2004 4 Transaktionen mit circa 1.197 Betten abgeschlos sen. Es sind bei den führenden Klinikbetreibern eine Vielzahl von Transaktionen vorgenommen worden, in einem Markt, der als träge und unflexibel beschrieben wird. Der Grund dafür liegt nicht nur in den hohen Rationalisierungs- und Sanierungspotenzialen, sondern auch an der Möglichkeit, im Gesundheitswesen Renditen erwirtschaften zu können.

Die privaten Klinikbetreiber bringen bei Privatisierungen und Verkäufen viele Vorteile mit. Einerseits kann in einer privaten Trägerschaft die unternehmerische Handlungsfähigkeit gesichert werden und andererseits sind Kompetenzvorteile in Medizin und Management gegeben. Diese Vorteile werden darüber hinaus aus dem gesamten Klinikverbund geschöpft. Beispielsweise war Helios Kliniken GmbH vor der Übernahme durch die Fresenius AG Marktführer in der Privatisierung von Krankenhäusern der Maximalversorgung. Strukturelle Unterschiede zu anderen Unternehmen bestehen im Hinblick auf die Existenz eines paritätisch mitbestimmten Aufsichtsrats, der bei Helios als wichtiges Merkmal und Instrument einer funktionierenden Sozialpartnerschaft auf Konzernebene angesehen wurde. In medizinischer Hinsicht ist die Ergebnisqualität anhand risikoadjustierter Sterblichkeiten veröffentlicht. Diese Transparenz erhöht die medizinische Qualität und bietet Möglichkeiten, frühzeitig die Weichenstellung für weitere Optimierungen zu treffen.

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