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Die deutschen Spitzenmanager - Wie sie wurden, was sie sind Herkunft, Wertvorstellungen, Erfolgsregeln von Buß, Eugen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2009
  • Verlag: De Gruyter Oldenbourg
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Die deutschen Spitzenmanager - Wie sie wurden, was sie sind

Was ist eigentlich los im deutschen Management? Kaum ein Tag vergeht, ohne dass die Medien kritisch über die Zunft der Führungskräfte berichten. Sind die deutschen Manager denn seit dem Beginn der Bundesrepublik immer schlechter geworden? War früher etwa alles besser, als es noch 'richtige' Unternehmerpersönlichkeiten gab? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Buch.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 267
    Erscheinungsdatum: 01.01.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783486592917
    Verlag: De Gruyter Oldenbourg
    Größe: 2765 kBytes
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Die deutschen Spitzenmanager - Wie sie wurden, was sie sind

7 Religiosität und Glaube der Spitzenmanager
7.1 Bedeutung des christlichen Lebensentwurfs (S. 134)

Die deutschen Spitzenmanager sind in ihrer übergroßen Mehrheit streng religiös erzogen worden.30 Ohne sich in jedem Fall auch heute noch als aktiv praktizierende Christen zu begreifen, ist doch in ihren Wertvorstellungen ein christlicher Lebensentwurf tief verankert. Daher überrascht es nicht, daß religiöse Überzeugungen im Wertekanon der Topmanager einen hohen Stellenwert haben. Aber es überrascht schon, in welchem Maße noch heute in einer durch und durch säkularisierten Gesellschaft Glaubensideen für die Spitzenmanager eine Rolle spielen.

Mehr als die Hälfte der Spitzenmanager bejaht die Frage, ob religiöse Überzeugungen bei der Verfolgung ihrer Lebensziele eine Rolle spielen. Auch glaubt jeder zweite, daß Glaubensideen und Spiritualität auf das Selbstverständnis der deutschen Wirtschaftselite einen erkennbaren Einfluß ausüben. Was folgt daraus? Religiöse Haltungen und Fragen der Spiritualität sind nicht nur auf private Lebensentwürfe bezogen, sondern bilden für die Mehrheit der deutschen Spitzenmanager auch den Kitt übergreifender Ideen, der ökonomische Grundsätze mit christlichen Lebensmaximen zusammenfügt. Trotz oder gerade wegen des hochrationalen Handlungsumfelds im Unternehmensalltag sehen die Vorstände mehrheitlich in christlichen Glaubensideen ein wesentliches Kernstück ihrer Identitätswurzeln.

Nur eine Minorität von etwa einem Drittel der heutigen Konzernlenker meint hingegen, daß sich religiöse Grundsätze nicht in der Identität der deutschen Vorstände widerspiegeln, zumindest halten sie den Einfluß für verschwindend gering oder sehr begrenzt.

Der relativ hohe Stellenwert religiöser Überzeugungen verweist auf eine verborgene Kontinuität . die Kontinuität von Wünschen nach Menschenwürde, Humanität, sozialer Verantwortung und nach seelischer Stabilität. Soweit die religiösen Überzeugungen bei der Verfolgung von Lebenszielen eine Rolle spielen, hat dies offenbar Tradition. Hier wirkt die Atmosphäre der Elternhäuser nach.

So differenziert die heutige Haltung zur Kirche unter den Spitzenmanagern ist . sie reicht vom regelmäßigen sonntäglichen Gottesdienst bis zur kategorischen Ablehnung von allem Spirituellen . so gemeinsam ist die deutsche Wirtschaftselite der Auffassung, daß die christlich-religiöse Erziehung im Elternhaus einen stark prägenden und positiven Einfluss ausgeübt hat. Die Spitzenmanager beider Konfessionen betonen den hohen Stellenwert von Religion in ihrer Kindheit und Jugend. Ohnehin überrascht, daß etwa zwei Drittel der heutigen Wirtschaftselite bekunden, streng religiös erzogen worden zu sein. Die religiöse Erziehung scheint offenbar nach wie vor in einer inneren Verbindung zu ihrer Karriere zu stehen. Daran ändert auch nichts, daß die heutigen Einschätzungen zum Stellenwert von Kirche und Religion auseinandergehen. Religion . so kann man resümieren . ist für die heutige Wirtschaftselite ein prägender Identitätsrahmen in der eigenen Entwicklung gewesen.

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